31. Januar 2016

Januar 2016

am Sonntag, Januar 31, 2016 1 Kommentare

Im Januar 2016 habe ich fünf Bücher gelesen und rezensiert.


  


Davon waren zwei Bücher Rezensionsexemplare und drei Bücher aus der Bücherei geliehene. 

28. Januar 2016

Erich Kästner: Über das Verbrennen von Büchern

am Donnerstag, Januar 28, 2016 0 Kommentare

Über das Verbrennen von Büchern
von Erich Kästner

Atrium Zürich,  2013
56 Seiten

"Gegen Dekadenz und moralischen Verfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner!" - Mit diesen Worten warf man am 10. Mai 1933 auf dem Berliner Opernplatz die Werke des Schriftstellers vor seinen Augen in die Flammen. In ganz Deutschland wurden Bücher von der sogenannten "geistigen Elite", den Studenten des Dritten Reiches, verbrannt. Die Intellektuellen zerstören sich selbst, könnte man sagen.

In diesem sehr schmalen Büchlein sind Texte des berühmten Schriftstellers abgedruckt, die  von dieser Schandtat berichten; den Umständen, dem Wieso, dem Weshalb, dem Warum, dem Wie und dem Wer und Wo.  Der Leser lernt so die Perspektive des "verbrannten Autors" aus erster Hand kennen und erfährt dadurch einen ganz anderen Einblick, als ihn Geschichtsunterricht, Dokumentationen & co. bieten können. Ein wirklich aufschlussreiches Buch für Literatur- und Geschichtsinteressierte. 

26. Januar 2016

BAD BOYS #badboylst

am Dienstag, Januar 26, 2016 2 Kommentare

Ihr kennt sie doch auch, diese Bad Boys bei denen man sofort weiche Knie bekommt obwohl man weiß: Vorsicht, die sind gefährlich! Und wer hat die heißesten Bad Boys? Genau. Lyx! :) Deswegen gibt es auf dem LYX STORYBOARD nun ein Schreibfest rund ums Thema Bad Boys. 

Teilnehmen könnt ihr mit einer Kurzgeschichte (max. 10.000 Wörter). Die Lesercommunity und eine Jury werden den Gewinner dann krönen. Als Gewinn winkt ein toller Preis: ein Romancoaching. Also ran an die Tastatur! Teilnahmebedingungen findet ihr hier: Zum LYX STORYBOARD SCHREIBFEST

Lillith Korn: Better Life

am Dienstag, Januar 26, 2016 0 Kommentare
Better Life. Ausgelöscht,
Lillith Korn.

224 Seiten
Drachenmondverlag 2015
Broschiert: 12,00 €
eBook: 3,99 €

Zoe entwickelt ein Programm, mit dessen Hilfe Erinnerungen gelöscht und ganze Persönlichkeiten neu programmiert werden können. Es soll dazu dienen, traumatisierten Menschen das Leben zu erleichtern. Doch Better Life nutzt Zoes neues Programm für eigene Zwecke. Erst als sie Paul begegnet, wird ihr das gesamte Ausmaß der Katastrophe klar. Doch da ist es schon zu spät ... Gibt es noch eine Möglichkeit diesen Alptraum zu stoppen? "Better Life - Ausgelöscht" ist der Auftakt eines spannenden Dystopie-Zweiteilers. Inklusive der Kurzgeschichte "Paul!

Better Life - Ausgelöscht ist der erste Teil einer zweiteiligen Dystopie. Die Institution Better Life bietet ein Leben im Luxus, wenn man nach 10 Jahren den eigenen Körper für dubiose Experimente zur Verfügung stellt. Doch diese 10 Jahre gibt es nicht wirklich.Die Teilnehmer werden einfach gelöscht. Aus ihren Körpern gerissen, oder besser gesagt: darin eingesperrt.
Agent Paul wird von Better Life darauf angesetzt,  die abtrünnige Informatikbiologin Zoe aufzuspüren und zu observieren. Wieviel weiß sie von dem Geschäft, dass Better Life mit dem von ihr entworfenen Programm führt? Kennt sie die Abgründe? Die Lügen? Das wahre Geschehen? Doch Paul entwickelt ernsthaft Gefühle für Zoe, die ihrerseits erkennt, dass auch Paul einer der Gelöschten ist. Und ihr gelingt es, den eigentlichen Besitzer des Wirtskörpers, Marvin, wieder her zu stellen. Gemeinsam beginnen sie einen Kampf gegen das skrupellose Unternehmen. 

Lillith Korn zeichnet eine erschreckende Dystopie. Gelöschte, eingesperrte Personen. Gefangene im eigenen Körper, der von einer "Sklavenexistenz" kontrolliert wird. Better Life und dessen Chef Grewe Untertan. Die Handlung hat mich voll und ganz überzeugt. Die Autorin folgt einem klaren Handlungsstrang, der sich in seiner Spannung stetig steigert und mit einem hervorragenden Cliffhanger auf den zweiten Band neugierig macht. Die Personen sind plastisch und sympathisch. Schade finde ich, dass Paul kaum zu Wort kam. Ich mag ihn sehr gern. Doch dafür wurde ich ja mit einer Bonusgeschichte belohnt, die allein von Paul nach dessen Löschung handelt. Sprachlich ein grundolider Roman. Insgesamt hat mir Better Life sehr gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil! 


2/2016

am Dienstag, Januar 26, 2016 8 Kommentare

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese momentan "Better Life" von Lillith Korn.Laut eBook-App bin ich auf Seite 159/207.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

"Was soll das?"

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ein echt spannender, gut durchdachter Roman mit toller Story. Ich mag die Protagonisten und finde die Idee, die hinter Better Life steht, sehr interessant. Ich hoffe ehrlich gesagt, dass es so etwas nie geben wird :D (Die Menschen werden so zu sagen "gelöscht" und ihren Körpern werden neue Identitäten eingepflanzt.)

4.Was hast du vor einem Jahr gelesen? Erinnerst du dich noch an Einzelheiten dieser Geschichte? (Frage von Lara)
Genau vor einem Jahr habe ich "Nichts" von Janne Teller, "Ruhm" von Daniel Kehlmann und "Das kunstseidene Mädchen" von Irmgard Keun gelesen. An "Nichts" kann ich mich super erinnern, auch an viele der Einzelheiten. Was allerdings daran liegt, dass ich es zwischenzeitlich noch einmal bearbeitet habe und dementsprechend das Wissen aufgefrischt habe. An das Kunstseidene Mädchen erinnere ich mich oberflächlich, an Ruhm nur bruchstückchenhaft. 

25. Januar 2016

Wie geht ihr mit den allseits präsenten Liebesgeschichten um?

am Montag, Januar 25, 2016 4 Kommentare

Mh....Reine Liebesgeschichten mag ich nicht, gebe ich ehrlich zu. Ist mir zu kitschig und schnulzig. Wahrscheinlich bin ich dafür einfach nicht der Typ Mensch. Ich mag auch im echten Leben all zu viel Romantik nicht, finde es unangenehm. Sobald die Liebesstory allerdings in eine Rahmenhandlung eingebettet ist oder nicht so arg kitschig daher kommt, gefällt es mir meist. Wobei ich ja sehr, sehr gerne Romantik-Fantasy lese, ála Vanessa Sangue und Nalini Singh. Es darf nur wie gesagt nicht vor Romantik triefen .___. Da gehen dann bei mir die "Fremdschäm-Alarmglocken" an.

