8. April 2013

Gedanken über die Zeit

am Montag, April 08, 2013
Ich weiß, ich hatte nach dem Neubeginn einen reinen Buchblog versprochen. Mir wird das allerdings zu fad. Ich blogge gern. Ich möchte bloggen. Nicht immer nur über Bücher. Ich möchte euch meine wirren Gedanken mitteilen. Gedanken, die mir einfallen, jetzt auf gleich, einfach so, im Alltag.Bitte verzeiht, wenn ich dabei so unpersönlich wie möglich bleibe. Wenn ich versuche, meine Identität so anonym wie nur möglich zu halten.

Heute war ein solcher Moment, ein solcher Gedanke. Er war plötzlich da, auch wenn ihn wohl Abermillionen schon vor mir dachten: Gedanken über die Zeit. Wie wir sie wahrnehmen. Wir wertschätzen unsere Zeit, wir wollen sie in die Länge ziehen um die kostbaren Sekunden unseres Lebens voll und ganz auskosten. Als ich heute jedoch über die S-Bahn-Gleise lief, mir die Zeit vertreibend weil ich auf den Zug warten musste, wünschte ich, die Zeit möge schneller vergehen. Dabei bin gerade ich ein solches Exemplar Mensch, dass jede noch so kurze Zeitspanne als wertvoll erachtet und festhalten möchte. Wie kommt es, dass wir einerseits die Zeit als so kostbar empfinden und sie dann doch verteufeln, wenn wir zu warten haben? Warum nicht einfach versuchen, diese Zeit sinnvoll zu nutzen? Sie genauso ausschöpfen wie wir es tun würden, wenn wir sie bewusst lebten? Warum nicht jede Zeit, auch die Zeit des Wartens, bewusst wahrnehmen und auskosten? Warum nicht durch die Leben bummeln, des Bummelns willen? Das Buch nicht nur lesen, um die Zeit zu überbrücken. Sondern um auch wirklich zu lesen? Vielleicht die schöne Umgebung etwas näher betrachten? Es ist schon eine seltsame Sache mit der Zeit. Ich hoffe, dass ich lerne, besser mit ihr umzugehen. Auch in den Situationen, die mir unangenehm und daher ewig während erscheinen.

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