28. März 2016

Wie lange brauchst du im Schnitt für ein Buch von ca. 300 Seiten? War das schon mal anders?

am Montag, März 28, 2016 3 Kommentare

Die Frage kann ich so pauschal ehrlich gesagt gar nicht beantworten?! Bei mir hängt das Lesetempo auch maßgeblich vom Buch ab und kann echt stark variieren. Ich hab mal geschaut, wie lange ich so für meine letzten Bücher gebraucht habe:

Die vergessene Tochter; ca. 350 Seiten - 7 Tage
Rockherz; ca. 320 Seiten - 2 Tage
Judas; ca. 330 Seiten - 6 Tage

Ich schaffe etwa 50 - 60 Seiten pro Stunde, geschätzt. Aber je nach Schreibstil, natürlich auch Schriftgröße, &&& kann das stark variieren. Ich brauche auch immer etwas länger beim Lesen, wenn die Geschichte sehr verworren ist oder der Sprachstil/die Geschichte mich nicht packt. Manchmal habe ich das Gefühl, ich hätte früher schneller und mehr gelesen. Aber wenn man rein nach den "Zahlen" geht,stimmt das nicht. In der Unizeit lese ich auch deutlich mehr, da ich dann pendeln muss und im Zug lese. Zuhause lenken mich viel zu viele andere Dinge ab, als das ich in den Ferien so viel lese wie in der Vorlesungszeit. Das klingt vielleicht verquer, weil man ja eigentlich meinen müsste, ich lese mehr in den Ferien. :D Aber ich merke wirklich immer stark, dass ich viel besser voran komme, sobald die Uni wieder los geht. 

26. März 2016

Tiffany Baker: Die vergessene Tochter

am Samstag, März 26, 2016 2 Kommentare
Tiffany Baker
Die vergessene Tochter

btb Verlag
352 Seiten
2015
Gegenwartsliteratur

Die Straßen sind vereist, als der Gemeindebus vollgepackt mit Kindern und Jugendlichen die gefährliche Straße zum Städtchen Titan Falls passiert. Ein Autofahrer bedrängt den Bus und Fahrer Fergus hat das Gefährt nicht mehr unter Kontrolle; der Bus stürzt in die Tiefen der nahen Schlucht, die Leichte einer vor Jahren vermissten Frau wird gefunden und ein Mädchen kommt zu Tode. Der reiche Unternehmer, Besitzer der örtlichen Papiermühle und "Bürgermeister" Cal McAllister war es, der den Bus abdrängte. Doch er und seine Frau June versuchen den Unfall, bei dem auch ihr eigener Sohn Nate betroffen war, zu vertuschen. Gemeinsam intrigieren sie gegen die im Elend lebende kleine Familie Snow, drei Geschwister in absoluter Hungersnot,  und stellen Zeke Snow als den wahren Täter dar. Nun lastet alle Schwere auf Mercys Schultern. Sie muss nun versuchen, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen und ihre kleine Schwester durchzufüttern. Ihr Weg führt sie zu Schäferin Hazel, wo sie sich einen kleinen Lohn verdienen kann. Doch das Elend scheint für die Snows kein Ende zu nehmen und die Suche nach Beweisen für die Unschuld Zekes bringt noch weit größere Geheimnisse ans Licht. 

Handlung // Mir persönlich waren die Papiermühlen als Kapitel der amerikanischen Geschichte nicht bewusst. Dass Tiffany Baker nun ein solches Papierstädtchen zum Handlungsort ihrer verworrenen Familiengeschichte wählt, ist also sehr interessant und bringt dem Leser so auch ein wenig Geschichte näher. Im Zentrum der Handlung stehen drei sehr unterschiedliche Frauen: Schäferin Hazel, die Vollwaise Mercy und June McAllister.  Der Roman behandelt nicht nur die Aufklärung des initialen Unfalls, sondern auch die totgeschwiegene Vergangenheit der Stadt. In ihrer Art erinnert das Ganze ein bisschen an ein Märchen. Die böse Hexe June und das arme, in Elend lebende Mädchen Mercy.  Mir hat die Handlung sehr gut gefallen. Der rote Faden war stets gut zu erkennen  und die Spannung ließ nicht nach. Ich habe das Buch beinahe in einem Zug gelesen, da ich es kaum aus der Hand legen mochte.