20. Januar 2016

Ray Bradbury: Fahrenheit 451

am Mittwoch, Januar 20, 2016 0 Kommentare



Ray Bradurys Roman "Fahrenheit 451" gehört für mich persönlich zu den Must-Read-Büchern überhaupt. 
Guy Montag ist Feuerwehrmann und als solcher ist es seine Aufgabe, Bücher und wenn nötig auch deren Besitzer zu verbrennen. Alles übrige erledigt dann die Polizei, denn Lesen und der Besitz von Literatur ist verboten. Als Guy jedoch auf die lebenshungrige Clarisse trifft, verändert sich sein Denken und er beginnt sein Dasein und die Ordnung zu hinterfragen. Seine Frau Mildred wird ihm fremd, sein Beruf ihm zur Last. Und er beginnt, Bücher von den "Tatorten" zu stehlen und bei sich zuhause, in einem Versteck, zu horten. Doch Clarisse stirbt und Guy wird ertappt. Seine Frau ist zur Verräterin geworden und nun steht er vor den Scherben seiner Existenz in einer Welt, die sich im Krieg befindet. Allein Faber, ein ehemaliger Literaturprofessor, ist noch an seiner Seite.

Besonders für Leseratten und Literaten, aber auch für jeden anderen eine erschreckende Dystopie. Feuerfeste Häuser, Fernsehräume die der Verblödung dienen, Lesen verboten. Guy Montag muss eine Frau, die sich von ihren Büchern nicht zu trennen vermag, verbrennen. Der Feuerwehrmann - dazu berufen, Bücher, Gedanken zu vernichten.  

Eine wirklich sehr nachdenkliche und kurze Geschichte mit kaum Handlung. Spannung ist es nicht, was an dieses Buch fesselt. Es ist vielmehr die wirklich wundervolle Sprache Bradburys, die diesen Wahnsinn so realistisch illustriert, dass man von einer Gänsehaut überzogen wird. Von mir daher eine klare Leseempfehlung.

Ray Bradbury: Fahrenheit 451 - Heyne - 192 Seiten - 7 €

18. Januar 2016

Montagsfrage: Es wird immer nach den schönsten Buchcovern gefragt, aber welches ist für dich das mit Abstand hässlichste?

am Montag, Januar 18, 2016 4 Kommentare

Eigentlich ist das eine wirklich fiese Frage! Allerdings musste ich sofort an dieses Cover denken: 


Es handelt sich um einen Indie-Roman, der von einer historischen Liebe handelt. 

Die 17jährige Henriette ist überglücklich, denn sie erhält ihre erste Anstellung als Dienstmädchen im Haushalt von Lord Downhill. Leider bemerkt der Hausherr sofort ihre unübersehbaren Reize, denn sie ist attraktiv und hat aufregende Kurven! Er beginnt, ihr nachzustellen. Als die Situation unerträglich wird und der Lord immer weiter die Grenzen überschreitet, bietet ihr ein junger Gast des Hauses - Lord Charles Tendring - seine Hilfe an. Er bietet ihr eine Anstellung als Kindermädchen für seine kleine Schwester an. Henriette ist hin und her gerissen, denn sie verliebt sich in den Fremden, aber kann sie ihm vertrauen und ihm in die Ferne folgen? Und kann sie ihre Liebe vor ihm verbergen? Ein hinreißender Roman voller Liebe und Leben!

Ich hatte damals eine sehr gemischte Meinung  zum Buch. Die Story selber fand ich super, die Umsetzung hat mir leider nicht gefallen. Mittlerweile ziert dieses Buch aber  ein neues, deutlich schöneres Cover. :)


16. Januar 2016

Tag 8: Das Jahr 2024 // #DarkHopeBT

am Samstag, Januar 16, 2016 8 Kommentare


Heute macht die Blog Tour zu Vanessa Sangues Roman "Dark Hope - Verbindung des Schicksals" auch bei mir Halt. Ich freue mich sehr und hoffe, mein Beitrag gefällt euch!

Nicht einmal zehn Jahre ist es hin, dann schreiben wir das Jahr 2024. Jenes Jahr, dem in der Dark Hope-Reihe der Schriftstellerin Vanessa Sangue eine bedeutende Rolle zukommt. Der erste Teil der Reihe "Gebieter der Nacht" spielt 10 Jaher nach der Wende, das neue System ist bereits etabliert. Doch was genau geschah im Jahr 2024? Und welche grundlegenden Veränderungen führte die Wende mit sich? 


Vampire, Gestaltwandler, Elementa, magisch begabte Menschen - seit Anbeginn der Zeit sind sie mit dem Schicksal der Welt  verwoben, existieren sie im Dunkel der Nacht und im Geheimnis. Sie werden, ahnt man von ihnen, gejagt und verbrannt, gefoltert und verfolgt. Kein Wunder also, dass sie  sich bedeckt halten und erst im Jahr 2024 an die Öffentlichkeit treten , um sich von  sagenumwobenen Märchenfiguren in Realität verwandeln.

Die Menschheit ist bis ins Mark erschüttert. Doch eine Fähigkeit, die dem Homo sapiens schon immer zu eigen ist, ist die Anpassungsfähigkeit. Und so arrangiert sich die Welt neu. Es werden Akademien geschaffen, die den übernatürlichen Wesen den angemessenen Umgang mit ihren Fähigkeiten lehren und deren Talente fördern. Es gründen sich Organisationen und Institutionen, die sich für die Wesen einsetzen, für deren Rechte eintreten und die Interessen der verschiedenen Übernatürlichen zu wahren versuchen. Eine solche Organisation ist The Last  Hope, eine Institution zur Vermittlung zwischen den magischen Arten, zur Schlichtung und Beratung  im Streitfall.Museen werden errichtet, die über die meist traditionsreiche Geschichte der Wesen aufklären und eine Brücke schlagen zwischen Menschen und Magischen.

Auch in der Politik schlagen sich die Veränderungen nieder. Parteien werden gegründet, die verschiedene Gruppierungen repräsentieren. Gesetze werden verändert, angepasst und erlassen. Die Regierung setzt sich  aus den verschiedenen Magischen und Nichtmagischen zusammen, niemand wird benachteiligt. 

Doch das Fremde ruft auch Gegenwehr auf den Plan, es bilden sich Hassgruppen gegen die übernatürlichen Wesen. Jene werden jedoch unter Kontrolle gehalten und agieren - zum Glück - als Randerscheinungen.


Ganz schön turbulent das Jahr 2024, oder? Könnt ihr euch vorstellen, dass eine so gravierende Wende in unserem Leben eintritt? Wie würdet ihr euch fühlen und wo würdet ihr euch positionieren?

