30. Juli 2014

Der Umräumwahnsinn

am Mittwoch, Juli 30, 2014 0 Kommentare

Gestern war es mal wieder soweit. Mich überkam der eigentlich irrsinnige Wunsch, mein Zimmer umzuräumen. Irrsinnig deswegen, weil mein Zimmer sich auf 12 m² und viel zu viel Inhalt beschränkt. Meckern möchte ich nicht, ich fühle mich sehr wohl hier :) Aber ab und an überkommt mich in allen Bereichen des Lebens ein Veränderungswahn: Frisur, Klamottenstil, MakeUp und eben Einrichtung. 

Ich hatte die Idee, mein Bett nun von der Wand ans Fenster zu stellen. Dazu musste der mehrstöckige Meerschweinchenstall (ein umgebautes Ikearegal), sowie der TV Schrank und mein Bücherschrank weg. Doch wohin?! Wie gesagt: 12m² und davon bestimmt 9 m² komplett verwinkelt zugestellt. Naja. Bürostuhl ausm Zimmer rausgefrachtet, die Schränke so gut es ging umgerückt (auf Teppich geht das bescheiden) und dann mit aller Kraft, die mein Körper aufbringen kann, das Bett umgestellt.  

... nur um dann fest zu stellen, dass es mir so, wie es war, besser gefiel! Also alles zurück an seinen Platz. Dabei verrutschte der Teppich, überall lag etwas im Weg und ich war am Ende meiner Nerven und Kräfte angelangt. 

Fazit: Einmal sinnlos alle Möbel verrückt, um sie dann am Ende wieder so hinzustellen wie sie waren. Dabei auch noch einige meiner liebsten Tonfigürchen zerdeppert. Zurück bleibt das Chaos, das nun beseitigt werden will!

26. Juli 2014

[R] Kinder des Nebels

am Samstag, Juli 26, 2014 0 Kommentare
Ihr habt ja leider lange nichts von mir lesen können. Die Prüfungen haben mich sehr vereinnahmt und auch im Privatleben ist einiges geschehen. Nun habe ich aber einen echt dicken "Wälzer" durch, den ich nicht unrezensiert lassen möchte.


Name: Kinder des Nebels
Autor: Brandon Sanderson
Reihe: Nebelgeborenen-Trilogie, Bd. 1
Verlag: Heyne
Seiten: 896
Preis: 11,99 € (Amazon)

Inhalt

Stell dir eine Welt vor, in der es Asche regnet. Die Sonne ist rot, statt gelb. Und das Gras ist braun. Die Gesellschaft ist unterteilt, in minderwertige Skaa und den Adel. Und dann gibt es da noch Stahlinquisitoren, Terriser und andere rätselhafte Geschöpfe. Nachts beherrschen die Nebel das Land, kein Mensch traut sich in die dichten Schwaden.

Und in genau diese Welt wird die junge Vin hineingeboren, ein Mädchen, das sich mit seinem Bruder Diebesbanden anschließt um überhaupt überleben zu können. Gewalt und Elend gehören zu ihrem Leben wie das Atmen. Doch etwas mit Vin stimmt nicht, denn sie hat ihr "Glück", mit dem sie andere Menschen beeinflussen kann. Erst als Kelsier in ihr Leben tritt begreift sie, dass sie Allomantin (= eine Person, die aus verschluckten Metallen verschiedene Fähigkeiten "verbrennen" kann) ist. Oder besser gesagt: eine Nebelgeborene. Denn während normale Allomanten nur ein Metall verbrennen können und somit auf eine Fähigkeit beschränkt sind, kann ein Nebelgeborener sich aller Metalle bedienen. 

Vin wird von Kelsier in ein ganz neues Leben eingeladen. Ein Leben, in dem Freundschaft und Vertrauen tatsächlich von wert sind. Das kennt die junge Nebelgeborene noch nicht. Doch bald schon lernt sie ihr neues Leben zu schätzen, auch wenn sie so zum Teil eines gewaltigen Planes gehört. Denn Kelsier plant mithilfe seiner Bande den Umsturz des letzten Reiches und den Tod des gottgleichen Obersten Herrschers. Gemeinsam bauen sie eine Armee auf, zetteln eine Rebellion an und unterwandern die Adelshäuser. Doch wie sollen sie den Obersten Herrscher und seine furchteinflößenden Stahlinquisitoren bekämpfen? Und wie wird Vin sich entscheiden, die sich in einen Adligen verliebt? 