Personen // Wie bereits angedeutet, haben wir es mit drei sehr verschiedenen Protagonistinnen und vielen Nebendarstellern zu tun. Mercy Snow, ihr Bruder Zeke und die kleine Schwester Hannah leben als Vagabunden und kehren nach dem Tod der Mutter zum Wohnort des fast unbekannten Vaters zurück, der allerdings ebenfalls tot ist. Sie leben in einem kleinen Caravan, haben kaum genug zu essen und sind wirklich die personifizierte Armut. Doch die Familie besitzt etwas ganz maßgebliches: Die Liebe zueinander, die wirklich in jeder Sekunde für den Leser greifbar scheint.
June McAllister ist die Frau des Papiermühlenbesitzers Cal McAllister. Die Familie ist stets um das gute Ansehen bemüht und recht streng. Sohn Nate wird von beiden Elternteilen zwar geliebt, doch die Anforderungen an einen McAllister sind mit viel Druck verbunden. Schließlich soll Nate einmal die Mühle übernehmen, die jedoch schon lange nicht mehr gut läuft. Zudem muss Nate über den Verlust seiner Freundin Suzie hinwegkommen, die bei jenem von seinem Vater verursachten Unfall starb. Insgesammt ist die Familie McAllister eine jener Familien, die auf Biegen und Brechen den schönen Scheiß wahren möchte, doch unter der Hülle brodelt es gewaltig. 
Die Dritte im Bund ist Hazel Bell. Ihr Mann Fergus war der Fahrer des Busses und ist seit dem Unfall schwer beeinträchtigt und muss gepflegt werden. Die rüstige Frau hat früh ihren einzigen Sohn verloren und gilt als Außenseiterin des Städtchens. Sie vertieft sich ganz in die Pflege ihrer Schafsherde und ist die einzige, die Mercy überhaupt eine Chance eingesteht.  
Insgesamt sind die Personen aus Bakers Roman unglaublich nahbar. Man leidet mit ihnen, fiebert mit ihnen oder hasst sie. Besonders Hazel und die Familie Snow habe ich sehr lieb gewonnen. Tiffany Bakers Charaktere sind zudem der beste Beweis dafür, dass nicht immer alles nur schwarz und weiß ist, sondern vielschichtig und manchmal auch sowohl schwarz, als auch weiß. 

Schreibstil // Bereits auf den ersten Seiten verliebte ich mich in den sehr angenehmen, malerischen Erzählstil der Autorin. Hier gibt es kaum viel mehr zu sagen, als dass der Text qualitativ wirklich unglaublich gut ist und wunderschön geschrieben wurde. Es macht allein der Sprache wegen eine Freude, diesen Roman zu lesen. 

Fazit // Der Roman ist der erste, den ich von dieser Autorin lese und wird nicht der letzte bleiben. Und dieses Buch gehört zu jenen, die man nun ein bisschen im Schrank ruhen lässt, um sie dann erneut zu genießen. Die vergessene Tochter  ist ein durch und durch herzerwärmender und irgendwie auch beklemmender Roman, der den Leser zum Nachdenken anregt und gleichzeitig sehr gut unterhält. Von mir daher eine klare Empfehlung! 

23. März 2016

Moduleinschreibung. Ein Trauerspiel.

am Mittwoch, März 23, 2016 2 Kommentare

Was bisher geschah....
Montag. 21. März 2016. Auf der Seite der Universität Leipzig prangt groß und unübersehbar: Achtung! LogIn einiger Studenten funktioniert nicht. Belegung verschoben. Bitte umgehend melden. Hastig loggte ich mich ein und erkannte mit einem Erleichterungsseufzer: du gehörst nicht dazu! Voller Hoffnung wartete ich also, bis...

...heute
Ich hatte zwar bereits von Universitäten mit sogenanntem Windhundverfahren gehört, die realen Konsequenzen konnte ich - verwöhnt vom Jena'schen System - jedoch nicht abschätzen. Dort bewarb man sich für Veranstaltungen und an einem Stichtag wurde dann ausgelost, wer die Plätze bekam und wer nicht. In Leipzig hingegen das altbekannte Prinzip: wer zuerst kommt, mahlt zuerst.  Oder anders: wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. 

Die LogIn-Probleme  sind behoben, die Einschreibung kann doch pünktlich um neun Uhr beginnen. Ich stelle mir einen Wecker, mache mir einen Kaffee und warte. Warte bis es neun ist. Und denke mir gegen 8 Uhr 59: "So. Jetzt schreibst du dich ein." Fast eine Stunde später erkenne ich meinen Fehler. "Nein, da schreibt man sich nicht so einfach ein." Das System hängt, meldet Fehler, funktioniert nicht. Ich bin den ersehnten und wichtigen Modulplätzen genau so weit entfernt wie noch vor einer Stunde. Ich habe bisher allein meinen LogIn eingeben können und auf "Master Germanistik Schwerpunkt Sprachwissenschaften" klicken dürfen. Mehr nicht. Dann hängt's. Und so sitze ich hier, drehe Däumchen und warte, warte, warte. Die Twitter- und Facebookposts zum Thema bestätigen mir aber wenigstens, dass ich nicht allein leide. 

09:56
Error 505: Es ist ein interner Serverfehler aufgetreten.
Mein Geduldsfaden reißt allmählich.

10:42
Fast zwei Stunden - wow!

11:37
Zwei von drei Seminaren habe ich nun endlich belegen können.
Nun wieder Wartezeit!

12:32
Immer noch warten. Warten auf Godot.

