26. Oktober 2014

Shades of Grey 1: Geheimes Verlangen


Shades Of Grey - Geheimes Verlangen
Band 1
von E. L. James

608 Seiten
Goldmann Verlag
12,99 € (Taschenbuch)
Amazon

Inhalt

Anastasia Steele ist eine eher unscheinbare Literatur-Studentin, die bis dato ihr Herz noch nie verschenkte. Während ihre beste Freundin Kate eher vom Typ "Rampensau" ist, verkriecht Ana sich in die Welten der älteren englischen Literatur. Kate ist zudem die Chefredakteurin der Studentenzeitung. Im Rahmen der Abschlussausgabe möchte sie den attraktiven Selfmade-Millionär Christian Grey interviewen, doch gerade an diesem Tag liegt sie mit Grippe im Bett. Ana springt ein.

Bereits die erste Begegnung zwischen Ana und Christian ist prickelnd. Grey schafft es, dass sich die bis dahin jungfräuliche Ana in ihn verliebt. Doch Christian Grey ist nicht der Typ Mann, mit dem man kuschelnd vor dem Kamin sitzt und sich romantische Säuseleien ins Ohr haucht. Er hatte eine schwere Kindheit und ist gar nicht richtig fähig zu lieben, stattdessen hält er sich "Sexsklavinnen". Und eine solche soll Ana werden. Die unschuldige Anastasia verzaubert Grey sofort, es beginnt eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle. Ana wagt sich in die Welt des BDSM, ihm zu Liebe. Und er lässt sich auf ein bisschen "mehr" ein. Trotzdem steht immer wieder die Frage im Raum, ob sie es schaffen sich einander so anzunähern, dass tatsächlich etwas Stabiles und Dauerhaftes daraus wachsen kann.

Meinung

James vollführt eine regelrechte Grat-Wanderung zwischen schmierigem Erotikheftchen und romantischem Schnulzenroman. Ich müsste lügen wenn ich behaupte, dass mich die Geschichte von Grey und Anastasia kalt gelassen hat. Man fiebert natürlich mit. Und zwar für Ana, die sich in einen Mann verliebt, der gar nicht fähig ist zu lieben. Der es nicht einmal erträgt, wenn man ihn anfasst. Ein Mann, der Gefallen daran findet, einer Frau Schmerzen zuzufügen. Allerdings ist dieser Roman für jemanden wie mich (eher verklemmte Natur) schon auch eine Herausforderung. Die Sex-Szenen werden sehr schamlos und detailliert beschrieben. Im Zug, wenn jemand neben mir saß, habe ich es nicht gewagt dieses Buch zu lesen  :D Für mich war das einfach schon etwas zu erotisch, aber es ist ja nunmal ein Erotikroman... Was erwartet man?! Ich wusste ja, worauf ich mich einlasse.   An sich ist Shades Of Grey (zumindest der erste Band) eine x-beliebige Romantikschnulze nach dem Schema verliebtes Mädchen mit traumatisiertem Mann, nur eben dazu noch die BDSM-Schiene. Nichts Besonderes also. Aber trotzdem irgendwie so spannend, dass man es nicht so recht aus der Hand legen kann. Wer auf der Suche nach ein wenig Zerstreuung ist, ist hier genau richtig. 




15. Oktober 2014

Berlin, du bist so wunderbar....

Letzten Dienstag war es dann endlich soweit. Meine Mutti und ich traten unsere diesjährige Städtereise an, diesmaliges Ziel: Berlin. Zugegeben, ich war nicht begeistert. Ich kannte Berlin nur flüchtig, hatte jedoch keine besonders hohe Meinung von dieser Stadt. Sie erschien mir schon immer chaotisch, dreckig und die typische Berliner Mentalität sagt mir auch nicht zu. Nicht besonders förderlich: die meisten Berliner die ich kenne sind.... sagen wir mal unsympathisch. (Ausnahmen bestätigen die Regel!) 

Am Dienstag um 08.12 Uhr fuhr unser Zug los. Wir fuhren nach Jena und von dort in der 1. Klasse des ICE (toller Komfort und gratis Warm- und Kaltgetränke an Bahnhöfen mit Lounge, der Aufpreis lohnt!) nach Berlin. Wir kamen bereits um 11.18 an. Wir checkten im am Bahnhof gelegenen Intercity Hotel ein und begannen dann sofort damit, Berlin zu erkunden. Da bei der Hotelbuchung ein Nahverkehrsticket inklusive war, stiegen wir in die S-Bahn und gelangten so zur East Side Gallery.  Ein Stück Mauer, das von Künstlern bemalt wurde. Die Mauer selbst war (bis auf die Schmierereien) wirklich umwerfend. Die Bilder gefielen mir sehr gut und mit ihrem Bezug auf die DDR-Problematik regten sie wirklich zum Nachdenken an. Weiteres dazu bei den Bildern. Anschließend fuhren wir zu den Hackeschen Höfen. Nüchtern betrachtet einfach nur ein paar Hinterhöfe mit Läden, aber irgendwie so charmant, dass es wirklich einen Besuch wert ist! Wir liefen an der Humboldt Universität und Unter den Linden entlang. Monströse Bauwerke, für "eine vom Dorf" wie ich wirklich nur schwer zu fassen. Vollkommen erschöpft fielen wir am Abend in die Hotelbetten.

