18. März 2016

Mary Higgins Clark: Gnadenfrist

am Freitag, März 18, 2016

Die Bücher von Mary Higgins Clark begleiten mich schon sehr lange. Als Teenager habe ich viele Bücher der Autorin verschlungen. Nun, nach langer Pause, habe ich mit Gnadenfrist wieder zu ihr gefunden und auch Gnadenfrist habe ich kaum noch aus der Hand legen können.   Das Buch erschien erstmals 1988. Die mir vorliegende Ausgabe erschien im Heyne Verlag und umfasst 250 Seiten. 

Steve, ein Journalist, und sein Sohn Neil haben eine schwierige Zeit hinter sich. Steves Frau wurde von einem Mörder im Haus überrascht und mit ihrem Schal erdrosselt. Der junge Neil fand seine Mutter und sah dem Mörder in die Augen, ehe dieser die Flucht ergriff. Erst Jahre später kämpft sich Steve zurück ins Leben, an seiner Seite nun die junge und schöne Sharon Martin. Doch die Beziehung leidet unter Spannungen, denn Steve ist Befürworter der Todesstrafe, Sharon Gegnerin. Besonders der Fall von Ronald Thompson beschäftigt die Gemüter, denn er ist der Mörder von Steves Frau - oder?!
Kurz vor der Hinrichtung des jungen Mannes scheint sich jedoch der Alptraum zu wiederholen, als ein Entführer namens Foxy Neil und Sharon entführt und mit einer Bombe in einen kalten und nassen Verschlag sperrt. Und Plötzlich tickt die Uhr. 

Schnell verfiel ich wieder in mein altes "Clark-Fieber". Der Roman war von der ersten Seite an spannend und ich fand schnell in die Geschichte ein. Teilweise erschienen mir einige Passagen... nicht zeitgemäß. Ich war irgendwie mit der Erwartung heran gegangen, es hier mit einem modernen Buch zutun zu haben. Tatsächlich erschien Gnadenfrist bereits erstmalig in den 70ern. Das merkt man dem Roman kaum an. Nur stellenweise kommen Fragen auf, wenn es zum Beispiel um veraltete Technik geht. Ansonsten hätte die Geschichte auch gut und gerne zeitgenössisch sein können. 
Der Fall ist spannend und von Clark super beschrieben. Sie wechselt rasch die Perspektiven und beleuchtet den Fall so von wirklich vielen Blickwinkeln, was es unglaublich spannend macht und es fühlt sich an, als würde ein Puzzle nach und nach aneinander gefügt. Ein bisschen wie ein Mosaik. Das mag nun vielleicht ein bisschen chaotisch klingen, ist aber ganz im Gegenteil sehr schön nachvollziehbar und angenehm zu lesen. Die Personen sind dem Leser rasch sympathisch, Sharon erobert die Herzen der Leser durch ihre liebevolle und kluge Art, mit dem an Asthma erkrankten Neil in dieser Extremsituation umzugehen. Für mich ein absolut gelungener Roman und ich werde mir sicher bald wieder einen Roman der Autorin besorgen. 

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