17. April 2015

[Rezension] Teufel v. Markus Tillmanns

am Freitag, April 17, 2015

Teufel (Teil 1)
von Markus Tillmanns
CreateSpace Independent Publishing Platform
292 Seiten


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Autor als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Klappentext

Der Teufel ist hier!

Luzifer offenbart sich. Und die Welt ist geblendet. Journalist Tabarie berichtet für gewöhnlich über Lokalpolitik und Kleinkriminelle. Doch nun traut er seinen Augen nicht, als der Engel der Finsternis selbst erscheint und mehr und mehr Menschen dem Bösen verfallen. Kann Tabarie den Teufel noch aufhalten?
Der Journalist ermittelt in dem verzweifelten Versuch, Satans Plan zu durchschauen.
Aber was ist es, dass die Menschen so anfällig für das Böse macht? Warum sind sie so leicht verführbar?

Ein spannender Fantasy-Thriller, der uns entführt von den Türmen des Kölner Doms bis in die Gewölbe unter dem Vatikan.

Für alle, die immer schon sehen wollten, wie die Welt zum Teufel geht ...

Inhalt in meinen Worten

Tabarie ist eigentlich Lokaljournalist. Als jedoch ein Komet auf die Erde zurast und direkt auf den Kölner Dom zuhält, wird er zum Zeuge eines bahnbrechenden Erlebnisses und zugleich zum einzige Sehenden in einem Meer der Geblendeten. Der Komet entpuppt sich als der Engel Luzifer bzw. Satanael. Der Teufel also höchstpersönlich. Doch die Menschen verehren das geflügelte Wesen, sie versprechen sich von ihm die Erlösung. Aljoscha Tabarie bleibt jedoch skeptisch und gemeinsam mit seiner Kollegin Gül beginnt er, dem Teufel und seinen Anhängern auf die Schliche zu kommen. Dabei begibt er sich gleichzeitig auf eine Reise in seine eigene Vergangenheit, bzw. in die Vergangenheit seines verstorbenen Vaters.

Meinung

Ich gebe ganz ehrlich zu: zu Beginn war ich skeptisch. Ein Buch über Luzifer? Das hat die Welt doch schon mehr als häufig gesehen. Was also soll an diesem Roman nun anders, besonders sein? Doch bereits auf den ersten Seiten war ich positiv überrascht: da kam doch allen Ernstes ein Zitat aus Rilkes Duineser Elegien ins Spiel.  (Im übrigen habe ich dann unwillkürlich das gesamte Werk über immer wieder an Rilkes Werk denken müssen!) Und so setzt sich das im gesamten Roman fort: den einzelnen Kapiteln sind sehr intelligente, ins Schwarze treffende Zitate vorangestellt. Allein das hat mir bereits außerordentlich gefallen. 
Die Handlung hat Hand und Fuß. Wir haben es hier nicht mit einer 0815-Fantasynummer zu tun. Der Autor hat vielmehr tiefsinnige und intelligente Gedanken in eine erschreckende Parallelwelt verlegt. Ich glaube es ist sehr selten, dass ein Fantasyroman so zum Nachdenken über die Realität anregt - von daher: Hut ab! 
Sprachlich hat mir der Roman ebenfalls gut gefallen. Kurze, prägnante Sprache. Angenehm zu lesen. Hier und da vielleicht einmal eine kurze Stolperstelle, aber das hat man ja doch immer mal. Irritiert hat mich allein die Erwähnung realer Personen wie Maischberger, Merkel und co. Ich persönlich bin kein Fan davon, aber kann man machen. Das ist Geschmackssache. 

Bewertung

Zu Beginn der Lektüre war ich bei etwa drei Sternen. Toller Roman, aber nichts Besonderes. In der Mitte des Romanes tendierte ich dann schon zu vier Punkten, weil mir die Sprache und Handlung mittlerweile richtig gut gefiel und das Buch mich in seinen Bann zog. Und nun bin ich bei fünf Sternen angekommen, weil es Tillmanns so herrlich gelingt unserer Realität einen Spiegel vorzusetzen, dessen Bild er mit ein paar fantastischen Elementen würzt.  Ich freue mich bereits jetzt tierisch auf den zweiten Teil und hoffe, dass der Autor uns nicht all zu lange zappeln lässt :) 


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