12:40
Der Vorhang fällt. Ich habe alle Veranstaltungen, die ich benötige, belegt. Nach nunmehr vier Stunden kann ich mich endlich anderen Dingen im Leben zuwenden :D




23.03.2016

am Mittwoch, März 23, 2016 0 Kommentare

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese "Die vergessene Tochter" von Tiffany Baker. Ich bin auf S. 161.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Wenn die Trauer nach einem Unheil nicht in geregelte Bahnen gelenkt wird, sucht sie sich selbst einen Weg ins Leben der Betroffenen, auf viele schleichende Arten."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Dieses Buch liegt schon länger (viel zu lang!) auf meinem SUB, da ich immer wieder andere Bücher vorgezogen habe Warum, weiß ich gar nicht so recht. Ich bin nämlich verliebt in das Buch :D Erzählt wird die Geschichte einer kleinen Papiermühlen-Stadt in den Wäldern von New Hampshire. Betrachtet werden drei sehr unterschiedliche Frauen: die wohlhabende June, die rüstige Hazel und die in Elend lebende, ruhlose Mercy. Das Buch ist wundervoll geschrieben, Bakers Schreibstil ist begnadet! Ich kann das Buch kaum fortlegen und bin schon gespannt, tiefer in das Geheimnis der Stadt einzudringen. 

4. Bleiben eure Lieblingsbücher immer gleich oder gibt es Bücher, die ihr mal geliebt habt und jetzt nicht mehr, oder Bücher, die ihr mal nicht mochtet und jetzt liebt? Und welche Bücehr sind das? (Frage von Corly)
Da ist es glaube ich wie mit den Liedern. Es gibt solche "Evergreens". Lieder, die man schon seit 20 Jahren unverändert liebt und immer wieder als Lieblingslied bezeichnen würde. So verhält es sich auch mit den Büchern. Bei mir sind das z.B. Die unendliche Geschichte, Das Geisterhaus oder Die Jagd nach dem Stiefel. Es handelt sich hier um Bücher, die ich schon als Kind geliebt habe und immer und immer und immer wieder lese und doch auch immer wieder eine neue Facette entdecke. Und dann gibt es natürlich Bücher, die sind mal phasenweise meine Lieblingsbücher, die Begeisterung klingt dann aber doch wieder ein bisschen ab. So zum Beispiel beim ersten Band der "After"-Reihe. Den habe ich geliebt, verschlungen und in den Himmel gelobt, aber so im Nachhinein: ja, gutes Buch. Aber nicht mehr mein Lieblingsbuch :D 

21. März 2016

Besitzt du Bücher, die hinten im Regal stehen (oder gar nicht im Regal stehen), weil du dich insgeheim dafür schämst?

am Montag, März 21, 2016 8 Kommentare

Ja, durchaus :-D Ich glaube ja fast, solche Bücher hat jeder. Selbst im Regal meiner Mutti findet sich ein Buch in hinterer Reihe, damit es nicht gleich gesehen wird. Bei mir stand lange Zeit das Kamasutra  in zweiter Reihe. Ich selbst hätte mir das nie, nie, nie gekauft. Ich bekam es als Joke zum 18ten Geburtstag, soweit ich weiß. Das habe ich damals sofort in die allerentfernteste Ecke verfrachtet, mittlerweile hab ich's allerdings ganz aus dem Haus verbannt. Ansonsten... also momentan nein. Es stehen zwar bei mir auch viele Bücher in zweiter Reihe, aber nur weil mein Platz nicht ausreicht. Ich schäme mich an sich für keines meiner Bücher. Einen anderen Germanisten würde ich nun vielleicht nicht gerade in mein Zimmer führen, da viel "Schund- und Trivialliteratur" (so die gängige Meinung meiner werten Kollegen) in meinen Regalen steht. Aber ich kenne keine anderen Germanisten oder Germanistikstudenten und die Zahl meiner Gäste geht eh gen null, sodass ich nicht in die Verlegenheit komme, etwas verbergen zu müssen. 

19. März 2016

Andie F. Andersson : Rockherz

am Samstag, März 19, 2016 0 Kommentare

Almond ist hin und her gerissen. Als Scheidungskind zweier sehr unterschiedlicher Eltern hat sie ihren Platz im Leben noch nicht gefunden und pendelt zwischen Miami, London und München. Ihre Mutter gehört der Britischen Oberschicht an, ihr Vater ist Manager einer  amerikanischen Rockband und lebt für die Musik. Als Al ihren Vater in Amerika besuchen kommt, lernt sie die neusten Schützlinge ihres Vaters kennen: Burnside Close. Und sie verliebt sich Hals über Kopf in den Leadsänger Morris. Doch die Liebe steht unter keinem guten Stern und rasch überschlagen sich die Ereignisse, sodass Almond aus ihrem Leben gerissen wird und sich auf die Suche nach sich selbst begeben muss. Sie versucht sich selbst in die nüchternen Zukunftspläne ihrer Mutter zu pressen, doch letztlich brennt in ihr das Feuer für die Rockmusik - und für Morris.

