17. Juni 2015

[Kurzrezension] Das Handbuch der Dämonenkunde

am Mittwoch, Juni 17, 2015

Jan Viebahn - Das Handbuch der Dämonenkunde - Front - PrintformatAus dem Bundesamt für magische Wesen: Das Handbuch der Dämonenkunde
von Jan Viebahn

Indie, Selfpublisher
82 Seiten
erschien 2015

Inhalt & Meinung

Was ist denn das? Dieses Buch erweckt aufgrund des Layouts sofort den Eindruck, ein offizielles Dokument der Bundesregierung zu sein. Dass man damit weit fehlt, zeigt natürlich das spinnenartige Scheusal auf dem Cover. Jan Viebahn liefert mit diesem leider nur 82 Seiten umfassenden Büchlein eine urkomische Übersicht verschiedener Dämonen. In eine kleine Rahmenhandlung eingebettet, finden wir verschiedene Lexikoneinträge. Diese beinhalten meist eine äußere Beschreibung, eine Beschreibung der Gattung, sowie Gefährlichkeitsgrad und andere nützliche Details gespickt mit erheiternden Anekdoten rund um Blumeus Erdbeerus Schnappzutitus und co. Das klingt auf den ersten Blick natürlich nach allerlei witzigen Klamauk. Ist es aber nicht. Jan Viebahn ist es gelungen, einen deutlich satirischen, gesellschaftskritischen Unterton in seiner fantastische Dämonenkunde unterzubringen. Viele der Dämonen sind auch mir schon im Alltag begegnet und - ich gebe es ganz reumütig zu - ein Teil von ihnen schlummert auch in mir. Noch zu nennen wären die herrlichen, liebevollen Illustrationen im Buch, die wir laut Dankestext Timo Kümmel zu verdanken haben. Besonders die Zeichnung des Gigglers würde ich mir sofort gerahmt an die Wand hängen! Eine super schöne Veranschaulichung. 

Alles in allem ein sehr lustiges (man schmunzelt andauernd!), aber auch intelligentes (man nickt auch andauernd!) Büchlein. 

2 Kommentare:

loralee hat gesagt…

Hallo,
wie schön, ich habe auch einen Viebahn am Start. Aber an das Dämonenhandbuch habe ich mich nicht getraut. Es ist ja nicht einfach, humorige Bücher zu schreiben, ohne albern zu wirken. Das scheint ja hier geklappt zu haben. :-)
Lieben Gruß
loralee

Bücher Diebin hat gesagt…

Genau das habe ich am Anfang auch befürchtet. Sowas driftet ja gern ungewollt ins Lächerliche ab. Aber Viebahn hat hier teilweise eine so herrliche Gesellschaftskritik eingestreut, dass das Buch tatsächlich eher als gut gelungene Satire anzusehen ist. Das hat mich selbst auch sehr gefreut und überrascht :) Ich habe noch zwei weitere Bücher von ihm hier liegen und freue mich jetzt schon richtig darauf.

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