Neugierig? Hier findet ihr die weiteren Beiträge zur Dark Hope Blogtour ♥

14. Januar 2016

Tag Vier: Leserinterview

am Donnerstag, Januar 14, 2016 0 Kommentare
Ich habe Leser zum Thema Indie-Autoren befragt und möchte euch nun das Ergebnis dieser Umfrage präsentieren :) Des besseren Verständnisses wegen habe ich den verschiedenen Interviewpartnern unterschiedliche Farben zugeordnet. Ich habe mir vorbehalten Vollnamen zu kürzen, um die Identität der Befragten zu wahren.

1. Erzähl doch mal: wer bist du eigentlich? Und wie stehst du allgemein zum Thema Bücher? Bist du Vielleser, Buchblogger, Gelegenheitsleser? Hast du schon einmal ein Indie-Buch gelesen? 


Mein Name ist Gaby. Ich habe schon immer sehr viel gelesen und bin auch Autorin. Soweit es die Zeit erlaubt, lese ich jeden Tag. Ja ich habe schon ein Indie Buch gelesen.


Also, mein Internetname ist Nicola und ich bin Vielleserin. Und zwar lese ich recht Queerbeet, man kann mich für viel begeistern, nur gegen Liebesromane, typische Frauenromane, hetero Erotikromane und Schnulzen habe ich eine starke Abneigung. Aber ich lese sehr viel, in manchen Phasen inhaliere ich Bücher förmlich.
Ja, ich habe Bücher von Indie-Autoren im Regal stehen. Nicht viele, da ich nur Prints lese und sehr viele Indie-Bücher auch nicht meinem allgemeinen Interessensgebiet entsprechen.
Ich lese jedoch auch ab und an auf Fanfiction.de, dort gibt es ja auch freie Arbeiten und im weiteren Sinne zähle ich das auch zu Indie-Autoren, nur eben mehr im Hobbybereich.


Ich bin schon über 20 Jahre ein Vielleser, (sofern Familie und Job das zulassen). Mein erstes Erwachsenenbuch war Cujo von Stephen King und ich war sofort so fasziniert von dem was Bücher in einem bewirken können; einen Blog habe ich nicht und ich folge auch keinem regelmäßig. Indie Bücher habe ich schon ein paar gelesen.

Mein name ist Sil Vana, ich komme aus Lünen und bin 31. Jahre alt. Zum Lesen selber kam ich als der extreme Hype zu SOG ausgebrochen ist und man von nichts anderem als Christian Grey gehört hat. Irgendwann war auch ich so von der Neugier gepackt, dass ich in die Buchhandlung (die ich niemals zuvor von innen gesehen habe) gegangen bin um mir die Exemplare zu besorgen. Tja und was soll ich sagen? Ich wurde tatsächlich zum Bücherwurm (im warsten Sinne des Wortes, denn wie viele wissen, habe ich kurze Zeit danach die FB Gruppe Bücherwürmer gegründet, welche nun die größte Büchergruppe auf FB ist). Auch habe ich mir inzwischen einen BLOG angelegt und berichte dort über Autoren, Bücher und eben meine Gedanken der gelesenen Werke. Ich bin keine Vielleserin, weil ich a) nicht immer die Zeit habe, die ich natürlich gern hätte, doch habe ich auch noch ein Leben neben Buchgruppe, BLOG und dem Lesen und b) genieße ich es zu lesen. Ich habe nicht nur ein Indie-Buch gelesen. Seit der Gründung der Bücherwürmer lese ich 90% der dort zu findenen Selfpublisher/ Indieautoren und ab und an mal ein Verlagsbuch.

2. Wenn du das Wort „Indie-Autor“ hörst, woran denkst du da? 


Self-Publishing. Auch da gibt es Unterschiede. Manche kümmern sich nicht um die Rechtschreibung und manche benutzen einen Lektor. 

An einen noch eher unbekannten Autor, der bei keinem großen Verlag unter Vertrag ist.

An einen Indie Autor :) 

An die lieben Autoren, die sich in meiner Gruppe befinden, uns mit ihren Werken verzaubern. Sie stecken soooo viel Zeit und Herzblut in ihre Werke und müssen definitiv gesehen werden. Ich unterstütze sie, sofern ich es kann, so gut ich kann und freue mich über jeden Einzelnen, den ich bisher kennenlernen durfte!


3. Was sind so die gängigen Klischees, die dir im Bezug auf Indies einfallen? Glaubst du, sie sind wahr? 


Jein. Es gibt Bücher, da stimmt das Klischee. Ich habe schon sehr gute Bücher gelesen. Man kann nicht alles über einen Kamm scheren. 

Spontan würden mir da einfallen: Inide-Autoren können keinen guten Geschichten schreiben, legen alle keinen Wert auf Qualität, sind Leute die etwas hinklatschen und es dann verkaufen, sind nicht gut genug, um einen Verlag zu finden, wollen mit ihrem Hobby Geld verdienen.

Klischees sind nie so wahr, dass sie für alle zutreffen, aber Klischees entstehen dadurch, dass sie in vielen Fällen einen wahren Kern haben, oder es so scheint als würden sie einen wahren Kern haben.
Ganz zustimmen würde ich diesen Punkten nicht, denn es sind nie alle Autoren gleich. Aber nach dem was ich schon so gesehen, gehört und probegelesen habe, trifft es leider recht oft zu, dass die Qualität und die Professionalität zu Wünschen übrig lassen. Selbst dann, wenn man etwas verkauft. Ich überlege mir deutlich besser ob ich mir ein Print von einem Indie kaufe, oder nicht. Eben weil es wirklich nicht selten vorkommt, dass Menschen einfach was schreiben und gerade bei Amazon dann in den Verkauf geben. Dies ist heute so einfach, dass das wirklich jeder machen kann und „Autor“ ist auch keine geschützte Berufsbezeichnung, jeder der irgendwie einen Satz basteln kann, kann sich so nennen. Deshalb denke ich, an den meisten Klischees ist bezüglich einer großen Gruppe an Indie-Autoren etwas dran, natürlich nicht an allen. Es gibt auch wirklich gute und professionelle Indies, die man aber erst einmal rausfiltern muss.

Das einzige Klischee das ich kenne ist, dass die Indies zu schlecht sind und deshalb von keinem namhaften Verlag genommen werden. Ich glaube das trifft auf einige, aber längst nicht auf alle zu. 

Ehrlich gesagt bin ich kein Mensch, der an irgendwelche Klischees festhält, denen Glauben schenkt oder dergleichen. Ich mache mir stets mein eigenes Bild und finde, dass die Indieautoren mehr Respekt und Anerkennung verdient haben.

4. Jedes Buch braucht Werbung. Aber gerade bei den Indies haben die Leser enorm viel Macht. Sie können sich auf keinen etablierten Namen oder die MarketingMaschine eines Verlags stützen. Nur wer weiter empfohlen oder auf Blogs besprochen wird, wird gelesen. Bist du dir als Leser dieser Macht bewusst? 


Ja, das ist das gleiche mit Rezessionen. Ich kann eine gute Kritik abgeben oder eine Negative. Nur bei Indies ist es vermutlich noch schlimmer, weil sie nicht die breite Plattform haben.
Ja, bin ich mir.