Inhaltlich hatte mich Andie F. Andersson rasch. Ich war ein bisschen skeptisch, diese "Rockmusik-Liebesromane" gibt es nun ja doch schon häufiger.  Doch hier handelt es sich um keinen 0-8-15-ich-himmle-den-Sänger-an-Roman. Almond ist eine sehr kluge und facettenreiche junge Frau, die sich selbst finden muss in einer Welt, die an ihr an allen Enden zerrt. Sie ist hin und hergerissen und wird von den Wünschen ihrer Eltern bestimmt, dabei vergisst sie ihre eigenen Träume - oder besser gesagt, sie gibt sie fast auf. Denn ihr gelingt es nur schwer, sich gegen ihre etwas steife und konservative Mutter zu wehren, für die eine Zukunft im Showgeschäft für Al absolut nicht in Frage kommt. Es müssen viele Jahre ins Land gehen und viele herbe Enttäuschungen Almonds Weg kreuzen, ehe sie endlich ihre Augen öffnet und für ihre eigenen Träume einsteht und sich hierfür auch gegen ihre Mutter wendet.

Die Personen nahmen mich rasch für sich ein. Almond ist eine Romanfigur zum Anfassen. Man liebt sie, fiebert mit ihr, trauert mit ihr, spürt ihre Angst, ihre Zweifel und ihren Schmerz.  Die Autorin zeichnet all ihre Personen so liebevoll, dass man sie einfach liebgewinnen muss und sie als Freunde betrachtet. Umso schwerer fiel es mir, den Roman zu beenden. Ich habe selbst jetzt noch einen Kloß im Hals, denn es fühlt sich wie ein Abschied an.

Sprachlich war der Roman solide mit kleinsten Mängeln; Tippfehler, fehlende Worte oder ein Wort zuviel hat sich in die Sätze geschlichen. Kleine Lappalien, nichts Dramatisches. 

Insgesamt also ein absolut überzeugender Roman, der sich mit der Selbstfindung einer jungen Frau beschäftigt und damit ein sehr wichtiges Thema anspricht. Almond lehrt den Leser, dass er nach den Sternen greifen sollte, statt sich mit dem zufrieden zu geben, was einfach und schnell zu erreichen ist oder/und den anderen so in den Kram passt. 

Andie F. Andersson: Rockherz - 324 Seiten - 1,99 €

18. März 2016

Mary Higgins Clark: Gnadenfrist

am Freitag, März 18, 2016 0 Kommentare

Die Bücher von Mary Higgins Clark begleiten mich schon sehr lange. Als Teenager habe ich viele Bücher der Autorin verschlungen. Nun, nach langer Pause, habe ich mit Gnadenfrist wieder zu ihr gefunden und auch Gnadenfrist habe ich kaum noch aus der Hand legen können.   Das Buch erschien erstmals 1988. Die mir vorliegende Ausgabe erschien im Heyne Verlag und umfasst 250 Seiten. 

Steve, ein Journalist, und sein Sohn Neil haben eine schwierige Zeit hinter sich. Steves Frau wurde von einem Mörder im Haus überrascht und mit ihrem Schal erdrosselt. Der junge Neil fand seine Mutter und sah dem Mörder in die Augen, ehe dieser die Flucht ergriff. Erst Jahre später kämpft sich Steve zurück ins Leben, an seiner Seite nun die junge und schöne Sharon Martin. Doch die Beziehung leidet unter Spannungen, denn Steve ist Befürworter der Todesstrafe, Sharon Gegnerin. Besonders der Fall von Ronald Thompson beschäftigt die Gemüter, denn er ist der Mörder von Steves Frau - oder?!
Kurz vor der Hinrichtung des jungen Mannes scheint sich jedoch der Alptraum zu wiederholen, als ein Entführer namens Foxy Neil und Sharon entführt und mit einer Bombe in einen kalten und nassen Verschlag sperrt. Und Plötzlich tickt die Uhr. 

Schnell verfiel ich wieder in mein altes "Clark-Fieber". Der Roman war von der ersten Seite an spannend und ich fand schnell in die Geschichte ein. Teilweise erschienen mir einige Passagen... nicht zeitgemäß. Ich war irgendwie mit der Erwartung heran gegangen, es hier mit einem modernen Buch zutun zu haben. Tatsächlich erschien Gnadenfrist bereits erstmalig in den 70ern. Das merkt man dem Roman kaum an. Nur stellenweise kommen Fragen auf, wenn es zum Beispiel um veraltete Technik geht. Ansonsten hätte die Geschichte auch gut und gerne zeitgenössisch sein können. 
Der Fall ist spannend und von Clark super beschrieben. Sie wechselt rasch die Perspektiven und beleuchtet den Fall so von wirklich vielen Blickwinkeln, was es unglaublich spannend macht und es fühlt sich an, als würde ein Puzzle nach und nach aneinander gefügt. Ein bisschen wie ein Mosaik. Das mag nun vielleicht ein bisschen chaotisch klingen, ist aber ganz im Gegenteil sehr schön nachvollziehbar und angenehm zu lesen. Die Personen sind dem Leser rasch sympathisch, Sharon erobert die Herzen der Leser durch ihre liebevolle und kluge Art, mit dem an Asthma erkrankten Neil in dieser Extremsituation umzugehen. Für mich ein absolut gelungener Roman und ich werde mir sicher bald wieder einen Roman der Autorin besorgen. 

