27. November 2013

Bedenken.

B wie Bedenken

Bedenken sind ein Zeichen von Unsicherheit. Sich selbst nicht sicher sein. Bei dem, was man tut. Bei dem, was man fühlt. Bei dem, was andere im Bezug auf einen fühlen oder tun. Bedenken hat jeder Mensch. Andere mehr, andere weniger.

Ich gehöre zu der verdammten Sorte der Zuvielbedenker. Ich zerbreche mir über Gott und die Welt den Kopf. Über Dinge, die mich eigentlich nichts angehen. Dinge, die gar nicht so schlimm sind und ich derjenige bin, der den Teufel an die Wand malt. Indem man Bedenken hat, stellt man etwas in Frage.  Und ich stelle zuviel in Frage. Häufig stelle ich mein gesamtes Handeln in Frage. 

Dabei geht es nicht nur mir so. Im Internet kursieren schließlich genügend Sprüche rund um die nicht still halten wollenden Gedanken. Ich kenne genug Menschen, die wegen ihrer vielen Bedenken abends nicht ruhig einschlafen können, keinen Schlaf finden weil ihre Gedanken auf Hochtouren laufen. Es scheint mir, als seien die Menschen zu unsicher. Sich ihrer selbst nicht sicher. Dessen, was sie tun. Und mit Sicherheit können einige von euch das auch nachvollziehen, zweifeln selbst gern an sich selbst. Dabei sind die meisten Selbstzweifel Gift für das Glück und unnötig, weil nicht begründet. Man ist mit sich selbst zu kritisch, oder? 

Häufig nehme ich mir vor, einfach weniger darüber nachzudenken. Einfach zu tun. Aber wie leicht lässt sich das sagen und wie schwer lässt es sich umsetzen? Wenn man selbst es fast nicht anders gewohnt ist, was will man machen? Die großen Psychologen unserer Zeit glauben, dass solche Unsicherheiten und Bedenken darauf zurückzuführen sind, in der Kindheit nicht genug Bestätigung bekommen zu haben. Zumindest von Seiten meiner Familie kann das aber bei mir nicht stimmen. Ich habe in meiner Familie stets Zuspruch, Bestätigung und Lob erfahren. Mir wurden viele Sorgen abgenommen, es wurde mir immer aus der Patsche geholfen. Vielleicht war aber gerade das Grund genug, dass es mir heute so schwer fällt, gelassen an die Dinge heran zu gehen? 

Oft grüble ich Stunden lang über Dinge nach, entwerfe Pläne - Worst Case Szenario wird auch immer ausgemalt. Darüber kann ich dann nicht schlafen, mir wird schlecht vor Bedenken. Ich schaffe es nicht, ruhiger an die Sache heran zu gehen.

Wie ist das bei euch? Habt ihr bestimmte Methoden und Strategien, um diese elenden Gedanken und Bedenken, diese Unsicherheiten loszuwerden? 

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