23. April 2014

Schreibaufgabe 2: s-t-r-texte

aufgabe: es gibt buchstabenkombinationen, die in vielen wörtern auftauchen, vor allen dingen am anfang von worten häuft sich die kombination s-t-r wie bei “streifenhörnchen” oder “strangulieren”. aufgabe soll es sein, einen s-t-r-text zu verfassen. das heisst sowohl in der überschrift, als auch in jedem satz ist mindestens ein wort mit einem s-t-r-anfang zu finden. die texte sollten maximal 300 wörter beinhalten, der inhalt ist frei wählbar.

Streit
Wir streiten uns viel zu oft. Wir strangulieren einander mit Worten, greifen einander an. Und dabei streben wir doch einem gemeinsamen Ziel entgegen, oder? Warum strafen wir einander dann mit diesen Momenten, die uns das Herz brechen? Es muss doch nicht immer alles straff nach vorne gehen. Lass uns Zeit nehmen, um endlich wieder Streifzüge in die Natur zu unternehmen! Lass uns einander die Seele mit lieben Worten streicheln. Lass uns nicht immer starr streiten. 

Ein knapper Text, ich weiß. Aber irgendwie... es ist gar nicht so leicht in jeden Satz ein s-t-r einzubauen! 

16. April 2014

Schreibaufgabe 1: 25-Stunden-Tag


Am 23.März 2008 veröffentlichte Christof Zirkel auf dem obengenannten Blog folgende Aufgabe:

in der gestrigen zeitung war zu lesen, dass in ein paar millionen jahren der tag 25 stunden haben wird. wir werden also mehr zeit für die dinge haben, die wir schon immer machen wollten. die tage werden im sommer länger andauern, die nächte im winter. 60 minuten geschenkt, täglich. das animiert zu einem text mit exakt 60 wörtern zu der aufgabe: was mache ich mit meinem 25-stunden-tag? oder was passiert an solchen tagen, was passiert mit dem zeitgewinn und werden wir dadurch älter? all dies könnt ihr, wenn ihr wollt, in dieser schreibaufgabe, beantworten.


Fünfundzwanzig Stunden. Das sind sechzig Minuten mehr als jetzt. Zeitgewinn? Vielleicht werden wir sogar älter? Nein, das verbietet die Logik. Denn wenn die Tage mehr Stunden haben, erleben wir zwar längere, jedoch weniger Tage. Wir werden jünger sterben. Eine Stunde am Tag. Das stiehlt uns dreihundertfünfundsechzig Stunden im Jahr. Das sind knapp vierzehn Tage in einem Jahr, die wir einbüßen. 

Schreibe jeden Tag ein bisschen!


Als Kind saß ich oft bei meiner Großtante und  vergewaltigte deren Schreibmaschine, die zum Glück ohnehin ausgedient hatte. Ich schrieb Geschichten und Gedichte, ein Anfang hier und ein Schnipsel dort. Meine Leidenschaft für's Schreiben war geweckt. Im Alter von zwölf Jahren etwa begann ich dann, an virtuellen Rollenspielen teilzunehmen. Es handelt sich dabei um Foren, wo die User untereinander die Geschichte immer weiter und weiter spinnen, indem sie sich in die Sicht verschiedener Charaktere hineinversetzen und trotz meines mittlerweile fortgeschrittenen Alters (die Jahre haben sich fast verdoppelt), halte ich nach wie vor an diesem Spaß fest und finde viele, auch gleichaltrige, Gleichgesinnte. Ich schreibe jeden Tag Tagebuch und allgemein stellt das Schreiben einen zentralen Punkt meines Lebens dar; allerdings habe ich das noch nie bewusst wahrgenommen.

Am Montag war eine freie Schriftstellerin zu Besuch in der Literaturlesung. Sie verdient sich ihr Geld vor allem mit dem Schreiben von Zeitungsartikeln und Radiobeiträgen. Ich muss zugeben, eine solche Karriere schwebt mir definitiv nicht vor. Das wäre mir zu unsicher und allgemein möchte ich nicht vom Schreiben abhängig sein. Aber einen Satz, den sie sagte, nehme ich mir nun doch zu Herzen: Schreibt jeden Tag einen kleinen Text. Das Schreiben, so die Autorin, sei eine Fertigkeit die man mit jedem geschrieben Text perfektioniert. Wenn man also jeden Tag ein wenig schreibt, baut man dabei auch seine Fähigkeiten aus. 