Alles Leipzig - oder was?!

am Freitag, März 18, 2016 0 Kommentare

Momentan ist Leipzig in aller Munde, was vor allem an der an diesem Wochenende stattfindenden Leipziger Buchmesse liegen mag. Ich selbst fahre dieses Jahr nicht, was sich aus persönlichen Gründen so ergeben hat. Ich habe in diesem Jahr leider keine Begleitung und allein fahren möchte ich nicht. Zudem muss ich sagen, dass es sich für mich momentan einfach nicht lohnt und ich keinerlei Lust habe auf die vielen Menschen, das Gedränge, die Hitze in den Hallen. Stattdessen werde ich dieses Wochenende mit Pferd, Familie und Lesen verbringen. 

Leipzig ist momentan dennoch ein großes Thema in meinem Leben, denn zum 04.04.2016 beginne ich mein Master-Studium Germanistik in Leipzig. Wandere also wie einst Christa Wolf von Jena nach Leipzig, um meiner großen Leidenschaft - der Germanistik - auch im Master-Studiengang nachgehen zu können. Leider bietet die Universität Jena keinen Master in diesem Fach an, sondern allein in den jeweiligen "Teilgebieten" Literatur und Sprachwissenschaften getrennt. Doch ich möchte der guten Mischung treu bleiben und werde daher ab Semesterbeginn nach Leipzig pendeln. Für den Master habe ich mich im Übrigen - was einige vielleicht wundern wird - gegen den Schwerpunkt Literatur entschieden und die Sprachwissenschaft gewählt, der ich mich mit Leidenschaft und Herzblut verbunden fühle. Die Literatur wird daher nur noch 1/3 des Studiums für mich ausmachen und ich werde mich mit Grammatik, Sprachhistorie, Syntax, Linguistik & co. umgeben.  

Ein klassischer "Linguistic-Joke" :) 

Ja, was beschäftigt die Bücherdiebin momentan sonst so? Ich habe alle Hände voll zu tun mit meinem ersten großen Lektorat. Die Mutter eines Bekannten trat auf mich zu und fragte mich, ob ich ihr Werk - sie möchte als Selfpublisher veröffentlichen-  lektorieren und korrigieren könne. Ich sagte natürlich zu, auch wenn es sich um ein großes Stück arbeit handelt. Das Buch ist - soviel verrate ich - wunderbar und so kreativ. Ich bin begeistert von dem Ideenreichtum und der meiner Meinung nach außergewöhnlichen Idee. Gemessen am Umfang (Momentan handelt es sich um 5 Bücher zu je etwa 500 Seiten, die Autorin schreibt fleißig weiter.) und an den einem Debütwerk eigenen kleinen Holprigkeiten gibt es jedoch jede Menge zu tun. 

Ich habe zudem gestern das Buch Gnadenfrist von Mary Higgin Clark beendet und bald bekommt ihr eine Rezension zu dem spannenden Thriller. Ich habe heute dann mit Rockherz von Andie F. Andersson angefangen und bin schwer begeistert. Da ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, werde ich wohl auch hier bald schon meine Eindrücke verfassen können. Aller guten Dinge sind drei, deswegen lese ich zudem momentan noch Der Wachsblumenstrauß von Agatha Christie. Dieser liegt schon länger auf meinem SuB und da der Film zu Ostern ausgestrahlt werden soll, lese ich nun noch rasch das vom Film stark abweichende Buch. 

Nun hab ich euch einigermaßen auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht :D Und ende mit den Fragen:

Fahrt ihr auf die Leipziger Buchmesse oder ward ihr schon? Wenn ihr euch entscheiden müsstet, würdet ihr lieber mit Literatur oder Sprache als "Phänomen" arbeiten? Was lest ihr zur Zeit und wie verbringt ihr das Wochenende? 

Liebe Grüße,
eure Bücherdiebin Lisa

15. März 2016

15.03.2016

am Dienstag, März 15, 2016 4 Kommentare

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?Ich lese "Gnadenfrist" von Mary Higgins Clark. Ich bin auf Seite 114.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Und ich zwang mich, an etwas Schönes zu denken, das ich tun würde. wenn ich wieder zu Hause wäre."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Als Jugendliche, ich muss um die 13 gewesen sein, habe ich schon einmal ziemlich viele Romane der Autorin verschlungen. Und dann irgendwie nicht mehr, ich weiß gar nicht warum? Deswegen habe ich mir neulich dieses Buch in der Bibliothek ausgeliehen und bin - nach, wie vor - hin und weg von ihrem spannenden und tollen Erzählstil. Die Story ist einfach toll. Und ich liebe es, wie sie nahezu kapitelweise von Perspektive zu Perspektive springt. Das mag im ersten Augenblick verwirrend wirken, aber diese schnellen Szenenwechsel sind super und beeinträchtigen auf keinen Fall das Lesen. Vielmehr macht es das Buch gerade spannend, weil man andauernd einen ganz neuen Blick auf den Fall erhält. 

