28. Juli 2015

Gemeinsam Lesen

am Dienstag, Juli 28, 2015 2 Kommentare



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese After Passion und bin auf S. 547.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Hardin fachsimbelt noch kurz mit Mr. Vance über ein Football-Spiel und geht dann.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Letzte Woche hatte ich dieses Buch ja bereits mit dabei beim Gemeinsamen Lesen und da kamen viele negative Rückmeldungen. Allgemein ist die Meinung zu diesem Buch ganz offensichtlich mehr als geteilt. Ich selbst hab auch hier und da überlegt, ob ich es denn nun mag oder nicht oder doch und wie dann genau. Und mit diesem Buch ist es fast wie mit Hardin und Tessa: man kommt nicht voneinander los, obwohl es irgendwo ja doch nicht funktioniert :D Die Sprache ist mittelmäßig, die Geschichte schon 100 Mal dagewesen. ABER diese Geschichte und die Art, wie Anna Todd sie uns erzählt, zieht einen in seinen Bann. Da kann man machen was man will. Man fiebert und fiebert und fiebert. Ein Kapitel, noch eins, nur noch eins, wie gehts denn jetzt weiter? Das ist der reine Wahnsinn. Zu den ganz großen Perlen unserer Zeit gehört das Buch sicher nicht, aber als Zerstreuung für romantische Herzen ist es auf jeden Fall 1a. 

4. Wie macht ihr es wenn ihr 10 Bücher habt, und euch einfach nicht entscheiden könnt, was euer nächstes Buch wird? (Frage von Nicole-Katharina)
Mh... zuerst schaue ich, woher ich die Bücher habe: eigenes Buch, Bibliothek, Rezensionsexemplar. Die Rezi-Exemplare lese ich dann zuerst, und da dann nach der Reihenfolge wie ich sie erhalten habe. Danach kommen die Bücher aus der Bücherei, da entscheide ich dann welches Buch zuerst zurück muss. Und die eigenen stelle ich ganz hinten an. Wenn nun alle Bücher in etwa in die selbe Gruppe fallen, zieh ich mir einfach eines nach Zufallsprinzip heraus.

27. Juli 2015

Montagsfrage: Hast du bevorzugte Verlage, bei denen du dich gerne nach neuem Lesestoff umschaust?

am Montag, Juli 27, 2015 4 Kommentare

Nein, das habe ich nicht. Es gibt zwar bei den Büchern, die ich gerne lese, Verlage, die außergewöhnlich oft vertreten sind :D Aber im Normalfall schaue ich nicht danach. Das ergibt sich dann eher. Der Egmont Lyx Verlag z.B. In diesem Verlag erscheinen sehr viele der Bücher, die ich mag. Aber so recht einen Lieblingsverlag oder einen bevorzugten Verlag - nein, das habe ich nicht.

21. Juli 2015

Gemeinsam Lesen

am Dienstag, Juli 21, 2015 10 Kommentare



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese After Passion und bin auf S. 96.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Das Frühstück mit Noah und meiner Mutter verläuft zäh.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Die After-Reihe wird ja schon ganz schön krass gehyped. Bis jetzt versteh ichs noch nicht so ganz, muss aber zugeben: Das Buch zieht einen schon in seinen Bann. Ich les eigentlich nicht so viel am Stück oder so, aber dieses Buch  habe ich gestern Abend begonnen und konnte es - obwohl  ich schon lange hab schlafen wollen - nicht aus der Hand legen können.

4. Plant ihr euren Lesemonat (oder z.b. Lesesommer) und erreicht ihr eure Ziele dann auch, oder lest ihr immer das, worauf ihr gerade Lust habt?
Naja... richtig planen tue ich nicht. Allerdings hab ich viele Bücherei-Bücher und Rezensionsexemplare, sodass ich schon weiß was ich in etwa lesen muss. Außerdem nehme ich an diversen Challenges mit Monatsaufgaben teil, auch das bestimmt natürlich meine Leseplanung für einen Monat.

20. Juli 2015

[Rezension] Wolfgang Herrndorf - Arbeit und Struktur

am Montag, Juli 20, 2015 0 Kommentare
Arbeit und Struktur
von Wolfgang Herrndorf
Rowohl, Berlin
2013
448 Seiten

Worum geht es?

Der deutsche Autor, der durch seinen Jugendroman Tschick bekannt wurde, erhielt 2010 die Diagnose Krebs. Ein Hirntumor fraß sich durch seinen Kopf. Arbeit und Struktur war im ursprünglichen Sinne kein Buch, sondern der Tagebuchblog des Autors, Erst posthum wurde das (sozusagen) Tagebuch des Autors, das er durch die schweren Phasen seiner Erkrankung hindurch führte, veröffentlicht. In Arbeit und Struktur beschreibt Herrndorf schonungslos all das, was ihn beschäftigt. Wie es sich anfühlt zu sterben. Zu wissen, dass man stirbt. Der Verlust vom Sprachvermögen, von Koordination, von Motorik. der Autor nahm sich im August 2013 das Leben.