Ja, das ist mir bewusst. 

Das Leser bei Indies schon einen großen Teil bewirken können (ob positiv als auch negativ) ist mir bewusst ja, doch würde ich niemals auf die idee kommen einen Indieautoren Steine in den Weg zu legen, weil er Indie ist. Es ist ganz normal, dass auch derren Werke nicht immer meinen Geschmack treffen, was aber auch bei den "Starautoren" der Fall ist, doch ist es eben "MEIN" Geschmack und den kann auch nicht jedes Essen zu 100& erfüllen. (Ich hoffe du und deine Leser verstehen, was ich damit sagen möchte).

5. Es gibt solche und solche Indies. Manche warten darauf, dass man über sie drüber stolpert. Andere machen auf sich aufmerksam; sie adden dich auf Facebook, posten ihre Bücher in allerlei Buchgruppen, laden dich ein ihre Seite mit Gefälltmir zu markieren &&& Was findest du als Leser angenehmer? Welche Autoren wirken authentischer und wie stellst du dir das „richtige Maß“ vor? 


Indies auf die ich aufmerksam werde. Wo ich eine Leseprobe lesen kann, die sind mir am angenehmsten. 

Mich ohne zu fragen, oder ohne mir per PN einen Grund zu nennen, zu adden, empfinde ich als unverschämt und die Person ist bei mir gleich unten durch. Es sei den das Adden ist selbsterklärend, weil man in einer netten Diskussion war, oder sich sonst irgendwie kennt. Genau das gleiche gilt, wenn man mir spamartig Einladungen für ein „gefällt mir“ zu einer Seite schickt, das mache ich in der Regel auch nicht. Ich like das was mich interessiert. Ich bin aber von jemandem, den ich in der FL hatte und auch sonst lockeren Kontakt, schon mal lieb per PN gebeten worden eine Seite zu liken. Das tue ich dann aus Gefälligkeit. Aber von mir unbekannten Menschen empfinde ich das als belästigend.
Werbung muss sein und ich finde es auch gut, wenn man gezielt und dosiert seine Bücher bewirbt. Ich reagiere da aber zwischenzeitlich nur noch drauf, wenn auch ein netter Text dabei ist, vielleicht auch etwas beschrieben wird, worum es geht etc.. Und wenn mir die gleiche Werbung mindestens 1 Mal pro Tag begegnet, dann ignoriere ich das auch gerne. Ich reagiere allgemein eher auf Autoren, die mir in Gruppen durch ihre Aktivität, Meinung, Teilhabe in Diskussionen etc. positiv auffallen. Die beste Werbung sind für mich immer noch Leser, die ein Buch weiterempfehlen. Deshalb schreibe ich selber auch meist eine längere Empfehlung für zwei Büchergruppen, wenn ich etwas gelesen habe, das ich wirklich mochte.

Mich nervt ständige Eigenwerbung die bei jeder sich bietenden Gelegenheit gepostet wird. Das halte ich ausserdem für kontraproduktiv. Ich selber sehe schnell weg wenn ich eine Eigenwerbung zum gefühlt 20. mal vor die Augen bekomme. Gute Indie-Autoren haben das sicher nicht nötig, weil ihre Bücher sich schnell rum sprechen und oft und gerne von Lesern erwähnt werden. Ich denke nicht dass die ständige(!) Eigenwerbung die Verkaufszahlen sehr erhöht. 

Da ich selber eine Buchgruppe habe und dort dafür spreche, dass eben die Indieautoren werben sollen, sage ich hier auch ganz klar, dem Werben zu. Sie müssen gesehen werden und das geht eben nur durch WERBUNG. Inzwischen bin ich mit einigen (vielen) Selfpublishern nicht nur virtuell sondern auch real befreundet und ich unterstütze sie wirklich gern, was das "GESEHEN WERDEN" betrifft. Auch gebe ich ihnen die Möglichkeit, sich auf meinem BLOG vorzustellen und auch dort ihre Bücher zur Schau zu stellen. Ich freue mich über jede Freundesanfrage, über jedes neue Buch, dass ich sehe oder auch rezensieren darf!


6. Gewinnspiele und Aktionen sprießen teilweise wie die Pilze aus dem Boden. Gute Idee oder nervig? 


Ich mag keine und nehme auch nicht daran teil. Es wird langsam zu viel. 

Gewinnspiele sind in meinen Augen generell eine gute Idee, so wie sie jedoch meist gemacht werden, ist es nervig, da sie einfallslos sind. Dieses „jeder der meine Seite liked, den Beitrag teilt und hier einen Kommentar schreibt ist dabei“, ist zwischenzeitlich ausgelutscht und die likes und shares werden hinterher meist eh wieder gelöscht. Ich mache sehr, sehr selten bei Gewinnspielen mit, was aber zugegebenermaßen oft daran liegt, dass es nichts zu gewinnen gibt, das ich interessant finde.
Ich hatte es ein Mal, dass ich mich zu einem Gewinnspiel positiv geäußert hab und es lobte, obwohl ich das Buch gar nicht gewinnen wollte und nicht mitmachte, das Gewinnspiel aber sehr kreativ fand. 0-8-15 finde ich nervig, aber ausgefallene und kreative Sachen kann ich sogar dann gut finden, wenn mich das Buch nicht anspricht.

Diese Gewinnspiele an der richtigen Stelle, zur richtigen Zeit haben sicher einen grossen Nutzen für die Autoren. Mich selber interessieren nur wenige. Ich halte sie für werbewirksamer als häufige Posts in denen nur das Buch namentlich vorgestellt wird. 

An Gewinnspiele nehme ich inzwischen sehr, sehr selten teil. Es sind viele, dass ist wahr, doch gibt es eben auch viele Autoren und die schalten dann auch mal Gewinnspiele oder Aktionen. Man hat da ja nicht immer und immer wieder den gleichen Autor sondern alle, die in dieser gruppe sind. Ich finde sie deshalb sehr schön.

7. Gehst du an Indie-Bücher mit den gleichen Erwartungen heran, wie an ein „normales“ Buch? 


Ja, jeder Autor kann gut schreiben.

Ja und zwar in allen Bereichen. Und genau so beurteile ich dann auch die Arbeit bezüglich Plot, Rechtschreibung, Grammatik, Spannungsbogen, Ausdruck etc. pp. Ich habe an einen Indie-Autor genau dieselben professionellen Ansprüche und gehe beim Lesen genau so an dieses Buch heran wie ich das bei einem international bekannten Autor machen würde.

Ich gehe natürlich NICHT mit den gleichen Erwartungen an ein Indie Buch. Diesen Erwartungen würden die Bücher nicht gerecht werden. Ein Indie Buch ist aus diesem Grund ein Indie Buch und kein Bestseller.
Ja! Denn auch ein Indie-Buch ist ein normales Buch. Eben nur ohne Verlag.

8. Achtest du bei der Auswahl deiner Bücher aktiv darauf, ob es sich um ein Verlagsbuch oder ein selbstverlegtes Buch handelt? 



Nein, weil mich das Buch interessiert und nicht wie es verlegt wird. 

