23. Februar 2013

Review: Effi Briest v. Theodor Fontane

am Samstag, Februar 23, 2013
Autor: Theodor Fontane
Titel: Effi Briest
Verlag: Hamburger Lesehefte Verlag
ISBN: 978-3-87291-170-4

Inhalt

Effi Briest ist ein junges, ungestümes Mädchen, das am liebsten mit ihren Freundinnen spielt und die Zeit mit ihren Eltern verbringt. Die Zeit im elterlichen Haus wird jedoch schlagartig beendet, als Geert von Instetten um ihre Hand anhält. Es handelt sich um einen früheren Freund der Mutter, der gut und gern doppelt so alt wie Effi selbst ist. Da es sich allerdings um eine gute Partie handelt willigt sie ein und kurze Zeit später heiraten die beiden und ziehen nach Kessin. Hier versucht Effi in das Leben einer jungen Dame und vor allem Ehefrau hinein zu finden. Sie freundet sich mit dem Apotheker Gieshübler an, versucht im Landadel Fuß zu fassen, bekommt ein Kind. Dabei lernt sie auch die gute Amme Roswitha kennen, der sie die Fürsorge ihres Kindes überträgt. Desweiteren begegnet ihr auch Major Crampas, mit dem sie und ihr Gatte gemeinsam ausreiten, später unternehmen sie zu zweit etwas und es entwickelt sich eine Affäre, die damit endet, dass Instetten eine Anstellung in Berlin bekommt. Effi ist hoch erfreut darüber, kann sie doch mit der Schuld nicht umgehen, die sie sich selbst auflädt. Instetten glaubt, dass seine Frau so glücklich ist, weil diese im Haus immer Spuk glaubte und einfach froh ist, davon weg zu kommen. Effi zieht gemeinsam mit ihrem Mann, dem Kind Annie, Roswitha, der Dienerin Johanna und dem treuen Hund Rollo nach Berlin. Als Effi auf Kur ist geschieht Annie ein Unglück und auf der Suche nach Verbandsmaterial findet Instetten die Briefe Crampas an Effi, die die Affäre bezeugen. Instetten fordert Crampas zum Duell und tötet diesen. Effi wird geschieden und soll nun einsam und allein, die Tochter darf sie nicht sehen, leben. Sie trifft durch Zufall auf Annie und erwirkt eine Besuchserlaubnis. Der Besuch der Tochter jedoch raubt ihr alle Kraft, da diese von Instetten gegen die Mutter aufgebracht wurde. Effis Zustand verschlimmert sich zusehends, bis die Eltern wieder gewillt sind, sie zu sich zu nehmen. Gemeinsam mit Roswitha zieht sie zurück zu ihren Eltern. Roswitha besorgt es, dass auch Rollo von Instetten an Effi gegeben wird, denn diese vermisst den treuen Hund. Kurze Zeit später jedoch erliegt Effi an ihren Leiden, keine dreißig Jahre alt.

Meinung

Damals, als dieses Buch in der Schule gelesen werden sollte, habe ich es nicht getan und kassierte in der Lektüreprüfung eine sechs. Damit mir das nicht wieder passiert, denn dieses Buch befindet sich auf der Lektüreliste für's Studium, hab ich es diesmal dann doch gelesen und war erstaunt, denn es gefiel mir außerordentlich gut. Die Sprache und das Verhalten der Personen ist für uns in unserer heutigen Zeit schwer nachvollziehbar, umso interessanter darüber zu lesen. Fontane zeichnet nicht nur für seine Zeitgenossen ein wirklich gutes Bild der damaligen Zustände, man kann es auch heute noch greifen und nachvollziehen. Und eben das empfinde ich als besonders große Leistung.  Ich empfehle dieses Buch daher wirklich jedem, der sich für das frühere Leben, vor allem für Gesellschaft, interessiert. 




2 Kommentare:

LuisaLunacy hat gesagt…

Hui, klingt interessant. Habe das Buch seit Ewigkeiten in meinem Regal stehen und nie die Zeit gehabt es zu lesen. Ich habe es mir nur gekauft, weil es nur 2,50€ gekostet hat. Werde es sobald wie möglich mal lesen =)

LG
Luisa

Bücher Diebin hat gesagt…

Wie gesagt: In der 11. Klasse sollte ich es lesen, da habe ich es nicht getan. Mir war's zu langweilig. Und auch jetzt hab ichs nur rausgekramt, weil ichs für die Uni lesen muss. Definitiv muss man sowas auch mögen, es kommt dem ein oder anderen bestimmt sehr langweilig vor. Ich finds allerdings insofern interessant, dass Fontane ein Bild schafft, dass sogar wir in unserer heutigen Zeit so gut nachvollziehen können, als wären wir dabei.

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