23. März 2016

Moduleinschreibung. Ein Trauerspiel.


Was bisher geschah....
Montag. 21. März 2016. Auf der Seite der Universität Leipzig prangt groß und unübersehbar: Achtung! LogIn einiger Studenten funktioniert nicht. Belegung verschoben. Bitte umgehend melden. Hastig loggte ich mich ein und erkannte mit einem Erleichterungsseufzer: du gehörst nicht dazu! Voller Hoffnung wartete ich also, bis...

...heute
Ich hatte zwar bereits von Universitäten mit sogenanntem Windhundverfahren gehört, die realen Konsequenzen konnte ich - verwöhnt vom Jena'schen System - jedoch nicht abschätzen. Dort bewarb man sich für Veranstaltungen und an einem Stichtag wurde dann ausgelost, wer die Plätze bekam und wer nicht. In Leipzig hingegen das altbekannte Prinzip: wer zuerst kommt, mahlt zuerst.  Oder anders: wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. 

Die LogIn-Probleme  sind behoben, die Einschreibung kann doch pünktlich um neun Uhr beginnen. Ich stelle mir einen Wecker, mache mir einen Kaffee und warte. Warte bis es neun ist. Und denke mir gegen 8 Uhr 59: "So. Jetzt schreibst du dich ein." Fast eine Stunde später erkenne ich meinen Fehler. "Nein, da schreibt man sich nicht so einfach ein." Das System hängt, meldet Fehler, funktioniert nicht. Ich bin den ersehnten und wichtigen Modulplätzen genau so weit entfernt wie noch vor einer Stunde. Ich habe bisher allein meinen LogIn eingeben können und auf "Master Germanistik Schwerpunkt Sprachwissenschaften" klicken dürfen. Mehr nicht. Dann hängt's. Und so sitze ich hier, drehe Däumchen und warte, warte, warte. Die Twitter- und Facebookposts zum Thema bestätigen mir aber wenigstens, dass ich nicht allein leide. 

09:56
Error 505: Es ist ein interner Serverfehler aufgetreten.
Mein Geduldsfaden reißt allmählich.

10:42
Fast zwei Stunden - wow!

11:37
Zwei von drei Seminaren habe ich nun endlich belegen können.
Nun wieder Wartezeit!

12:32
Immer noch warten. Warten auf Godot.

12:40
Der Vorhang fällt. Ich habe alle Veranstaltungen, die ich benötige, belegt. Nach nunmehr vier Stunden kann ich mich endlich anderen Dingen im Leben zuwenden :D




Kommentare:

  1. Kenne ich. Sogar OHNE Windhundverfahren ist an meiner Uni grundsätzlich immer auch alles überlastet, sobald die Anmeldephase losgeht.
    In der Windhundphase (dritte An- und Abmeldephase) ist es dann ungefähr so, wie von dir beschrieben, nur dass sich das Elend noch um "ist jemand aus dem Kurs den ich brauche, abgesprungen und kann ich GANZ SCHNELL seinen Platz kriegen, ehe jemand mit schnellerer Hardware sich ihn schnappt?" :D

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    1. Uff. Na ganz super :D Ne, also in Jena war das "chillig". Die Bewerbungsphase hat auch recht lang angedauert, sodass man da keine Probleme hatte. Und die Uni war ja nun auch um einiges kleiner. Dort studieren ja gerade einmal etwa 15.000 Studenten. Naja. Jetzt hab ichs hinter mir und schaudere schon vor dem nächsten Mal. Aber wenigstens war das herrliche Windhundverfahren am Tag. Bei einem Bekannten fand die Belegung nachts statt :D

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