Nein, Verlage sind mir egal. Ich wüsste spontan nicht einmal in welchem Verlag meine Lieblingsbücher allgemein erschienen sind.
Gibt nur einen Indie-Verlag um den ich einen Bogen mache, aber der ist bei mir im Kopf hängen geblieben, weil der mir in einer Diskussion so negativ aufgefallen ist, dass ich darum einen Bogen mache.

Ich achte darauf und lese Indie Bücher ganz gezielt zwischendurch wenn mich interessiert wie der Autor ein bestimmtes Thema verarbeitet hat. 

Nein. Es ist mir egal ob es ein indie oder eben ein Verlag rausgebracht hat. Mir muss es zusagen und dann kaufe ich es auch.

9. Wie lautet deine schönste Erfahrung mit IndieAutoren, die du bisher machen durftest? 


Ich habe weder besonders gute noch besonders negative Erfahrungen gemacht.
Schwere Frage, da ich niemand bin, der auf viel persönlichen Kontakt Wert legt. Die Prints die ich daheim habe, die habe ich alle über die Autoren bezogen. Da waren alle nett, der eine etwas mehr, der andere etwas weniger. Aber man kann sagen, es lief immer alles gut und professionell ab. Das reicht mir. Ich hab ein paar wenige Autoren in meiner FL, aber wirklich privaten Kontakt haben wir nicht. Muss aber auch nicht sein.

Hat nichts mit Lesen zu tun... Die Geräusche der Indie Bücher die ich kürzlich gelesen habe haben bei mir wunderschöne ASMR Tingles ausgelöst. Es scheint am Materiall zu liegen dass amazon für seine Bücher (Cover) verwendet. :)

Ich habe da so einige schöne Erfahrungen. In erster Linie freue ich mich darüber, dass sich so viele in meiner Gruppe aufhalten und auch wohl fühlen. Ich finde es klasse, dass ich ihre Bücher sehe und viele Anregungen erhalte, dann ist es sehr schön, dass ich virtuell als auch real mit so vielen tollen, schreibenden Menschen befreundet bin und sie allesamt ins Herz schließen konnte.

10. Und natürlich – das muss ja jetzt kommen – wie lautet deine schlimmeste Erfahrung im Bezug auf selbstverlegte Bücher?



Siehe Nr. 9

Ich habe nichts daheim, das ich als schlecht einstufen würde, da ich eben sehr vorsichtig bin, bevor ich mir was kaufe. Aber was ich selber mitbekommen habe, ist, dass jemand der wirklich bezüglich Plot und Rechtschreibung in der Schule durchgefallen wäre, auf der eigenen Seite die Fangemeinde mobil gemacht hat, um die Leute, die eine kritische Rezi geschrieben haben, nieder zu machen. Das ist Platz 1. Platz 2 hat bekommt bei mir jemand, der leere Bücher für gutes Geld verkauft, die als Tagebuch dienen sollen, der Autorenname drauf steht und auf dem Buch dann „Mein Leben mit Krankheit – XY“. Das stößt mir sehr, sehr sauer auf, da ich zwei Krankheiten habe, die da „beworben“ werden und ich es unterirdisch finde, Tagebücher mit dem Aufdruck von Krankheiten und einem fremden Namen zu verkaufen. Für mich hat das was von „ich will Geld mit dem schlimmen Schicksal von anderen verdienen“ und dies ohne eine Leistung zu erbringen.
Platz 3 bekommen all die Leute, die schon in dem Klappentext und/oder den Leseproben Rechtschreibfehler drin haben. Die haben mich so vorsichtig werden lassen.

Ich bin schon wirklich sehr enttäuscht worden. Auch Indie Bücher sollten ein Mindestmaß an Schreibstil und Logik aufweisen. Ich habe kürzlich eins gelesen das war so schlecht als hätte es ein kleines Kind geschrieben. Ich habe mich beim Lesen für das geschämt was ich da gekauft habe und es natürlich abgebrochen.

Ich habe keine! Es gibt einen Autoren, der mir in den sinn kommt (von dem habe ich selber aber das Buch nie gelesen und werd es auch nie) wo das Buch vor Fehler strotzt. Das sollte natürlich nicht sein, denn da werden die Rezensionen und Beurteilungen auch dememtsprechend ausfallen. Auch habe ich mitbekommen, dass es jemanden gibt, der sich an den Geschichten anderer bedient hat und dann ein Buch als seine Idee vermarktet, was natürlich unter aller S..... ist!

13. Januar 2016

Tag Drei: Der kann ja bloß nicht gut genug schreiben... (2)

am Mittwoch, Januar 13, 2016 3 Kommentare

#4 Indies waren für den Verlag nicht gut genug


Wenn man bedenkt, dass selbst Joanne K. Rowling von mehreren Verlagen abgelehnt wurde...! (Marlies Lüer)

Wahrscheinlich ist dies das Vorurteil schlechthin, wenn es um Indie-Autoren geht. "Du hast halt keinen Verlag gefunden. Du warst eben nicht gut genug für ein Verlagsbuch. Du bist zu untalentiert für einen Verlag." Das ist allerdings nicht einmal die halbe Wahrheit.  Verlage sind wirtschaftlich handelnde Unternehmen, die Analysen und Pläne aufstellen und mindestens schwarze, nein eigentlich grüne Zahlen schreiben müssen. Die Frage "Was können wir gewinnbringend verkaufen?" ist immer - IMMER - der ausschlaggebende Punkt. Was aber, wenn ein Autor einen qualitativ hochwertigen Roman verfasst, der nicht das breite Publikum anspricht?! Genau. Ein Verlag wird ihn nicht nehmen.  Mona Silver schreibt ganz treffend:


Und dadurch hat man dann eine Zeitlang nur noch SoG-artige Bücher oder lauter Vampire oder wie auch immer der Hype gerade heißt. Dadurch haben aber diejenigen, die mal was ganz anderes schreiben, oft gar keine Möglichkeit, einen Verlag zu finden, weil es angeblich nicht gekauft wird.

Zudem gibt es durchaus Indies, die sich bewusst gegen einen Verlag entscheiden. Fakt ist nämlich, dass die Gewinnspanne eines erfolgreichen Indie-Romans durchaus größer sein kann, als die eines Verlagsbuches. Die Gewinnbeteiligung des Autors beim Verkauf der Bücher ist bei Indie-Romanen um einiges höher.  Zudem sind sich einige Autoren durchaus bewusst, dass ihr Roman nicht die breite Masse des Publikums, sondern Liebhaber anspricht.  Der Gang zum Verlag ist in diesem Falle eher stressig und überflüssig.

#5 Selfpublishing? Das macht doch jetzt jeder Dödel!

Klara Bellis hat hierzu wunderschön formuliert:

Das frage ich mich manchmal auch. Obwohl ich ja selbst auch nur ein Dödel bin. Einer, der Spaß am Schreiben hat, denn den Ausbildungsberuf „Schriftsteller“ gibt es in dem Sinne ja gar nicht. Jeder kann schreiben, der sich dazu berufen fühlt. Ob er es denn auch kann, im Sinne von „Können“, steht auf einem anderen Blatt. Außerdem sind die Geschmäcker verschieden.

