21. Oktober 2013

Ich schulde euch etwas!

am Montag, Oktober 21, 2013
Um genau zu sein: einen Post über Prag und eine Rezension. Und doch kam ich bis jetzt nicht dazu und dafür möchte ich mich bei euch entschuldigen. Der Universitätsalltag ist mir noch nicht ganz in Mark und Blut übergegangen. Ich habe noch nicht alles neu koordiniert, sodass ich allem gerecht werden kann.  Rezension und Prag-Bilder wird es auch heute nicht geben. Zugegeben, ich sitze nicht gemütlich zuhause am  PC. Ich sitze mitten in einer Lesung. Bitte tadelt mich nicht! Natürlich sollte ich zuhören, aber meine Müdigkeit droht mich zu übermannen. Der sehr sympathische Dozent hat eine so angenehme Stimme (ich an seiner Stelle hätte wohl Hörbücher produziert und damit Berühmtheit erlangt), dass ich ganz schläfrig werde. Doch zu eurer Beruhigung: so schlimm ist mein Nichtzuhören nicht. Denn ebendieser Dozent hat zu ebenjener Lesung ein Buch verfasst. Und nun liest er daraus vor. Seine Lesung ist im wahrsten Sinne des Wortes eine "Vorlesung" und das Buch dazu besitze ich. Ich werde mir das heute Verpasste also in einer ruhigen Minute durchlesen. 

In der von mir gestellten Umfrage, haben sich einige mehr Posts über meinen Universitätsalltag gewünscht. Dem möchte ich heute nachkommen, indem ich meinen heutigen Tag für euch rekonstruiere. So erhaltet ihr einen kleinen Einblick.

4.00 Uhr - der Wecker klingelt. Schon so früh? Ja! Denn mein Freund fährt, wie jede Woche, auf Montage. Und da er und seine Kollegen halb Deutschland durchqueren müssen, muss ich nun einmal gegen vier mit ihm aufstehen. Im Normallfall wäre ich wach geblieben, hätte Aufgaben erledigt und wäre dann, gegen Mittag, noch einmal ins Bett gehuscht. Da jedoch schon fest stand, dass ich erst gegen 20 Uhr wieder zuhause eintrudeln würde, legte ich mich noch einmal hin.

6:45 Uhr - der Wecker klingelt ein zweites Mal und dieses Mal nehme ich ihn ernst. Ich stehe auf, trinke Kaffee mit Mama, frühstücke und mache mich fertig, sodass ich 9:15 losfahren kann, damit ich den Zug gegen 9:50  bekomme. 

Püntklich 9:50  stehe ich am Zug um festzustellen, dass der Zug knappe 25 Minuten Verspätung hat. Super! Die erste Lesung hat sich damit schon einmal erledigt. 

Die zweite Veranstaltung des Tages, 12:15 Uhr, sieht eine Bibliotheksführung vor. Für mich natürlich absoluter Schwachsinn. Ich studiere seit 2010 an dieser Universität, kenne die Bücherei in- und auswendig. Ich bin jedoch "nur" Nebenfächler. Das Hauptfach sieht eben dieses Seminar im ersten Semester vor, wir vom Nebenfach besuchen das Seminar jedoch erst im dritten Semester. Ich saß also da und habe mich berieseln lassen mit Fakten, die ich ohnehin schon kannte.

14:15 Uhr - Literaturvorlesung. Es geht um Fiktionalität. Was ist der Unterschied zwischen Autoren und Lügnern? Es gibt Wissenschaftler, die nur jene Texte als Literatur anerkennen, die wahr sein könnten. Aber was ist dann Fantasy? Etwa keine Literatur? 

16:15 Uhr - besagte Vorlesung, der ich momentan beiwohne. Eine wirklich schöne Lesung, die Inhalte sind interessant. Bitte urteilt nicht danach, ob ich nun gerade zuhöre oder euch diesen Post schreibe! Dozent und Themengebiet sind wirklich toll. Kulturgeschichte. Es geht um Kultur an sich, um die Überlieferungen, um Medien, um Namensforschung, die Geschichte des Rundfunks und vieles mehr. 

17:13 Uhr - Ich tippe für euch. Noch. 17:45 wird die Lesung zu Ende sein. Ich werde Zeit haben bis 18:30. Denn für diese Uhrzeit habe ich einen Termin mit der Person vereinbart, die für die Praktika verantwortlich ist. Wir werden sehen - und hoffen - ob mein geplantes Praktikum im Rahmen meines Studiums machbar ist. 

Erst gegen 19:48 werde ich es wohl zum Zug schaffen. Bis ich zuhause bin, wird es 20:15 sein. Und bei dem Grad an Müdigkeit, werde ich einfach nur noch ins Bett fallen. Dabei hätte ich eigentlich ein Referat und Thesenpapier auszuarbeiten. Aber - und darüber ärgere ich mich am meisten - ich kann ohnehin nicht zu arbeiten beginnen. Denn die notwendigen Arbeitsmaterialien wurden vom Dozenten noch nicht online gestellt. Besonders toll finde ich dabei, dass ich besagtes Thesenpapier bis Mittwoch abgeben muss. Und dies eigentlich auch in Zusammenarbeit mit einem Kommilitonen zu erarbeiten habe. Wann ich ausarbeiten und ihn treffen soll steht natürlich in den Sternen, wenn nicht einmal das Material zur Verfügung steht. 

So. Nun habt ihr einen kleinen Einblick in meinen heutigen Universitätsalltag erhalten. Ich hoffe, ich habe es ein bisschen lebendig und nicht so trocken herüber gebracht. Wenn ihr mehr wissen wollt, scheut euch nicht Fragen zu stellen!

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