7. März 2016

Bist du jemand, der seinen Buchbestand regelmäßig ausmistet, oder behältst du lieber alle deine Bücher?


"Welcher Buchbestand?!", frage ich mich da sofort. Denn - ich gebe es zu - ich besitze sehr wenige Bücher, zumindest als Angehörige der Gattung Leseratte. Wie einige von euch wissen, bin ich eingefleischte Bibliotheks-Benutzerin. Schon im Kinderwagen wurde ich mit in die hiesige Stadtbücherei genommen. Und so hat sich das auch mein Leben lang fortgesetzt. Einmal im Monat werden neue Bücher besorgt, bzw. verlängert. Ich bin mittlerweile in zwei Stadtbüchereien angemeldet. Ich kaufe selten selbst Bücher, vor allem keine "Alltagslektüre". Die nehmen schlichtweg nur unnötig Platz weg (ich verkaufe ungern weiter), kosten Geld und stauben ein. 

Es gibt daher nur einige wenige Bücher, die tatsächlich mir gehören und hier herumstehen. Es handelt sich dabei um Bücher folgender "Kategorien":

Geschenke. Bücher, die ich zum Geburtstag, Weihnachten oder zu anderen Anlässen geschenkt bekommen habe. Und Geschenke gebe ich ehrlich gesagt nicht wieder her. Die haben bei mir ein Ehrenplätzchen verdient, da ich - wenn - ohnehin nur wahre Schätze geschenkt bekomme und keine "0-8-15"-Bücher, da all meine Verwandten wissen, dass ich mir die genauso gut in der Bibliothek besorgen kann. 

Rezensionsexemplare. Diese behalte ich prinzipiell, schon allein, da weiterverkaufen nicht gestattet ist. Diese räume ich, wenn sie mir nicht gefallen haben, allerdings weg - sonst nehmen sie bei meinem 12m²-Zimmer einfach zuviel Platz weg.

Fachbücher. Fachbücher mein Studium betreffend. Und diese kommen ebenfalls nicht weg, da sie ständig in Gebrauch sind. Man muss irgendwie immer etwas nachschlagen. Selbst in Büchern des ersten Semesters.

Selten aber wahr: selbstgekaufte Bücher. Bücher, die ich gerne immer und immer wieder lese, kaufe ich mir. Das sind meist Bücher, die ich zuerst in der Bücherei für mich entdeckt habe und sie dann unbedingt selbst haben wollte, um immer wieder in ihnen lesen zu können. Oder Bücher meiner Lieblingsautoren. Diese kaufe ich auch und "sammle" sie. 

Wie ihr seht, halte ich meinen Buchbestand ohnehin überschaubar. Alles, was ich ganz alltäglich lese, gehört nicht mir und wird spätestens nach drei-vier Monaten zurück in die Bibliothek gebracht, um nicht einzustauben und Platz weg zu nehmen. Ich habe festgestellt, dass dieses "Bibliotheksverfahren" zumindest in einigen Facebook-Gruppen, denen ich angehöre, verpönt ist. Ich muss aber ehrlich gesagt zugeben, dass ich nichts Verwerfliches darin sehe, mir Bücher zu leihen, die ich ohnehin nur einmal im Leben für ein paar Tage in die Hand nehmen werde.

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    das nenne ich Disziplin. Ich bin auch mit Büchereien aufgewachsen, aber da ich doch recht speziell lese (Fantasy) und das nicht immer in der Bibliothek verfügbar ist, kaufe ich doch recht viel selbst.

    Mein Beitrag

    lg
    Marie

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