12. September 2013

Rezension: Lyra v. C.Marzi

Name: Lyra
Autor: Christoph Marzi
Verlag: Heyne
Preis: 14,00 €
Seiten:  430

Inhalt

Aus Fabula kennt der Leser Danny Darcy bereits. Der junge Schotte hat in Amerika seine Frau Suzie und somit sein Glück gefunden - wäre da nicht seine Mutter, eine Sherazade. (= Ein Wesen, dass Geschichten erzählt. Diese Geschichten werden wahr.) Die alte Helen Darcy hat Suzie, auch Sunny genannt, eine Lüge über Danny erzählt, die nun in ihr und in ihrem ungeborenen Kind lebt. Eines Tages glaubt Sunny ihren Mann mit einer anderen Frau gesehen zu haben und trennt sich von dem nichtsahnenden Danny. Dieser fährt daraufhin nach Schottland und entledigt sich seiner Mutter, die von nun an im Mond leben muss. Soweit die Vorgeschichte aus Fabula. 

In Lyra treffen wir Danny nun wieder, zurück in Amerika. Seine Frau glaubt noch immer die Lüge der Mutter und Danny muss sie nun davon überzeugen. Aber wie überzeugt man jemanden vom Gegenteil dessen, was derjenige mit eigenen Augen gesehen hat? Danny sucht den berühmten Künstler Tyler Blake auf und wird von ihm darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Sirenen ihm womöglich helfen können. Als Stammmütter der Sherazaden müssten sie die Lüge aus Suzie entfernen können. Dafür muss Danny allerdings seine Frau dazu bewegen, mit ihm in das Land der Sirenen zu gehen. Nicht wissend, ob diese ihm überhaupt helfen wollen. Er schafft es letztlich und kann Suzie sogar in sein Geheimnis, denn auch er ist eine Sherazade, einweihen. Gemeinsam begeben sie sich nun auf die beschwerliche Suche nach den Sirenen und finden diese letztlich. Aber die Sirenen denken gar nicht daran, den beiden zu helfen. Denn, was Danny und Suzie nicht wussten: eine Sirene kann nur überleben, in dem sie den Leib einer ungeborenen oder neugeborenen Sherazade siedelt. Und da kommt Helen wieder ins Spiel, denn sie hat den Sirenen das ungeborene Kind Dannys versprochen. Die Lyra scheint die letzte Hoffnung des Ehepaars. Allein die Lyra kann den Sirenen den Garaus machen. 

Meinung

Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat aus einem Lied der "Legenden", ich will sie jetzt einmal so nennen. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass Marzi im Buch immer wieder auf Johnny Cash zurückkam, meinen absoluten Lieblingsmusiker. Jedes Mal, wenn Marzi eines der Lieder einstreute, habe ich mich unglaublich gefreut. Kannte ich die Lieder nicht, habe ich sie einfach angehört. Und tatsächlich; jedes dieser Lieder passt perfekt auf die Kapitel. Das war eine ganz neue Erfahrung des Lesens und hat mir sehr gut gefallen. Dadurch, dass Marzi jedem Kapitel ein Text zugeordnet hat, konnte man sich als Leser sofort auf die Grundstimmung einlassen, die der Autor so auch geplant hat. Die Geschichte selbst fand ich richtig gut. Genau die richtige Mischung aus Fantasy, Mythologie und Rock'n'Roll.  Alles in allem hat mir Lyra daher auch viel besser gefallen, als Fabula. Das Buch verdient zurecht volle Punktzahl!


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