Meinung

Das Buch wurde mir von einer alten Schulkameradin empfohlen. Ich war schon zu Beginn ein wenig verstört :D Das Buch ist ein ganz schöner Brocken. Fast 1000 Seiten. Und ich hab ja doch noch so viel anderes zu lesen! Wie soll ich das schaffen. Und dann habe ich die ersten Seiten gelesen. Schwierige erste Seiten, denn ich musste erst einmal begreifen, was da vor sich ging. Allein die Idee, das jemand ein Metall verschluckt, dieses dann im Bauch verbrennt und daraus besondere Fähigkeiten zieht war... merkwürdig. Zum Glück gibt es am Ende des Buches ein Kurzglossar über die Metalle und ihre Wirkung! 

Als ich mich darauf einließ, eröffnete sich mir eine ganz neue Welt. Viele Fantasy-Ideen sind ja doch schon ausgelutscht, immer wieder aufgegriffen, usw. Brandon Sanderson gelingt es, etwas völlig Neues auf die Beine zu stellen. (Berichtigt mich, wenn es doch schon ähnliche Ansätze gibt!!) Ihm ist es gelungen, ein episches Werk auf die Beine zu stellen. Die Welt, die er beschreibt, ist einzigartig und auf bizarre Art und Weise fast schon bewundernswert, so trostlos sie auch ist. Und es gelingt ihm, zwei wichtige Hauptaspekte unter einen Hut zu bringen: Den Sturz einer zerstörerischen Diktatur und Freundschaft. Denn die Rebellion gelingt nur, wenn man einander vertraut und respektiert. Doch gerade das fällt zu Zeiten wie diesen schwer.

Alles in allem bin ich einfach froh, das Buch gelesen zu haben. Einige Stellen haben mich sehr traurig gemacht :D (Kennt ihr das, wenn ihr wegen traurigen Begebenheiten in erfundenen Geschichten weint wie ein Schlosshund? o.O) Aber das Buch ist faszinierend, ohne wenn und aber. Daher auch volle Punktzahl!




3. Juli 2014

Raum & Klang

am Donnerstag, Juli 03, 2014 0 Kommentare

Auf Instagram (Ziehharmonie) bin ich vor einigen Tagen auf eine schöne Challenge gestoßen. Bei den sogenannten mafflumomenten (@evamafflu) geht es diesen Monat um die Julijuwelen. Die heutige Aufgabe "Raum". Na schön, dachte ich mir. Was nimmt man dazu denn auf? Einen Lieblingsraum der Wohnung? Einen Freiraum in der Natur? Wie eng muss man den Begriff "Raum" denn sehen? 

Heute morgen habe ich Klavier gespielt. Das tue ich jeden Tag. Nicht etwa, weil ich übe oder weil ich etwas lernen möchte. Ich spiele, um mir Luft zu machen. Ich spiele traurige Lieder, um negative Gefühle zu bündeln. Ich spiele kraftvolle Lieder, um mir neuen Mut zu machen. Ich spiele fröhliche Lieder, um meiner guten Laune Ausdruck zu verschaffen. Von allen unbelebten Dingen dieser Welt ist mein Klavier mir das wichtigste.

Und dann kam mir der Gedanke: Ein Innenraum ist ebenfalls ein Raum. Und so nahm ich das obige Bild auf mit der Bildunterschrift:

Der Innenraum meines Klaviers,
in dem die Töne produziert werden,
die ich mit meinen Händen
 und meinem Herz hervorbringe. 

Ich bin mir nicht sicher, ob man das auch versteht, wenn man kein Instrument spielt. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob man es versteht, wenn man denn eines spielt. Für mich ist mein Klavier ein Freund, der nicht atmet und trotzdem singt. In dem kein Herz schlägt und doch bringt er Gefühle zum Tragen.



 

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