4. Liest du immer kapitelweise oder unterbrichst du ein Buch an einer beliebigen Stelle?
Ich lese vorzugsweise in "Kapitelhäppchen". Oder doch wenigstens bis zu einem markanten Absatz, einer Leerzeile o.ä. Da ich allerdings viel unterwegs lese, kann es auch schonmal sein, dass ich mittendrin schnell aufhören muss. Dann komm ich natürlich nicht drum herum, das Buch an einer beliebigen Stelle zu unterbrechen. Ich erwische mich dann aber oft dabei, wie ich beim Weiterlesen noch einmal die letzten Absätze lese, um wieder rein zu kommen.

14. März 2016

Was haltet ihr von Büchern, die auf Filmen basieren, also die erst nach dem Film geschrieben worden sind?

am Montag, März 14, 2016 3 Kommentare

Mh.... Ich habe glaube ich noch gar kein Buch gelesen, das in diese Rubrik fällt?! Ich kann mir daher kaum ein Urteil darüber erlauben. Allerdings habe ich absolut nichts dagegen und würde die Bücher auch sofort lesen, wenn sie gut geschrieben sind. Woher der "Stoff" kommt, ist mir ja an sich als Leser egal. Er muss mir gefallen und gut umgesetzt werden. Und dem steht ja nichts im Wege, auch wenn das Buch eigentlich auf einem Film basiert. Es darf eben keine stupide, nichtssagende Nacherzählung des Films sein.  Es sollte den Begriff "Roman" schon auch verdienen.  Aber das betrifft ja nicht nur die auf Filmen basierenden Bücher, sondern jegliche Literatur. 

11. März 2016

LYX.Storyboard: In deinem Schatten

am Freitag, März 11, 2016 0 Kommentare
Schon vor ein paar Tagen habe ich euch auf das Schreibfest des LYX Storyboard aufmerksam gemacht, ganz unter dem Motto Bad Boys. Heute möchte ich euch einen meiner persönlichen Favoriten des Schreibfestes vorstellen. Aber mal der Reihe nach ;) 

Schreibfest "Bad Boys" - Worum gehts?

Bis zum 15.02. konnten interessierte und begabte Nachwuchsautoren ihre Kurzgeschichten rund um das Thema "Bad Boy" beim LYX Storyboard einreichen. Die Geschichten wurden dann geprüft und werden nun seit dem 01.03.2016 nach und nach eingestellt, sodass sie der Community zugänglich sind. Vom 21.03.2016  bis zum 31.03. 2016 kann dann die Leserschaft ihre Meinung kundtun und für ihren Liebling abstimmen. Im Anschluss findet eine Bewertung durch die Jury statt.

In deinem Schatten

Lissiana ist Ermittlerin im Morddezernat. Vor zwei Jahren, noch beim Sonderkommando, gelang ihr, einen der berüchtigten Cohen-Brüder, John Cohen, hinter Gitter zu bringen. Um ihr Ziel zu erreichen, lebte sie einige Zeit als Undercover-Agentin mit dem attraktiven Mann zusammen, dem sie ungewollt ihr Herz schenkte. 
Nun ist sie an einem Serienmörder dran, der seine Opfer brutal misshandelt und dann mit Brautkleid und Rosen-Bouqet drapiert. Sie braucht die Hilfe eines Mannes, der sich im New Yorker Untergrund auskennt, sie braucht John. Ihr Wiedersehen im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses verläuft jedoch alles andere als glücklich. Der taffe John ist nach wie vor tief verletzt, denn die Zeit mit Lissiana war für ihn eine der schönsten seines Lebens. Doch sie hat ihn skrupellos verraten. Und auch Lissiana spürt nach wie vor die Gefühle aufwallen, die allein John in ihr heraufbeschwören kann. Wird John sich dazu bereit erklären, mit der Polizistin, die sein Herz brach, zusammen zu arbeiten?

"Denn anstatt sich unwohl und bedroht umzusesehen sah der Hüne nur sie an. Seine Lippen umspielte ein sarkastisches Lächeln, das dafür sorgte, dass sich eine Gänsehaut auf Lissianas Körper ausbreitete. Nein, das konnte kein gutes Zeichen sein."

