3. Juli 2014

Raum & Klang


Auf Instagram (Ziehharmonie) bin ich vor einigen Tagen auf eine schöne Challenge gestoßen. Bei den sogenannten mafflumomenten (@evamafflu) geht es diesen Monat um die Julijuwelen. Die heutige Aufgabe "Raum". Na schön, dachte ich mir. Was nimmt man dazu denn auf? Einen Lieblingsraum der Wohnung? Einen Freiraum in der Natur? Wie eng muss man den Begriff "Raum" denn sehen? 

Heute morgen habe ich Klavier gespielt. Das tue ich jeden Tag. Nicht etwa, weil ich übe oder weil ich etwas lernen möchte. Ich spiele, um mir Luft zu machen. Ich spiele traurige Lieder, um negative Gefühle zu bündeln. Ich spiele kraftvolle Lieder, um mir neuen Mut zu machen. Ich spiele fröhliche Lieder, um meiner guten Laune Ausdruck zu verschaffen. Von allen unbelebten Dingen dieser Welt ist mein Klavier mir das wichtigste.

Und dann kam mir der Gedanke: Ein Innenraum ist ebenfalls ein Raum. Und so nahm ich das obige Bild auf mit der Bildunterschrift:

Der Innenraum meines Klaviers,
in dem die Töne produziert werden,
die ich mit meinen Händen
 und meinem Herz hervorbringe. 

Ich bin mir nicht sicher, ob man das auch versteht, wenn man kein Instrument spielt. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob man es versteht, wenn man denn eines spielt. Für mich ist mein Klavier ein Freund, der nicht atmet und trotzdem singt. In dem kein Herz schlägt und doch bringt er Gefühle zum Tragen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen