16. August 2015

Jan Viebahn: Schwarzes Licht

Schwarzes Licht
Jan Viebahn
Indie-Veröffentlichung
348 Seiten
9,80 €

Inhalt

Johann Kernost ist ein ganz gewöhnlicher, solider junger Mann. Er hat eine Frau und einen Hund. Arbeitet als Übersetzer. Und auch sonst ist er ein ziemlicher Durchschnitsstyp. Bis er sich plötzlich als Tark (=Dämon) in einer fremden Welt wiederfremdet, fremdgesteuert und somit eine tickende Zeitbombe. Er soll als Wunderwaffe des Dunkelreiches gegen das Kaiserreich dienen, doch den gutmütigen Menschen gelang es durch einen Kniff, wenigstens ein bisschen das Ruder herum zu reißen. Der Dämon mit der Seele Johanns findet schnell Anschluss, vor allem Farkan - ein Paladin - wird ihm ein guter Freund. Nun jedoch müssen die Freunde den Talisman, der Johann kontrollieren kann, in ihre Gewalt bringen, ehe jemand den bluthungrigen Dämon in Johann beschwören kann. Es beginnt ein Wettlauf mit den bösen Mächten der Dunkelmenschen und Orks. 

Meinung

Schwarzes Licht ist ein Roman ganz im Sinne klassischer Fantasy ála Tolkien. Orks. Magier. Dunkelmenschen. Elben. Dämonen. Die Idee, die hinter dem Roman steht, ist fesselnd und gut durchdacht. Und vor allem: sie ist eigensinnig. Und das meine ich nicht negativ. Bei vielen Romanen hat man das Gefühl: das habe ich doch schon 100 Mal gelesen. Hier nicht. Diese Vermischung aus Realität und Fantasy und vor allem die Idee, die Seele eines Otto-Normal-Menschen in den Körper eines Dämonen zu versetzen, finde ich sehr, sehr gelungen. Und Viebahn setzt das klasse um. Johann trifft zu Beginn auf ganz normale Probleme: Er spricht nicht die Sprache der Menschen. Nur allmählich lernt er diese und kann sich so immer besser verständigen. Und das Vertrauen muss sich der Dämon auch hart erarbeiten. Insgesamt wirkt die Geschichte in sich schlüssig und lässt sich super lesen. 

Sprachlich musste ich jedoch hier und da etwas mäkeln, so leid es mir tut. An manchen Stellen wirkt die Sprache doch all zu gewöhnlich und einfach, Wiederholen kommen ebenfalls hier und da vor. Das hat dem Roman leider die volle Punktzahl verübelt. Da es sich jedoch um einen packenden, spannenden, und sonst wunderschön geschriebenen Fantasy-Roman handelt gibt es vier Punkte :) 


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