27. Juli 2016

Naomi Novak: Drachenbrut

Drachenbrut
Die Feuerreiter seiner Majestät, Band 1
von Naomi Novik

Bertelsmann, 480 Seiten
Fantasy, Drachen, Historisch

Inhalt

Lawrence ist Kapitän der britischen Marine. Er ist stolz auf seine Berufung und empfindet Mitleid mit jenen des Fliegerkorps, die ihr Leben einem Drachen verschreiben und sich von all den Werten, die er als Ehrenmann hegt, abwenden. Beim Aufmischen eines französischen Gegnerschiffs erobern die Seeleute jedoch ein Drachenei und der Zufall will es, dass das Junge schlüpft und allein Lawrence als seinen Reiter und Kapitän akzeptiert. Da die Drachen eine wichtige Kriegsressource sind, bleibt Lawrence nichts übrig als sich in sein Schicksal zu fügen. Was anfänglich jedoch wie ein Unglück erscheint, wird bald zu seiner wahren Berufung. Und es etabliert sich eine reine, wundervolle Freundschaft zwischen dem außergewöhnlichen Drachen Temeraire und dem Kapitän. Gemeinsam bestreiten sie die Schlacht gegen Napoleon und kommen dem großen Geheimnis um Temeraires Herkunft auf die Spur.

Meinung

Die Feuerreiter-Reihe las ich erstmals mit 16 Jahren. Schon damals war ich maßlos begeistert. Als ich im letzten Jahr die Reihe wieder aufnahm bei jenen Bänden, die ich noch nicht gelesen hatte, bekam ich große Lust die Reihe von vorn zu lesen. Der erste Band nun also wiedergelesen. Und die Geschichte um Temeraire und Lawrence berührt mich eh wie je. Zum einen handelt es sich einfach um ein grandioses Setting für geschichtlich interessierte Leser. Naomi Novik versetzt die napoleonischen Kriege einfach in eine Welt mit Drachen. Dabei gelingt es ihr, einen herrlich fantastischen historischen Roman zu präsentieren und dabei die herzergreifende Freundschaft von Lawrence und seinem Drachen Temeraire zu beschreiben. Besonders geührt hat mich zu Beginn des Buches, als Lawrence die Chance hat, zurück zur Marine zu kehren und Temeraire ihn fragt, warum er denn diese Chance nicht wahrgenommen habe. Und Lawrence? Er antwortet seinem schuppigen Freund, dass er an keinem Ort der Welt lieber wäre als bei ihm. Na wenn das niemanden rührt, weiß ich auch nicht!

Fazit

Für mich also nach wie vor ein absolut empfehlenswerter und wunderschöner Roman, gerade für historisch interessierte Fantasy-Leser.

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