 Es gibt schon immer viele Menschen, die aus reiner Freude daran schreiben. Doch erst das Internet und Selfpublishing ermöglichten, dass auch Newcomer, Hobbyschriftsteller und andere ein Publikum erreichen konnten. Natürlich lädt dies auch jene dazu ein, ihre Bücher zu veröffentlichen, die vielleicht nicht ganz so von der Muse geküsst wurden. Diese Tatsache ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Dennoch sollte man diese Möglichkeiten positiv bewerten. Zuvor konnte der Leser allein auf die von den Verlagen selektierten Veröffentlichungen zurückgreifen. Das Selfpublishing erweitert das Spektrum der Bücher  schlichtweg enorm.  Das ist nicht schlecht, das ist vielmehr eine Chance!

#6 Indies haben kein Korrektorat/Lektorat

Hier schreie ich ein entschiedenes "Nein" in den Raum. Denn seit meinem Abschluss als Germanistin kommen sehr, sehr viele Indies auf mich zu und bitten um Korrektorat und Lektorat. Natürlich gibt es Indie-Autoren, die ihre Bücher ohne ausreichendes Korrekturlesen veröffentlichen. Ich selbst habe dies schon erlebt. Andrea Schneeberger sagt jedoch ganz treffend:

Wie überall: Es gibt solche und solche. Ich selbst habe eine Lektorin, zwei Korrektorinnen und zwei Kolleginnen die am Schluss noch Kontroll-Lesen. Alleine ist es schwierig alles perfekt oder nahe daran hinzukriegen. Irgendwann sieht man einfach den Wald voller Bäume nicht mehr.

Qualitativ gute Indies , die mit Herzblut bei der Sache sind, setzen teilweise Gott und die Welt in Bewegung, um einen fehlerfreien und gut lektorierten Text zu veröffentlichen. Ob nun professionelles Lektorat, Korrekturlesen durch Leser- und Fangemeinde oder Hilfe von befreundeten Autoren - die meisten Indies kümmern sich rührend darum, dass sie ihren Lesern einen tollen Text präsentieren können.  

#7 Indies klatschen einfach alles aufs Papier, was ihnen einfällt

Natürlich bringen Indies aufs Papier, was ihnen einfällt. Das ist ihr Job als Autor. Dennoch darf man nicht glauben, dass jeder Indie am Fließband schreibt. (Ja, auch solche gibt es leider!) Viele Indies recherchieren und erarbeiten ihren Roman und ihre Ideen über Jahre hinweg. 


Hm. Tut das nicht jeder Autor? Also vielleicht nicht "aufs Papier klatschen", aber natürlich schreibe ich, was mir einfällt und versuche es zu verkaufen.

Wenn es bedeuten soll, dass man auch unausgereifte Ideen aufs Papier klatscht, nur um sie loszuwerden: Ja, auch das kenne ich. Aber hier gilt wieder: Den Indie-Autor ein bisschen recherchieren, mal antesten und dann eine Meinung bilden. (Mona Silver)

#8 Das Buch gibt es ja nicht einmal als Print!

Printbücher sind schön und für viele Liebhaber das Nonplusultra der Buchkunst. Es stecken jedoch auch verdammt viel Arbeit und  Kosten hinter der Veröffentlichung eines Printbuchs. Häufig verkaufen sich eBooks schlichtweg besser. Viele Leser sind auf digitale Formate umgestiegen und die Nachfrage nach Print Exemplaren sinkt. Gerade Indie-Autoren, bei denen ein Print Exemplar mit so viel Aufwand verbunden ist, haben es schwer, die Prints an den Mann zu bringen ohne auf den Exemplaren sitzen zu bleiben. Und seien wir mal ehrlich: Wenn wir als Leser einen neuen, uns unbekannten Autoren entdecken, sind wir doch meist vorsichtig und kaufen das kostengünstigere eBook. Die Indies produzieren also nicht etwa aus Faulheit keine Print Exemplare, sie reagieren mit der rein digitalen Veröffentlichung meist lediglich auf die Nachfrage der Leser. Besteht Interesse an dem Buch, werden ohnehin häufig auch Prints nachproduziert. 

11. Januar 2016

Amos Oz: Judas

am Montag, Januar 11, 2016 0 Kommentare

Schmuel Asch steht vor den Trümmern seines bisherigen Lebens; seine Freundin hat ihn für einen anderen sitzen lassen, die Eltern können das Studium nicht weiter finanzieren und die Magisterarbeit mit dem Titel "Jesus in den Augen der Juden" verläuft im Sand. Es gleicht also beinahe einem Wink des Schicksals, als er in der Universität ein Stellenangebot erblickt. Gesucht wird ein Student, der sich jeden Tag ein wenig um einen älteren, gebrechlichen Herren kümmern mag. Ihm winken dafür Kost und Logis, sowie ein kleines Taschengeld. Schmuel, der nicht weiß wohin mit sich, nimmt an und landet so im Haus des "Verräters" Abrabanel.
Hier leben nach seinem Tod dessen Tochter Atalja und der Alte, der sich im Laufe der Geschichte als der Vater ihres früh verstorbenen Mannes herausstellt. Schmuel erhält nun die Gelegenheit in der Einsamkeit und im Selbstgespräch seine Existenz, die Geschichte der Juden, die Geschichte der Christenheit und die politische Lage des desolaten Judenstaates in Frage zu stellen. Wie es das Schicksal will, verliebt er sich zudem in die unnahbare Atalja, die in ihm sogar ein wenig Gefallen findet. 
Der Roman behandelt explizit das Thema "Verrat/Verräter". Zum einen wird der Verrat Judas' an Jesus thematisiert, zum anderen stellt Amos Oz das Schicksal Atalja's Vater in den Vordergrund, der ebenfalls als Araberfreund und Verräter beschimpft wurde. Selbst Schmuel gerät in die Bedrängnis, sich selbst als Verräter an seiner Familie zu empfinden. Das Thema liegt gut eingebettet in eine wenig spektakuläre, dafür aber umso träumerische und schönere Rahmenhandlung. Die zarten Bande zwischen Atalja und Schmuel, Gerschom Wald und Schmuel sind anrührend und zeugen von dem fragilen Gebilde zwischenmenschlicher Beziehungen. Zudem verpackt Oz in seinem Roman sehr geschickt die gegenwärtige und historische Situation Israels und bietet dem Leser so sogar eine kleine Kulturgeschichte des "Judenstaates". 
Für geschichtsinteressierte und/oder politisch interessierte Leser definitiv ein absolutes Muss. Der Roman hat eine wunderschöne Sprache, plastische und sympathische Figuren, erzählt die Geschichte des Judentums, des Christentums und Israels, ein bisschen Philosophie darf auch nicht fehlen und stellt so ein sehr tiefgründiges und vielschichtiges Buch dar.