Am Mittwoch genossen wir das üppige (wenn auch in anderen Hotels schon bessere) Hotelfrühstück und dann ging es Richtung Museumsinsel. Da die Museen noch nicht geöffnet hatten, besuchten wir den Alexanderplatz mit der Weltzeituhr und Fernsehturm. Das kostete einiges an Überwindung, der Aufzug raste in die Höhe. Zudem wurden wir mit zig Menschen in den kleinen Aufzug gepresst. Aber das lohnte. Der Ausblick war überragend. Nach diesem Besuch ging es für uns ins Pergamon Museum. Ein Teil des Museums war leider wegen Bauarbeiten gesperrt, aber es lohnte trotzdem. Wer sich auch nur ein bisschen für Geschichte interessiert kommt hier gänzlich auf seine Kosten. Auch an diesem Tag fielen wir mit schmerzenden Füßen und müde ins Bett.

Der Donnerstag war nun schon leider unser letzter Tag, doch auch hier hatten wir wieder einiges vor. Wir liefen durch den Tiergarten am Schloss Bellevue entlang und gelangten so zur Siegessäule. Meine Mutti war erst dagegen, doch letztlich bestiegen wir diese. Das rächte sich später, da meine Füße danach nahezu Schrott waren. Aber die Aussicht war die Schmerzen wirklich wert. Von dort aus liefen wir dann weiter und erreichten so den Kurfürstendamm und das KaDeWe. Das war allerdings eher enttäuschend für uns. Eine Shopping-Meile wie in Hundert anderen Städten auch. Nix besonderes. Allein der Name rechtfertigt nicht den Besuch. Natürlich gab es das ein oder andere "Besondere". Aber in Zeiten des Internets, wo man ja eh per Klick jeden Tag alles bekommen kann, ist das eben einfach nichts Außergewöhnliches mehr. Leider. Wir haben verlernt zu staunen, glaube ich. Da sich das Ganze als eher nur von kurzer Dauer interessant herausstellte, hatten wir dann noch recht viel Zeit bis der Zug fuhr. Wir tranken an der Spree einen Kaffee und besuchten dann noch das Brandenburger Tor, ehe wir aus dem Hotel auscheckten.

Die Rückfahrt war beschwerlich. Der ICE bis Leipzig war super, doch dann mussten wir auf Schienenersatzverkehr zurückgreifen und dieser lief auch noch katastrophal ab. (Überfüllter Zug, wir mit unseren eh geschundenen Füßen standen, der Zug musste auf der Strecke 20 Minuten lang auf Gegenverkehr warten, man stand "kuschelnd" mit den anderen Fahrgästen.) Die Nerven waren am Ende. Mit einer Stunde Verspätung kamen wir dann aber endlich zuhause an. 

Zusammenfassend muss ich sagen: meine Vorurteile wurden bestätigt. In Berlin ist nahezu nichts idyllisch oder ruhig. Eine so laute und durchweg chaotische Stadt kenne ich noch nicht. Selbst Hamburg, München und Prag haben zentralgelegene und dennoch ruhige Orte, wo man einen Kaffee trinken, sich ausruhen kann. In Berlin sind die vielspurigen, stark befahrenen Straßen omnipräsent. An jeder einzelnen Sehenswürdigkeit, jedes Café, überall. Die Siegessäule umzingelt vom mehrspurigen Kreisverkehr, Bellevue an einer stark befahrenen Kreuzung. Es ist wirklich zum verrückt werden. Zudem ist die Stadt sehr dreckig und teilweise fast schon "ruinös". In manchen Stadtteilen herrschte, so glaubten wir, noch tiefste DDR. Unter Brücken roch es stark nach Urin, selbst in Touristengegenden. Denn die Obdachlosen fand man tatsächlich an jeder Ecke, egal ob abgelegen oder direkt neben dem Bundestag auf Bänken liegend. Natürlich hat jede Stadt ihre "Dreckecken", aber bei keiner ist dieses "Elend" so präsent wie in Berlin gewesen. 

Dennoch ist mein Bild von Berlin nachträglich ein positives. Denn Berlin hat wunderschöne Ecken und die Dynamik ist, wenn auch nicht auf Dauer, doch etwas Schönes. Etwas Eigenes. Man kann sich für ein paar Tage dem Trubel der Hauptstadt schon hingeben. Auf Dauer jedoch.... ich kann nach wie vor nicht verstehen, wie nahezu alle Leute die ich einmal kannte nach Berlin übersiedeln konnten.  Die Sehenswürdigkeiten und all das waren natürlich einfach atemberaubend schön. Die Gewaltigkeit ist schon wirklich beeindruckend und das sollte man auch gesehen haben.  Ich würde Berlin sofort wieder besuchen, es gibt noch vieles zu entdecken. 


East Side Gallery. Mein Lieblingsmotiv. 





Eine tolle Aufforderung in den Hackeschen Höfen.


Als großer Humboldt-Freund ein Muss: Alexander von Humboldt thront vor der nach ihm und seinem Bruder benannten Universität.

Das Holocaust-Denkmal. Leider ebenfalls von Imbissbuden und Straßenlärm umzingelt; den Opfern des Nationalsozialismus kann man auch würdevoller gedenken.

Atemberaubende Aussicht vom Fernsehturm.


Im Pergamon-Museum.

Hier ein "Museumsstück", bei uns jedoch durchaus noch oft auf den Straßen Thürigens anzutreffen.

Kanzleramt. Auf den Bänken an der Spree jedoch Dutzende Obdachlose.





3. Oktober 2014

Meine Lieben,

es tut mir unendlich Leid, dass ich schon so lange nichts von mir hören lasse. Irgendwie läuft es bei mir drunter und drüber! Seit Wochen reiht sich ein schlimmes Ereignis ans andere. Von der schweren Krankheit einer mir nahe stehenden Person über das Suchen meines entlaufenen Hundes, von den Klausuren über Krankheit des eigenen Pferdes. 

Ich hoffe, das bald alles wieder seinen normalen Gang geht. Ich habe einen SuB von über hundert Büchern :D Es gibt also theoretisch viel zu lesen und dann viel zu berichten.