Da ich mich für alles in Richtung "organisierte Kriminalität und Mafia" interessiere, war klar, dass ich diesen Beitrag des Schreibfestes zuerst würde lesen wollen. Die Autorin hat einen sehr angenehmen Erzählstil, der die Szenen und Personen perfekt ausschmückt und so dem Leser bildhaft rüberbringt. Vom ersten Wort an gelingt es ihr, Spannung aufzubauen. Und diese Spannung geht bis zum Schluss nicht verloren. Die Erzählung bietet viel Raum für Randbemerkungen und kleinere Abschweifungen, die laut Kommentaren auf dem Storyboard hier und da dafür Unmut gesorgt haben. Ich selbst empfand diese "Abschweifungen" jedoch keinesfalls als unangenehm. Sie trugen beim Lesen dazu bei, dass mein Interesse geschürt wurde. 
Die Protagonisten werden trotz der Kürze des Beitrags plastisch beschrieben und nehmen den Leser für sich ein. Lissiana und John sind greifbar und sympathisch, auf ihre ganz eigene Art und Weise. Der Autorin gelingt die Umsetzung des Themas "Bad Boy" vortrefflich. Wenn John Cohen kein Bad Boy ist, wer dann?! (Nun gut, sein kleiner Bruder vielleicht. Aber das zählt nicht!)
Leider fielen mir einige kleinere Rechtschreibfehler auf, die man noch hätte ausmerzen können. Zudem handelt es sich bei dem Beitrag eher weniger um eine Kurzgeschichte im klassischen Sinne. Die Episode endet mit einem sehr, sehr offenen Ende. Der Leser wird neugierig und nach mehr lechzend zurückgelassen. Die Kurzgeschichte wirkt daher eher, wie der Einstieg in einen unheimlich guten Roman. Es ist nun Ansichtssache, ob damit nicht ein wenig das Thema des Wettbewerbs verfehlt wurde. Mich hat dieser "Erstes-Kapitel"-Charakter allerdings nicht gestört, sondern vielmehr die Hoffnung geschürt, dass da vielleicht noch mehr kommt. Ich zumindest würde mich wahnsinnig freuen, von der Wettbewerberin mehr rund um Lissiana und John lesen zu dürfen. 

Wichtige Links





8. März 2016

08.03.2016

am Dienstag, März 08, 2016 2 Kommentare


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese "Gnadenfrist" von Mary Higgins Clark. Ich bin auf S. 28/251.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Mit kreischenden Bremsen kam das Taxi vor dem Gebäude des News Dispatch in der östlichen 42. Straße zum Stehen.


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Noch bin ich ja ganz am Anfang des Buches. Doch schon jetzt fesselt mich die gerade in Gang kommende Handlung. Bereits auf den ersten Seiten konstruiert Mary Higgins Clark ein Gänsehaut-Feeling, das zum Thema des Buches passt. Ich bin schon sehr darauf gespannt, wie es weitergehen wird.


4. Hast du eine Geschichte und ihre Charaktere jemals so sehr geliebt, dass du richtig niedergeschlagen warst, als du das Buch fertig gelesen hattest? 
Oft. Sehr oft. Für mich bedeutet das Fertiglesen eines Buches meist auch den Abschied von lieb gewonnenen Protagonisten. Ich bin allgemein jemand, der sich auf Bücher (Serien, und Filme) sehr emotional einlässt. Manchmal nimmt mir das sogar die Freude daran. Ganz oft bin ich traurig, weil eine von mir lieb gewonnene fiktionale Welt eben genau das ist und bleibt - fiktional. Ich bekomme dann so richtig eine Art "Sehnsucht". 

7. März 2016

J.R.Ward: Mondspur

am Montag, März 07, 2016 2 Kommentare


Mondspur (Black Dagger; Band 5)
J. R. Ward
Heyne, 2008
320 Seiten
7,95 €

Inhalt

Die Aristokratin Bella wurde von einem der Lesser, Mr. O,  gefangen und in das Zentrum der Gesellschaft gebracht. Doch statt sie zu töten, hält O die Vampirin in einem Röhrensystem fest und verliebt sich in sie. Doch Liebe bedeutet für O gleichsam Qual und Schmerz. Er misshandelt die schöne junge Frau. Doch das furchterregendste Mitglied der Bruderschaft der Black Dagger, Zsadist, gibt nicht auf um Bella zu finden. Die dunkelhaarige Schönheit hat Eindruck bei ihm hinterlassen, nicht zuletzt, weil sie ihn nicht abstoßend findet und seine Nähe sucht - für Zsadist, der lange Zeit als Blutsklave missbraucht wurde, eine enorme psychische Herausforderung. Als es ihm gelingt, Bella zu befreien, wird er mit der Zuneigung der Vampirin konfrontiert und weiß nicht, wie er damit umgehen soll. Bella ginge es viel besser, entschiede sie sich für Zsadists Zwillingsbruder Phury. Gemeinsam schützen sie die missbrauchte Frau gegen ihren Peiniger, der nach wie vor auf der Suche nach seiner Frau ist.

