12. Juli 2016

12.07.2016


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese "Die Hauswaffe" von Nadine Gordimer. Ich bin auf Seite 93.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Wie können wir ihr die Schuld geben. Er hat getan, was er getan hat."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
"Empfiehl mir mal was, was Anspruchsvolles! Was Meisterhaftes!" - so oder so ähnlich habe ich die Tage in der Bibliothek meine Mutter beschwatzt. Im Gegensatz zu mir liest meine Mutter nämlich nur gehobene Literatur. Und ich, die Germanistikstudentin und -absolventin lese - nun ja - seichte Fantasy, Thriller, Krimis. Ich wollte mal was "Richtiges". Sie empfahl mir daraufhin  Nadine Gordimer, die Hauswaffe. Ein Krimi von einer Literaturnobelpreisträgerin. Und tatsächlich habe ich den Unterschied sofort bemerkt. Man mag nun sagen was mal will, dass so ein Preis nichts über die Qualität aussagt und jeder andere Autor ohne Nobelpreis genauso gut schreiben kann, nur eben noch nicht entdeckt wurde - klar. Preise sind kein Gütesiegel für Qualität und Lesespaß. Aber in dem Fall wohl schon. Die Hauswaffe ist ein unfassbar spannender Krimi, obwohl der Mörder von Anfang an feststeht. In dem Buch geht es mehr darum, herauszufinden WIE es zu der Tat kommen konnte. Denn der Täter ist der Sohn einer gehobenen, gut betuchten und gut situierten Familie in Südafrika. Und er erschießt einfach so - aus dem Nichts - seinen Freund und Mitbewohner. Die Handlung selbst ist spannend, die Sprache außergewöhnlich. Im positiven Sinne. Wer ein bisschen Spaß an  Sprache und an Sprachverwendung hat und sich auch mal über einen besonders gelungenen Text freut, ist hier sehr gut bedient :) 

4. Welches deiner bisherigen Bücher wich von der Handlung oder der Erwartung am meisten vom Klappentext ab? (Frage von Lucy Fox)
Ich finde diese Frage unfassbar schwer :D Ich lese zwar die Klappentexte, aber ich überfliege sie bloß. Sie dienen meiner Entscheidung, ob ein Buch aus der Bibliothek mit heim darf oder nicht. Doch dann vergesse ich den Text und dann war's das. Vergleichsmöglichkeit dahin :D Ich habe daher ehrlich gesagt keine Ahnung, ob ein Buch schon einmal diese Erwartungen nicht erfüllt hat oder die Handlung abwich. Sicher, aber ich könnte mich partout nicht daran erinnern. 

Kommentare:

  1. Hi,

    meist vergesse ich Klappentexte auch, sobald ich das Buch gelesen habe. Aber manchmal sind die Erwartungen mit der Inhaltsangabe so hoch, dass es mich fuchsteufelswild macht, wenn der Klappentext so am Inhalt vorbei geht.

    Mein Beitrag

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

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    1. Das ist mir zum Glück noch nie passiert! Glaube ich :D Mein Gedächtnis ist wie ein Sieb.

      Liebe Grüße,
      Lisa

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  2. Hallo liebe Lisa :)

    So sehr, wie du von deinem Buch schwärmst, kann es ja nur prima sein! Ich wünsche dir in jedem Fall weiterhin so viel Lesefreude :)

    Ich musste auch ganz schön im goodreads-Regal wühlen und bin dann im Jahr 2013 auf ein Buch gestoßen, was zu Frage 4 passt: der erste Donna Leon-Krimi. Er sollte spannend sein, war er aber so gar nicht :D

    Viele liebe Grüße an dich,
    Patrizia :)

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    1. Haha, da hast du ja wirklich weit zurück geschaut. Ich glaube 2013 habe ich noch gar nicht so penibel aufgeschrieben, was ich gelesen habe o.O


      Liebe Grüße,
      Lisa

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  3. Ich versuche auch die Klappentexte zu ignorieren, da sie meiner Meinung nach oft zu viel verraten ;) Aber manchmal schaue ich sie vorher an oder nach dem Lesen

    lg Inka von lebens[leseliebe]lust

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    1. Zuviel verraten stört mich nicht, ich bin so eine die gerne einmal den Schluss zuerst liest um zu wissen, was passieren wird :D Das macht mir das Buch nicht weniger spannend.

      Liebe Grüße,
      Lisa

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  4. Huhu!

    Da hab ich doch direkt mal nach "Die Hauswaffe" gegooglet und überrascht festgestellt, dass das Buch anscheinend nur noch gebraucht erhältlich ist! Das ist ja schade... Aber auf englisch sind die Bücher noch erhältlich, und ich habe mir direkt mal ein paar auf die Wunschliste gesetzt. Ich habe auf meinem Blog ja vor kurzem die "Literarische Schatzkiste" angefangen, für die ich Bücher lese, die Literaturpreise gewonnen haben, und schaue, ob sie mir auch gefallen.

    Ich kenne das Gefühl übrigens, dass man eigentlich viel Anspruchsvolleres lesen müsste - ich bin gelernte Sortimentsbuchhändlerin (arbeite aber leider nicht mehr in dem Beruf), und ich habe meine Ausbildung vor 20 Jahren in einer Buchhandlung gemacht, die von einem Ehepaar geleitet wurde, das schon über 70 Jahre alt war, und die Angestellten waren im Durchschnitt etwa 60.... Für die waren die Fantasybücher, die ich so gerne gelesen habe, absoluter Schund. Unter Günther Grass war da nix "richtige" Literatur! ;-)

    HIER ist mein Beitrag für diese Woche!

    LG,
    Mikka

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    1. Die Idee mit der "Literarischen Schatzkiste" finde ich super :) Die Idee hatte ich auch schon einmal, also nicht ganz so ausgereift. Ich wollte bloß einmal die Literaturnobelpreisträger lesen.

      Ja, so in etwa ist es wenn man Germanistik studiert :D Da fällt man mit meiner Bücherwahl unglaublich auf, wobei ich mir gar nicht vorstellen kann wie jemand jeden Tag nur Nietzsche, Kafka, Goethe & co liest o.O


      Liebe Grüße,
      Lisa

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