12. März 2015

[Meinung] Warm Bodies

am Donnerstag, März 12, 2015
Leider bin ich ein totaler Film-Muffel. Ich weiß nicht warum, aber ich schaue viel zu selten welche. Dabei kamen gerade in den letzten Jahren soviele Filme raus, die mich eigentlich interessieren. Da ich zudem Amazon Prime und Maxdome zur Verfügung stehen habe, habe ich auf meine 101/1001 Liste (siehe Menü!) auch den Punkt geschrieben, dass ich 50 Filme schauen möchte. Den ersten habe ich gerade eben "hinter mich gebracht". Eine kurze Inhaltsangabe und meine Meinung zum Film findet ihr nun hier :) 

Worum gehts?

Warm Bodies kam 2013 in die Kinos und hat eine Länge von 97 Minuten. Nach einer Zombieapokalypse lebt der junge Zombie R auf einem Flughafengelände und fristet sein Dasein damit, herum zu laufen und Menschen zu fressen. Am liebsten Gehirne, denn so können die Zombies die Erinnerungen und Gefühle ihrer Opfer spüren. R ist anders als die anderen. Er denkt viel nach und versucht eigentlich, aus diesem unwürdigen Leben zu entfliehen, besser zu sein. Doch das ändert leider nichts an der Tatsache, dass er Menschenfleisch braucht um zu überleben. 
Eines Tages gehen er und einige "Freunde" auf Streifzug in die Stadt, sie haben Hunger. In einem Gebäude stoßen sie auf eine kleine Gruppe Menschen, die sich ins unsichere Gebiet begaben um Medikamente für die Menschen, die in einer Schutzzone leben, zu suchen. Darunter auch Julie, deren Freund Rob und einige andere Jugendliche und junge Erwachsene. R tötet Rob und frisst sein Hirn, sodass er auf einen Schlag so vieles über dessen Freundin Julie weiß. Das verängstigte Mädchen versteht nicht wie ihr geschieht, als R sie aus der Gefahrensituation schleust und in sein Zuhause, ein altes Flugzeug, bringt. 
Zu Beginn fürchtet sich Julie wahnsinnig, doch bald schon vermittelt ihr R in seiner primitiven Art, dass er ihr nichts tun möchte, sie vielmehr mag. Die beiden lernen einander kennen, vertrauen einander. Eine außergewöhnliche Freundschaft, die dazu führt, dass R Julie tatsächlich vor seinen Artgenossen schützt und letztlich sogar mit ihr flieht. Der Zombie (und einige seiner Artgenossen) beginnen, sich zu wandeln. Ihre Herzen schlagen, ihre Haut wird wärmer, die Adern treten zurück. Doch was bedeutet das? Können sie sich selbst heilen? Und wie werden die Menschen darauf reagieren, werden sie den Zombies überhaupt Gehör verschaffen und sie solange am Leben lassen, bis diese dazu Stellung beziehen können? 

R beginnt allmählich, sich in einen Menschen zurückzuverwandeln.

Meinung

Am Anfang fand ich den Film irgendwo ziemlich makaber. Man kennt ja doch viele Zombiefilme, die bedienen das ein oder andere Klischee. Und auch hier war am Anfang alles so, wie man es sich wünscht, ehe der große Held die Menschheit von den Zombies befreit. In Warm Bodies wird aber niemand von den Zombies befreit, diese werden vielmehr integriert. Denn sie verwandeln sich durch die Liebe und Zuneigung der Menschen zurück in lebendige Wesen. Sie bekämpfen den Virus, der in ihren Körper tobte, und beginnen ein neues Leben. 
Losgetreten wurde diese "Lawine" durch R und Julie. R verliebt sich in Julie und mit jedem Fünkchen Zuneigung, dass das Mädchen erwidert, wird er menschlicher. Und die anderen Zombies, davon merkwürdig berührt, beginnen sich an ihr früheres Leben zu erinnern. 

Ich finde, dass der Film eine wirklich schöne Aussage hat. Zudem ist er so richtig zum mitfiebern. Die ganze Zeit hofft man, dass die beiden nicht gefunden werden. Egal von wem. Die Zombies dürfen Julie nicht finden, die Menschen R. Man hofft einfach bis zur letzten Minute, dass alles gut ausgehen wird und sich auch für Julie und R alles zum Guten wenden wird. Die Schauspieler waren klasse. Nicholas Hoult als R finde ich wirklich grandios, da er Nuance für Nuance die Verwandlung authentisch darstellt, was sich in Mimik, Gestik, usw usf spiegelt. Natürlich haben hier auch die Visagisten großen Anteil gehabt. Aber Hoult stellt einfach diese schleichende, aber währende Verwandlung so toll dar. 


2 Kommentare:

Eponine hat gesagt…

Filme schaue ich mir seit vier Jahren nun ziemlich oft an. Da mein Liebster ein absoluter Filmfan ist und zum Glück auch Kunstfilme und alle möglichen Indiefilme und nicht nur die grossen Blockbuster schaut (Bruder, der Filmwissenschaften studiert hat sei Dank), schauen wir uns öfters fantastische Filme zusammen an. Alleine schaue ich aber wirklich fast nie einen Film. Vielleicht mal mit der Familie oder mit einer Freundin.
Aber Filmkritiken könnte ich nie schreiben. Toll, dass du es machst.

Herzchen
Livia

Bücher Diebin hat gesagt…

Ich möcht eigentlich immer viel mehr schauen, aber bei meiner Aufmerksamkeitsspanne einer Ameise ist das eher schwierig, mehr als ne Stunde die Gedanken bei einem Bild zu halten :D Aber wenn ich denn doch mal schau, kann ich ja meine Meinung genauso gut hier kundtun C:

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