7. Januar 2015

Stolz und Vorurteil

Jane Austens Roman Stolz und Vorurteil ist zweifelsohne eines jener Bücher, die man eigentlich mal gelesen haben sollte.Nachdem ich dieses wunderschön Exemplar in der Stadtbibliothek entdeckte, ließ auch ich mich in die Welt von Jane, Elisabeth, Darcy und Bingley entführen.

Die gebundene Ausgabe kostet 6,95 € bei Amazon.

Inhalt

Die Bennets sind ganz außer sich, als der wohlhabende Mr. Bingley, dessen Schwestern und der noch viel wohlhabendere Freund Mr Darcy in die Gegend ziehen. Zwischen der ältesten Bennet-Tochter Jane und dem freundlichen Bingley kommt es schnell zu ersten Annäherungen, während Darcy als übellaunig, hochmütig und allgemein unhöflich auffällt. Janes jüngere Schwester Elisabeth gerät jedoch immer wieder mit ihm aneinander, der Ärger über sein Verhalten nimmt weiter zu. Er scheint der unausstehlichste Mann der Welt. Erst recht, als Darcy nicht unwesentlich daran beteiligt ist, Jane und Bingley auseinander zu bringen. Ist Mr. Darcy wirklich so ein Ekel oder verschleiern Stolz und Vorurteil (hier im wahrsten Sinne!) ihr den Blick? 

Meinung

Der rote Faden des Buches scheint auf den ersten Blick die Liebe zwischen Bingley und Jane zu sein,wie sie einander kennen lernen, sich verlieben, auseinander getrieben werden und letztlich doch glücklich sind. Die wahre Hauptperson ist jedoch Elisabeth, die wahrscheinlich klügste Tochter der Bennets. Darcy und sie begegnen einander das erste Mal in Gesellschaft. Er ist zurückhaltend, eigenbrötlerisch und wenig einnehmend. Er, Sohn alten Landadels, weiß, dass er etwas Besseres ist als die naive und simple Mrs. Bennet. Er hält sich von der Familie fern, glaubt nicht, dass sie seiner würdig sind. Und Elisabeth? Sie ist zu stolz, um die Fehler ihrer eigenen Familie zu sehen und verteufelt Darcy, der sich in sie zu verlieben droht. Erster Höhepunkt des Romans ist Darcys Antrag an Lizzy, den sie einhergehend mit wildesten Anschuldigungen ablehnt. Erst Darcys darauf folgender Brief regt Elisabth zum Nachdenken an. Im Endeffekt erkennen beide ihre Fehler: Elisabeth war zu stolz, um Darcys berechtigte Einwände zu verstehen und Darcy hatte zu große Vorurteile, um sich auf Elisabeth und deren Familie einzulassen. Im Grunde haben diese Schwächen ihnen einander die wahre Güte und Wärme des jeweils anderen verborgen.

Der Roman ist lockerfluffig zu lesen. Man liest hier wirklich gern, will wissen wie es weitergeht. Der Roman ist sehr spannend und trotz der immensen Zeitspanne auch auf die heutige Zeit durchaus zu übertragen. Letztlich ist vor allem die Liebesgeschichte zwischen Darcy und Elisabeth für jede Romantikerin (und jeden Romantiker) ein absolutes Muss! 


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