Meinung

Ich wurde zufällig auf Herrndorf aufmerksam. Im Literaturkritik-Seminar der Universität stellte eine Kommilitonin Isas Geschichte "Bilder deiner großen Liebe" vor. Ich interessierte mich sofort für mehr und las dann auch Tschick. Nun also habe ich das Tagebuch des krebskranken Autors gewählt und es hat weh getan, es zu lesen. Es war faszinierend, traurig, schockierend, bewegend, mitreißend, verzweifelnd, und so vieles mehr. Wir haben es hier mit keinem erdichteten Roman über Krebspatienten zu tun. Es spricht ein begabter deutscher Autor, der wegen des Verlusts des eigenen Sprachvermögens regelrecht panisch wird. Herrndorf schreibt den Blog nicht um zu gefallen oder Preise zu gewinnen, Geld zu verdienen. Er schreibt weil er einer ganz einfachen Philsophie folgt: ich schreibe, also bin ich. Und so bietet das Schreiben an Isa, Tschick und dem Blog ihm die nötige Struktur und den nötigen Halt, um mit seinem Schicksal fertig zu werden. Neben seinen Freunden, die sich rührend um ihn kümmern, hilft ihm das Schreiben.

Ich bin zutiefst bewegt von diesen Worten, die der Autor die letzten Jahre seines Lebens "zu Papier" gebracht hat. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus. Wir haben einen - meiner Meinung nach - der ganz großen deutschen Autoren unserer Zeit verloren. Dieser Blog ist wie ein Grabstein, der ihm zu Ehren steht.


19. Juli 2015

[Rezension] Wladimir Kaminer: Coole Eltern leben länger

am Sonntag, Juli 19, 2015 0 Kommentare
Coole Eltern leben länger
von Wladimir Kaminer
Wilhelm Goldmann Verlag, München
erschien: 2014
gebundene Ausgabe: 304 Seiten

Rezension

Ganz passend zu diesen Erzählungen Kaminers, lernte ich den Autor in den wilden Jahren meiner Teenager-Zeit kennen. Obwohl ich heute Germanistik studiere, blieb damals nicht viel im Deutschunterricht hängen. Eines hingegen schon: Die absolute Leseempfehlung der Deutsch-Leistungskurs-Lehrerin. Lest Kaminer, hat sie gesagt. Der ist witzig, hat sie gesagt. Und weil sie das gesagt hat, habe ich mir ein erstes Buch des deutschrussischen Autors besorgt. Es blieb nicht bei einem.

In diesem Buch erzählt Wladimir Kaminer vom Leben mit zwei pubertierenden Teenagern und deren wunderlichen Freunden. Wie man es von ihm gewohnt ist, schreibt Kaminer absolut amüsant und ich gestehe, ich selbst, der Teenagerzeit noch nicht lange entwachsen, habe mich so oft in seinen Erzählungen wiedererkannt. Besonders interessant und lobenswert an diesem Buch finde ich, dass er in lustigen Kurzerzählungen aus seinem Alltag mit seinen Kindern Nicole und Sebastian erzählt, dabei aber hier und da sehr ernste Gedanken, die zum Nachdenken anregen, einwebt. Zudem zieht der Autor stets den Vergleich zu der Sowjetunion, in der er selbst und seine Frau Olga aufwuchsen. Auch das ist natürlich sehr spannend zu lesen. Gerade wenn die eigenen Eltern wenn schon nicht aus Russland, so doch zumindest aus dem "Sozialismus" stammen. 

Das Buch kann meiner Meinung nach von allen Zielgruppen gelesen werden. Kaminers Humor richtet sich sowohl an die verzweifelten Eltern, als auch ihre halbstarken Nachkommen.  Mit seinen knapp 300 Seiten lesen sich die in kleinen Kapiteln zusammen gefassten Kurzgeschichten rasch und man gewinnt schnell einen Einblick in das wilde Treiben innerhalb der Familie Kaminer. Ein absolut lesenswertes Buch! 


9. Juli 2015

[Rezension] Die Farbe Lila

am Donnerstag, Juli 09, 2015 2 Kommentare
Die Farbe Lila
von Alice Walker
Bastei Lübbe
272 Seiten

Inhalt

Die junge Afroamerikanerin Celie wird bereits als junges Mädchen von ihrem Vater missbraucht, die so entstandenen Kinder werden ihr weggenommen. Sie wird gezwungen einen Mann zu heiraten, den sie nicht liebt. Ihr einziger Halt, Schwester Nettie, verschwindet ebenfalls aus ihrem Leben. Celie hat nichts. Sie lebt in ständiger Angst vor ihrem Ehemann und muss sich um dessen Kinder kümmern. Ihr Leben verändert sich jedoch, als Shug Avery, eine Sängerin und Geliebte ihres Mannes, in das Leben der jungen Schwarzen tritt. Es entwickelt sich eine innige Freundschaft zwischen den beiden Frauen, die sich zu einer romantischen Liebe steigert. Gestärkt durch die Liebe Shugs gelingt es Celie, sich zu emanzipieren und sich selbst ein Leben aufzubauen, in dem das Wörtchen "Glück" tatsächlich kein Fremdwort mehr ist. 