Amos Oz: Judas - 335 Seiten - gebundene Ausgabe - Suhrkamp Verlag - 22,95 €



9. Januar 2016

Tag Zwei: Der kann ja bloß nicht gut genug schreiben...

am Samstag, Januar 09, 2016 6 Kommentare

Selbstverlegern und Autoren in Klein- und Kleinstverlagen wird so manches an den Kopf geworfen. Gemeinsam mit den an der Aktion teilnehmenden Autoren, habe ich die gängigen Vorurteile auf Herz  und Nieren überprüft. Was ist also dran, am Rechtschreibfehler produzierenden, talentfreien Autor? 

#1 - Bücher von Indieautoren sind gespickt mit Rechtschreibfehlern

Kein Mensch ist perfekt und selbst den namhaftesten Autoren, Lektoraten und Korrektoraten unterlaufen Fehler. Durchaus gibt es Indie-Autoren und Autoren in Kleinverlagen, denen ein zusätzliches Korrektorat gut zu Gesicht stehen würde.  Nicht jeder Autor kann sich ein professionelles Lektorat/Korrektorat leisten. Die meisten Indies können von ihrem Schreiben allein nicht leben, für ein professionelles Lektorat muss man ziemlich tief in die Tasche greifen. Dennoch bemühen sich die meisten Indie-Autoren darum, ihre Texte so fehlerfrei wie möglich zu präsentieren. Häufig werden die Texte von Bekannten, Freunden und Lesern testgelesen, um dem Leser ein schönes Endprodukt präsentieren zu können. 

Ich denke, wenn man sich ein bisschen über den jeweiligen Autor kundig macht und sieht, wie er sich sonst so präsentiert, kann man da schon aussortieren als Leser. ( Mona Silver)

Die meisten Autoren bieten vorab Leseproben ihrer Romane. Auch der Internetauftritt eines Autoren erlaubt erste Einblicke in den Schreibstil. Es ist also gut möglich, sich einen ersten Überblick zu verschaffen um Bücher, die womöglich tatsächlich diesem Vorurteil entsprechen, gleich auszusortieren.  

#2 - Nur ein paar Cent für ein eBook?! Das kann doch nichts Gutes sein!

In Verlagen erschiene Bücher kosten gut und gerne je nach "Typ" zwischen 10 und 20 Euro. Wie kann es da also sein, dass Indie-Autoren ihre Bücher für wenige Euro, gar Cent "verkloppen"? Liebe Leser, hier geht es nicht darum, was die Indie-Autoren wollen, sondern müssen.  Für viele Autoren sind diese geringen Preise eine null-null-Rechnung, wenn nicht sogar ein Minusgeschäft. Bei der Kalkulation der Preise müssen jedoch viele verschiedene Komponenten mit betrachtet werden. Welche Preise veranschlagt die "Konkurrenz"? Ist mein eBook sichtbar? Wird es empfohlen oder muss ich mir meine Leserschaft erst einmal erobern? Wurde es professionell korrigiert und lektoriert? Und und und. Autorin Klara Bellis berichtet:

Mit Hilfe eines auf statistischen Auswertungen basierenden E-Book-Preis-Ausrechners habe ich ausgerechnet, dass ich für mein E-Book maximal 2,99 Euro nehmen kann, um es optimal verkaufen zu können. (500 Seiten, nicht professionell lektoriert und korrigiert, eventuell der erste Teil einer Serie).
Leider ist es auch schlichtweg nicht von der Hand zu weisen, dass einigen Lesern selbst dieser Preis bereits zu teuer ist für "nur einen Indie". Hier ist also auch ein Umdenken der Leser gefragt. Einen Roman zu schreiben kostet enorm viel Kraft, Zeit und auch Geld. Die Autoren verwenden ihre spärliche Freizeit, um für die Leser etwas Wundervolles zu erschaffen. Es liegt dann an den Lesern selbst, ob sie bereit sind mit einen entsprechenden Betrag diese Leistung wert zu schätzen. Ist dies nicht der Fall, sind die Autoren gezwungen, ihre Preise möglichst niedrig anzusetzen, um überhaupt das ein oder andere Exemplar an den Leser zu bringen. 

#3 - Bücher von Indies und Autoren in Kleinverlagen können mit richtigen Verlagsautoren nicht mithalten


Ich habe bei Verlagen schon sehr viel Furchtbares gelesen und bei Indies tolle Schätze entdeckt. Umgekehrt genauso. (Christiane Bößel)

Autor ist nicht gleich Autor. Indie nicht gleich Indie. Verlagsautor nicht gleich Verlagsautor. Es ist schlichtweg falsch, alle Autoren einer bestimmten Gruppe  über einen Kamm zu scheren.  Es kommt durchaus vor, dass ein im Selbstverlag produzierter Roman qualitativ ansprechender gestaltet ist als ein Verlagsroman, der mal so "nebenbei" auf den Markt geschmissen wird. Ich selbst habe als Leser bereits so manches in Händen halten dürfen. Verlagsromane, die unter aller Kanone waren. Indies, die wie wahre Perlen erscheinen. Wichtig ist auch hier, sich vorab zu informieren. Und das gilt nicht nur für die "Selfies".  Auch Rezensionen bieten hier eine gute Möglichkeit, rasch einen ersten Überblick zu gewinnen. 

Morgen folgt der zweite Teil der "Vorurteile" :) Was meint ihr zu den bisherigen Vorurteilen? Habt ihr auch Vorurteile gegen Indie-Autoren?

8. Januar 2016

Tag Eins: Vorstellung

am Freitag, Januar 08, 2016 4 Kommentare

Schon lange plane ich diese mir sehr am Herzen liegende Aktion, aber man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel schief gehen und dazwischen kommen kann. Mein Jahr 2015 war turbulenter, als ich es mir je hätte erträumen können. Selbst der Dezember, für den diese Aktion eigentlich angesetzt war, wartete noch einmal mit einem Paukenschlag auf. Nun aber ist es endlich soweit. 

Was wird das, wenn's fertig ist? 

Immer wieder fiel mir bei diversen Blogaktionen und anderen Gelegenheiten auf, dass Indie-Autoren einen wirklich schwierigen Stand in der "Szene" haben. Mit dem Begriff "Indie" verbinden viele Leser mangelhafte, minderwertige Lektüre. Schlechte Dialoge. Platte Geschichten. Rechtschreib- und Grammatikfehler. Und ich muss ganz ehrlich zugeben: auch ich habe schon Bekanntschaft mit Büchern schließen dürfen, die diesen Vorurteilen Nahrung genug bieten. Aber davon habe ich mich nicht abschrecken lassen und ich stolperte über unzählige Autoren, die mit all ihrem Herzblut etwas Wundervolles erschaffen haben. Und mich ärgerte es schlichtweg, dass Leser Autoren wie ihnen keine Chance gaben. 

Und was kommt nun?

Eine Woche lang lest ihr hier Beiträge rund um das Thema "Indie" und Kleinverlag. Vorurteile werden aufgerollt, Leser und Autoren kommen zu Wort und ich versuche mein Bestmögliches, euch einen kleinen Einblick in die meist sehr turbulente Welt der Selbstverleger zu bieten.  Ich würde mich freuen, wenn ihr dieser Aktion nun ein bisschen Aufmerksamkeit schenkt.

