30. August 2013

Rezension: Fabula

Name: Fabula
Autor: Christoph Marzi
Verlag: Heyne
Preis: 14,00 €
Seiten: 496

Inhaltsangabe
Colin Darcy ist auf den ersten Blick ein Langweiler. Er lebt in London, ist Dozent an einer Wirtschaftsschule und hat eine Freundin, die er eigentlich gar nicht liebt. Den einzigen Halt in seinem Leben gibt ihm Arthur, sein Freund, und dessen Familie. Eines Abends soll sich jedoch alles verändern: Colin trennt sich von seiner Freundin und kaum kommt er zuhause an, erfährt er von Arthurs Unfalltod und das seine Mutter, zu der er einen sehr schlechten Kontakt pflegt, verschwunden ist. Und plötzlich prallen zwei Welten aufeinander. 
Colin hat nämlich versucht, sein altes Leben in Portpatrick zu vergessen. Sein Vater, ein Kunsthändler, ist verstorben und Colins Mutter ist ein Wesen, dass Geschichten erzählt, die daraufhin auch wahr werden. Colin und sein Bruder Danny erleben so einige schöne Abenteuer. Überwiegend jedoch straft ihre Mutter Helen Darcy die beiden Jungs mit den Geschichten. Sie zerstört Colins große Liebe und Jahre später, als beide glaubten ihr altes Leben hinter sich gelassen zu haben, zerstört Helen auch Dannys Leben, indem sie seiner Frau die Geschichte vorgaukelt, er habe sie betrogen. Und ab da kommen die Steine ins Rollen. Colin trifft auf seine einstige große Liebe, die es im übrigen immer noch ist. Er sucht nach seinem Bruder, der gemeinsam mit seiner Mutter verschwand. Und deckt dabei ein dunkles Familiengeheimnis auf.  

Meinung
Es fällt im ersten Moment ein wenig schwer, sich in Colin Darcys Geschichte einzufinden. Der Mann in der Mitte seines Lebens wirkt tatsächlich wie ein Langweiler. Um ihn herum baut sich jedoch nach und nach im Laufe der Geschichte eine Welt auf, die magischer nicht sein könnte. Seine Mutter entpuppt sich als Sherazade, die mit Worten Macht über andere gewinnen kann. Und der eigentlich tot geglaubte Vater ist gar nicht so tot. Und dann ist da noch die Liebesgeschichte zwischen Lady Sunshine und Mr. Moon. Alles in allem eine absolut fantastische Geschichte! Ab und an wagte ich, Marzis Erzählstil zu kritisieren. Oftmals verbuche ich unschöne Stellen als Übersetzungsmängel. Marzi, ein Deutscher, kann sich dadurch aber leider nicht retten. Manche Passagen, wirklich nur stellenweise, sind echt holprig. Aber das tut der fabelhaften Geschichte keinen Abbruch. Die Geschichte ist wirklich wunderschön und traumhaft. Wegen der stilistischen Holperer gibt es dennoch nur 4 Punkte :) 


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