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal von den DUDEN-Büchern erzählt, die vom kreativen Schreiben handeln. Nun habe ich gezielt nach Schreibaufgaben gesucht und tatsächlich hat Google so einiges ausgespuckt. Was ich euch eigentlich mit diesem Text sagen will:

Ich werde versuchen, einige dieser Schreibaufgaben zu bewältigen und ich werde die Ergebnisse hier präsentieren :) 



11. April 2014

Semesterbeginn

Universitätsstadt Jena
Der Alltag hat mich wieder. Die erste Woche des Sommersemesters 2014 ist bereits vorüber. Und ich muss zugeben, ich bin bis auf Kleinigkeiten sehr zufrieden mit der Wahl meiner Kurse. 

Am Montag besuche ich eine Veranstaltung die sich Ältere Deutsche Literatur II schimpft. Im Rahmen des Seminars behandeln wir den Willehalm, ein mittelalterlicher Kreuzzugsroman. Auf das Seminar folgt Neuere Deutsche Literatur IV: Praxisfelder der Germanistik. Zugegeben, ein für mich eher dämliches Modul. Es wird keine Prüfung stattfinden, es kommen lediglich Woche um Woche Germanistikstudierte Referenten, die über ihren Tätigkeitsbereich/Beruf sprechen. Das Modul soll uns als Orientierung für die Zukunft dienen, eigentlich sehr löblich. Da es sich allerdings, wie gesagt, um NDL IV handelt, hat man dieses Modul theoretisch erst im vierten Semester, kurz vor Abschluss wenn man es genau nimmt. Daher irgendwie... Nun gut. Zudem hab ich dann noch das Seminar Geschichte und Erinnerung in der Gegenwartsliteratur. Ein für mich wirklich spannendes Seminar mit einem interessanten Plan und einer guten Dozentin. Wir werden unter anderem Der Turm von Tellkamp behandeln. Darauf freue ich mich am meisten, da es sich ja um eines meiner Lieblingsbücher handelt.

Der Dienstag beginnt mit Kulturgeschichte: Geschichte des Reisens. Ein super Dozent, allerdings nicht unbedingt meine Thematik. Aber ich lass mich einfach mal überraschen! Im Anschluss besuche ich die zugehörige Übung zu Ältere Deutsche Literatur. Dort behandeln wir einen Text, zu dem es keinerlei Übersetzung gibt. Na super. =/ Mittelhochdeutsch, ich komme! Darauf folgt ein Seminar zur Kulturgeschichts-Vorlesung: Künstlerreisen. Wir werden uns vor allem über Maler unterhalten, Goethe darf natürlich auch nicht fehlen mit seiner Italienreise. Wie gesagt, nicht gerade mein Thema - aber muss ja! Den Abschluss des Dienstags bildet die Vorlesung DDR und BRD in den 60er Jahren. Dabei handelt es sich um eine Allgemeine Schlüsselqualifikation. Die Lesung ist also eigentlich nicht Teil meines Studiums und dient eher dazu, dass ich auf meine Punkte komme. Da die Thematik gut mit meinem NDL VI Thema zusammenpasst, kann es ja ganz hilfreich werden.

Der Donnerstag  ist eine eher trockene Angelegenheit. Zu Beginn habe ich Geschichte der DDR-Literatur. Die zugehörige Lesung zum Seminar "Geschichte und Erinnerung in der Gegenwartsliteratur". Ich glaube das wird recht spannend, aber Lesungen sind nun mal... einschläfernd. Daraufhin habe ich dann die Lesung "Natürlich! Volkskundlich-kulturwissenschaftliche Streifzüge durch die Natur." Eigentlich ein total spannendes Thema. Schon die erste Lesung war eigentlich super. Mal schauen, was das Semester bringt.

So. Nun kennt ihr mein Semester 2014. Sollte euch etwas davon genauer interessieren, dann kommentiert das bitte und ich werde euch regelmäßig davon berichten :) Ansonsten werde ich einfach hier und da mal darüber schreiben, wenn mir danach ist :D

btw.: Ich lese zur Zeit den ersten Teil der Pan-Trilogie. Das Buch wurde mir von einer sehr lieben Freundin empfohlen. Am Anfang hab ich das Buch noch ein wenig vor mir her geschoben, einfach weil ich genug zu lesen habe um zwischendrin einfach etwas einzuschieben. Ein Glück, dass ich es doch getan habe!! Ein absolut geniales Buch, ich bin schon fast durch obwohl ich erst zu lesen begonnen habe. Fesselnd, wirklich! Auch der Samurai von Savannah steht momentan auf meiner Leseliste. T.C.Boyles Schreibstil ist einfach nur immer wieder toll. Da kann es im Buch drum gehen, Blumen zu pflücken. Es liest sich immer noch genial! 

Liebe Grüße,
die Bücherdiebin