Liebe Grüße, 
eure Bücherdiebin





5. Januar 2016

Gemeinsam Lesen

am Dienstag, Januar 05, 2016 4 Kommentare




1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese "Judas" von Amos Oz. Ich bin auf Seite 110.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Schmuel erhielt einen Brief von seinen Eltern. 

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich lese momentan einen Sachtext über die Geschichte Israels. Dementsprechend passt "Judas" von Amos Oz recht gut hinein. In der Geschichte geht es um den ehemaligen Studenten Schmuel, der wegen finanzieller Probleme das Studium beenden muss. Er findet eine Anstellung als "Pfleger" bei einem ominösen älteren Herren. Mit im Haus lebt die rätselhafte Atalja. Das Buch ist eine zarte Verwebung von sanftem Liebesroman und jüdischer Geschichte. Bis jetzt finde ich, dass es sich um eine wirklich gute Mischung handelt und sehr spannend zu lesen ist.

4. Lagen buchige Geschenke unter eurem Tannenbaum oder habt ihr euch vielleicht sogar selbst beschenkt?
Tatsächlich habe ich keine buchigen Geschenke erhalten. Es kommt eher selten vor, dass ich ein Buch geschenkt bekomme. Meist nur dann, wenn ich mir ein Buch wirklich wünsche. Und das kommt - zugegeben - selten vor. Ich leihe, wie häufig schon angesprochen, fast all meine Bücher in der öffentlichen Bibliothek. Ich selbst schaffe mir daher wirklich nur dann Bücher an, wenn sie mir besonders gefallen. Mein Weihnachten war dementsprechend wenig "bücherhaft". Ich habe ein neues Autoradio bekommen, sowie einiges an Geld um mir endlich einen Sattel und passendes Zaumzeug für mein Pferd kaufen zu können :) 

4. Januar 2016

Montagsfrage: Print oder eBook, was bevorzugst du?

am Montag, Januar 04, 2016 6 Kommentare

2016, new year, and decor BildVier Tage ist das neue Jahr schon wieder alt.
Ich möchte euch trotzdem nachträglich noch alles Liebe und Gute, viel Erfolg für das Jahr 2016 wünschen. 

Nun aber zur heutigen Montagsfrage, die sicher hier und da polarisieren wird. Ich lese lieber Print. Ich liebe das Gefühl, ein echtes Buch in der Hand zu haben, eine heiße Tasse Schokolade, Tee oder Kaffee daneben. Im Zweifelsfalle würde ich also  immer das Print-Exemplar bevorzugen. 

Das heißt aber nicht, dass ich eBooks komplett ablehne oder um ihre Vorzüge nicht wüsste. Früher habe ich mich meist gesträubt, ein eBook zu lesen. Aber als Rezensentin   kam ich dann letztendlich nicht mehr "drumherum", da viele Autoren verständlicherweise ein eBook zur Verfügung stellen. Zudem wurden und werden einige Bücher, die ich lesen möchte, nur als eBooks verlegt. Mir wurde dann ein eReader geschenkt, den ich zugegebenermaßen kaum benutze. Mir ist die "Kobo-App" auf meinem iPad einfach lieber und angenehmer zu bedienen. Und ja, es hat schon was. Unterwegs habe ich das iPad ohnehin immer mit. Und es macht schon einen gewaltigen Unterschied, ob ich zur Uni neben den üblichen Lehrbüchern dann auch noch ein dickes Buch mitschleppe oder eben nur eine Datei auf dem Gerät. Auch Abends hat es so seine Vorzüge, mit dem Gerät im Bett zu lesen. Nicht zu vergessen die blitzschnelle Übersetzung, wenn ich fremdsprachige Texte lese. Ein Fingertipp - schwupps - ist die Vokabel geklärt. 

Es hat - wie man sieht - alles so seine Vor- und Nachteile. Meine einstige ablehnende Haltung gegenüber eBooks hat sich deutlich verändert. Dennoch würde ich, wie gesagt, wenn möglich stets zum Print greifen. 

2. Januar 2016

Vanessa Sangue: Dark Hope - Verbindung des Schicksals

am Samstag, Januar 02, 2016 0 Kommentare

Bereits mit ihrem  Debüt ("Dark Hope - Gebieter der Nacht")   gewann  Autorin Vanessa Sangue mein Leserherz. Kein Wunder also, dass ich sehnsüchtig auf die Veröffentlichung des zweiten Bandes wartete. Am 3. Dezember 2015 war es dann endlich soweit. 

Die Erd-Elementa Selene wird im Blumenladen, in dem sie arbeitete, von ihrem Ex-Freund bedrängt. Plötzlich steht der gut aussehende, hoch gewachsene Lucano im Laden und schmettert den unliebsamen Ex im wahrsten Sinne des Wortes durch die Tür. Dass der Gestaltwandler-Leopard nicht zufällig in der Gegend ist, ahnt Selene nicht. Ihr wurden die Erinnerungen an ihre Kindheit im Revier der Leoparden nach einem dramatischen Zwischenfall genommen. Doch Lucano erinnert sich umso mehr an das damals noch kleine Mädchen, zu dem er sich hingezogen fühlte und in dem er nun - herangewachsen zu einer attraktiven jungen Frau - seine Gefährtin erkennt. Doch diese Begegnung mit Lucano bleibt nicht die einzige, Selene verliebt sich in den Panther, dessen Herz ihr schon längst gehört. Und mit dem Aufleben dieser Gefühle, versuchen auch ihre Erinnerungen gewaltsam durchzubrechen und verursachen nicht vorhersehbare gesundheitliche und psychische Probleme bei Selene. Lucano fürchtet, dass seine Liebste Schaden davon tragen könnte. Zudem ist er in Sorge um das Rudel, das von Hyänen angegriffen wurde. Doch gemeinsam schaffen Lucano und Selene alles, denn ihre Schicksale sind untrennbar miteinander verwoben.

Ich liebe Vanessas Erzählstil. Wer Nalini Singh mag, wird Vanessa lieben.  Lebhaft und liebevoll zeichnet sie die Charaktere, als Leser muss man sie einfach gern haben. Die Welt von "Dark Hope", bereits aus dem ersten Teil bekannt, ist eine faszinierende, vielschichtige und gut durchdachte Kulisse. Der Erzählstil der Autorin ist angenehm und spannend. Ich habe das Buch nur selten und ungern aus der Hand gelegt. Auch die Idee des Buches gefällt mir sehr gut. Die Verbindung zwischen Selene und Lucano ist wirklich herzerwärmend. Eingebettet in eine spannende Rahmenhandlung, erlebt der Leser diese schwierige Phase der Erd-Elementa hautnah mit. 

Für mich persönlich ist Vanessa Sangue die Romantic-Fantasy-Newcomerin schlechthin. Ich freue mich bereits auf noch viele weitere Romane der Autorin und kann diesen Teil der Dark Hope-Reihe jedem wärmstens empfehlen, der gern Romantic-Fantasy liest.


Dark Hope - Verbindung des Schicksals - Vanessa Sangue - Egmont Lyx Digital - 391 Seiten 




 

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