7. Juni 2015

[Rezension] Dark Hope

am Sonntag, Juni 07, 2015
Dark Hope: Gebieter der Nacht
Vanessa Sangue

Egmont LYX.digital
383 Seiten

Inhalt

Als Empathin ist Hailey die perfekte Besetzung für den Berater-Job am TLH, The Last Hope. Das TLH regelt das Zusammenleben zwischen Menschen und übernatürlichen Wesen seit der Wende, als das "magische Volk" in die Öffentlichkeit getreten ist. Mit ihren Fähigkeiten ist es Hailey gestattet, anderen ihren Schmerz zu nehmen. So betreut sie z.B. die Opfer von Gewaltverbrechen. Als sie eines Morgens am TLH ankommt, wartet bereits ein neuer, sehr brisanter Fall auf sie. Diesmal soll sie als Vermittlerin einspringen, zwischen niemand geringerem als dem Rudel Gestaltwandlerwölfe und dem Vampirclan. Eine tote Wölfin wird auf dem Gebiet der Vampire gefunden und es ist nun an Hailey, einen bevorstehenden Krieg zu verhindern. Einfacher gesagt als getan, denn Hailey spürt diese unglaubliche Anziehungskraft zum Anführer der Vampire, Kyriakos. Und dann verschwindet auch noch eine weitere Wölfin. Hailey muss bis an ihre Grenzen gehen, um diesen Fall zu lösen. Und ganz nebenbei muss sie ergründen, was es mit dieser besonderen Anziehungskraft zwischen dem Vampirkönig und ihr auf sich hat.

Meinung

Das Debüt von Vanessa Sangue hat mich wirklich umgehauen. Ich gebs ja zu, ich liebe Geschichten wie diese: eine Brise Kriminalfall, eine Brise Romantik, eine Brise Übernatürliches. Das ist für mich die perfekte Mischung. Mit  ihrem Roman Dark Hope ist es Vanessa Sangue gelungen, einen durch und durch spannenden Roman mit genau dieser Mischung zu schreiben. Die Charaktere sind greifbar und haben ihre Ecken und Kanten. Besonders positiv ist mir Kyriakos dabei aufgefallen. Bei ihm wird das erzählerische Talent der jungen Autorin besonders sichtbar. Ihr gelingt es mit Bravour, die verschiedenen Facetten des sonst eher unterkühlten Vampirs zu umschreiben. Die Stellen, wo er sich vor Glück wie ein kleiner Junge benimmt, sind wirklich herzerwärmend. Ich persönlich fand das auch durchaus realistisch (sofern man bei einem Vampirroman davon sprechen kann :D).
Die Geschichte selbst war in sich logisch und schlüssig, der Erzählstil flüssig und gut. Hier und da sind mir klitzekleine Wortwiederholungen, bzw. minimale Fehler aufgefallen. Aber das kann passieren. Besonders schön fand ich auch, dass dieses Buch an vielen Stellen zum Schmunzeln einlädt. Besonders witzig fand ich folgende Stelle: Hailey und ihr bester Freund, der Jaguargestaltwandler Trace, werden aufgehalten, weil eine Empfangsdame (oder etwas ähnliches) sich von der sexy Raubkatze komplett aus der Bahn werfen lässt. Hailey weiß die Situation geschickt zu lösen:

Mit einem wütenden Schnauben schlug Hailey Trance auf den Arm, was ihr einen verwirrten Blick von ihm und Blondchen einbrachte. "Baby! Du hattest mir versprochen, nicht mehr mit anderen Frauen zu fliren!" Hailey zog einen herzzereißenden Schmollmund und stemmte die Hände in die Hüften. "Ich bin schwanger von dir, verdammt noch mal!" Schniefend drehte sie sich wieder zu dem Blondchen um, das sie mit weit aufgerissenen Augen anblickte.

Für Fantasy-Freunde ein absolutes Muss, finde ich. Vanessa Sangue erinnert ein bisschen an Nalini Singh, ohne aber wie ein Abklatsch zu wirken. Absolut top!


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