22. April 2015

[Rezension] Steter Tropfen Blut - Normen Behr

am Mittwoch, April 22, 2015



Unbedingt in der Badewanne habe ich die erste Hälfte des Romanes verschlungen, bis das Wasser ganz kalt wurde. Ein Roman, den man wirklich kaum aus der Hand legen kann und will. 

Steter Tropfen Blut
Normen Behr

Indie-Roman
386 Seiten
eBook: 0,99 €
Taschenbuch: 10,94 €
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Da liegt ein Buch. Mitten auf der Parkbank. Schon ziemlich zerfleddert, niemand nimmt es mit. Nur Thomas Keller schenkt dem Roman seine Aufmerksamkeit, kann sich letztlich dazu durchringen es mit zu nehmen. Beginnt zu lesen darin und findet so manches merkwürdige Zeichen und die ein oder andere irreführende Notiz darin. Als Autor ist Tom natürlich gewillt, einem Buch mit besonderer Aufmerksamkeit gegenüber zu treten. Er selbst verfasst Fantasybücher und hat nun zum ersten mal ein Kinderbuch verfasst, Alex Aqua. Ein kleiner Junge, der superheldenmäßig unter Wasser atmen und nebenbei ein Held sein kann. Im krassen Kontrast steht das zu Thomas' erst kürzlich aufflammenden Aquaphobie. Auf das Flehen seiner Frau hin begibt sich Tom dann schließlich auch in Behandlung und kommt dabei seiner eigenen, geheimnisvollen Vergangenheit auf die Spur. Dabei ist diese auf den ersten Blick gar nicht so geheimnisvoll, vielmehr tragisch: Toms Familie kam bei einem Busunfall ums Leben. Doch warum tritt plötzlich Toms alter Psychiater wieder in sein Leben? Und warum spürt er eine weitere Persönlichkeit in seinem Kopf aufbegehren? Was hat es mit seiner Furcht vor Wasser wirklich auf sich?! 

Das Buch ist mit dem Genre "Psychothriller" überschrieben. Und "Steter Tropfen Blut" macht dem auch wirklich alle Ehre. Mir ist das Blut regelrecht in den Adern gefroren während der Lektüre. Der Autor versteht es, in einer sehr angenehmen Sprache die bedrückende Dunkelheit eines 14-jährigen Jungen heraufzubeschwören, dem unsagbares geschehen ist.  Dabei bietet der Roman die perfekte Mischung zwischen leicht zu lesender, spannender Lektüre und tiefgründiger, erschreckender Psychologie. Der Spannungsbogen ist optimal, auch wenn hier und da (besonders am Anfang) einige Passagen etwas langatmig erscheinen. Dieses Buch hinterlässt definitiv Gänsehautfeeling. Für Fans dieses Genres oder interessierte Leser ein absolutes Muss, alle Daumen hoch! 




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