Meinung

Die Farbe Lila ist ein Briefroman. Zu Beginn wendet sich Celie stets an Gott, bespricht mit ihm ihren Alltag.  Als Nettie durch Zufall wieder in Celies Leben tritt, werden dem Leser die Briefe beider Schwestern geboten, die sich jedoch nicht aufeinander beziehen da sie zeitversetzt sind bzw. nicht ankommen. 

Inhaltlich handelt es sich um eine unglaublich berührende Geschichte, die hier und da zu einer feministischen Utopie neigt. Celie kann sich erst durch die Stärke und Liebe einer Frau von den Missständen der Männer befreien. In anderen Rezensionen wurde dieser Feminismus angekreidet. Ich bin sonst kein Fan von so etwas, im Roman fiel mir das jedoch kaum auf. Die Lebensgeschichte Celies stand mit all seinen Aspekten im Vordergrund: Inzest, das Leben als Afroamerikaner unter Weißen, als Frau unter Männer, und und und.  Dass nun gerade die Liebe zweier Frauen zu einer Verbesserung der Lebensqualität führt empfand ich nicht als aufdringlich, eher als logische Konsequenz aus Celies bisherigen Erfahrungen mit Männern.

Sprachlich war ich fasziniert. Zu Beginn sind Celies Briefe kaum zu lesen, gespickt von Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Die Briefe sind sehr alltagssprachlich gehalten und entsprechen dem Niveau einer Schwarzen, der nach den ersten Kindern der Besuch der Schule verboten wurde. Tatsächlich aber entwickelt sich Celie nicht nur als Person, ihr Voranschreiten schlägt sich auch darin nieder, wie sie schreibt. Das hat mir sehr gut gefallen! 

Die Personen im Roman sind sehr vielfältig. Zum einen haben wir Celie, die in Angst lebt und tut, was der Mann ihr sagt. Shug ist das genaue Gegenteil, sie begehrt auf und verhält sich wie ein Mann. Sofia, die Schwiegertochter Celies, ist eine resolute Frau die sich von ihrem Ehemann Harpo nichts sagen lässt. Harpo hingegen ist unsicher und versucht sich seine Frau mit Gewalt zu Willen zu machen. Da Sofia darauf jedoch aggressiv reagiert und ihn letzten Endes sitzen lässt, beginnt Harpo zu verstehen. Und selbst der Ehemann Celies, der im gesamten Roman nur Mr.---- genannt wird, durchläuft eine ähnliche Entwicklung. Zum Schluss des Romans erkennt er Celies Wert an und aus den einstigen verhassten Ehepartnern werden ehrliche Freunde. 

Der Roman umfasst das gesamte Leben Celies und zu Teilen auch das ihrer Schwester und anderer Familienmitglieder. Alles in allem ist Die Farbe Lila ein sehr berührendes Buch, das über die damalige Situation schwarzer Frauen aufzuklären vermag. Der Roman steht nicht umsonst auf  vielen Listen mit Büchern, die man angeblich gelesen haben muss. Hier schließe ich mich der Meinung an. Der Roman ist kurzweilig und schnell zu lesen. Die Geschichte ist packend und fesselnd und bietet den Einblick in eine Situation, die uns sehr fremd erscheint.



6. Juli 2015

Montagsfrage

am Montag, Juli 06, 2015 2 Kommentare


Welche Rolle spielt beim Buchkauf der Preis für dich?

Wenn ich ehrlich sein darf: keine. Das liegt vor allem daran, dass ich ganz, ganz selten Bücher kaufe.  Ich beziehe meinen Lesestoff zu 99% aus der Bücherei. Die Fülle an Büchern, die ich lese, könnte ich weder finanziell noch vom Platz her kaufen. Deswegen kaufe ich tatsächlich nur die Bücher, die mir beim ersten Mal Lesen so gut gefallen haben, dass ich sie besitzen und (immer) wieder lesen möchte. Und wenn mir ein Buch so gut gefällt, dass ich es in meine "Privatbibliothek" aufnehme, ist für mich der Preis eher nebensächlich. Ein anderes Thema sind Bücher, die ich für die Universität kaufen muss. Wobei ich die Preise, die aktuell auf dem Buchmarkt herrschen, auch absolut vertretbar finde. Hinter so einem Buch steckt schließlich viel, viel Arbeit und es stehen auch viele Arbeiter dahinter, die am Monatsende ihren Lohn für die Familie mit heimnehmen möchten. Besonders bei eBooks finde ich die Preise ehrlich gesagt oft zu niedrig.
 

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