Meinung

Bis her fand ich alle Black Dagger Teile mitreißend und herrlich geschrieben. Mondspur hat das ganze noch einmal übertrumpft, nicht zuletzt der herrlichen Protagonisten und der herzzerreißenden Geschichte wegen. In Mondspur wird nun endlich die Vergangenheit des gebrandmarkten Zsadist beleuchtet. Dieser lebte als Blutsklave bei einer Vampirin, die ihn auch sexuell demütigte und missbrauchte. Zsadist kann nur ein einziges Gefühl verstehen: Wut. Er lechzt nach Schmerz, empfindet sich selbst als unrein und sein Selbsthass scheint unendlich. Dass Bella Gefallen an ihm findet, erscheint dem abgemagerten, weil unterernährten, Krieger daher vollkommen absurd. Er kann ihre Nähe und ihre Gefühle kaum ertragen und handhaben. Oftmals kippt die Stimmung, da Zsadist mit der Situation maßlos überfordert ist. 
Sprachlich darf man kein Meisterwerk erwarten, es handelt sich hierbei um Unterhaltungsliteratur. Und die ist gelungen. Die Protagonisten sind super sympathisch, die Rahmenhandlung wird fortgeführt, während die Binnenhandlung um Zsadist und Bella einfach grandios ist. So ein richtig schöner Roman zum Mitfiebern, der mit sehr vielschichtigen und interessanten Charakteren aufwartet. Für alle Romantik-Fantasy-Vampir-Freunde daher eine absolute Leseempfehlung! 


Bist du jemand, der seinen Buchbestand regelmäßig ausmistet, oder behältst du lieber alle deine Bücher?

am Montag, März 07, 2016 1 Kommentare

"Welcher Buchbestand?!", frage ich mich da sofort. Denn - ich gebe es zu - ich besitze sehr wenige Bücher, zumindest als Angehörige der Gattung Leseratte. Wie einige von euch wissen, bin ich eingefleischte Bibliotheks-Benutzerin. Schon im Kinderwagen wurde ich mit in die hiesige Stadtbücherei genommen. Und so hat sich das auch mein Leben lang fortgesetzt. Einmal im Monat werden neue Bücher besorgt, bzw. verlängert. Ich bin mittlerweile in zwei Stadtbüchereien angemeldet. Ich kaufe selten selbst Bücher, vor allem keine "Alltagslektüre". Die nehmen schlichtweg nur unnötig Platz weg (ich verkaufe ungern weiter), kosten Geld und stauben ein. 

Es gibt daher nur einige wenige Bücher, die tatsächlich mir gehören und hier herumstehen. Es handelt sich dabei um Bücher folgender "Kategorien":

Geschenke. Bücher, die ich zum Geburtstag, Weihnachten oder zu anderen Anlässen geschenkt bekommen habe. Und Geschenke gebe ich ehrlich gesagt nicht wieder her. Die haben bei mir ein Ehrenplätzchen verdient, da ich - wenn - ohnehin nur wahre Schätze geschenkt bekomme und keine "0-8-15"-Bücher, da all meine Verwandten wissen, dass ich mir die genauso gut in der Bibliothek besorgen kann. 

Rezensionsexemplare. Diese behalte ich prinzipiell, schon allein, da weiterverkaufen nicht gestattet ist. Diese räume ich, wenn sie mir nicht gefallen haben, allerdings weg - sonst nehmen sie bei meinem 12m²-Zimmer einfach zuviel Platz weg.

Fachbücher. Fachbücher mein Studium betreffend. Und diese kommen ebenfalls nicht weg, da sie ständig in Gebrauch sind. Man muss irgendwie immer etwas nachschlagen. Selbst in Büchern des ersten Semesters.

Selten aber wahr: selbstgekaufte Bücher. Bücher, die ich gerne immer und immer wieder lese, kaufe ich mir. Das sind meist Bücher, die ich zuerst in der Bücherei für mich entdeckt habe und sie dann unbedingt selbst haben wollte, um immer wieder in ihnen lesen zu können. Oder Bücher meiner Lieblingsautoren. Diese kaufe ich auch und "sammle" sie. 

Wie ihr seht, halte ich meinen Buchbestand ohnehin überschaubar. Alles, was ich ganz alltäglich lese, gehört nicht mir und wird spätestens nach drei-vier Monaten zurück in die Bibliothek gebracht, um nicht einzustauben und Platz weg zu nehmen. Ich habe festgestellt, dass dieses "Bibliotheksverfahren" zumindest in einigen Facebook-Gruppen, denen ich angehöre, verpönt ist. Ich muss aber ehrlich gesagt zugeben, dass ich nichts Verwerfliches darin sehe, mir Bücher zu leihen, die ich ohnehin nur einmal im Leben für ein paar Tage in die Hand nehmen werde.

3. März 2016

Dankeschön!

am Donnerstag, März 03, 2016 8 Kommentare
100, followers, and thank you Bild

Ich habe diesen Post ehrlich gesagt ein bisschen aufgeschoben. Aus Angst, dass doch der ein oder andere Follower wieder abspringt, die magischen 100 wieder verloren gehen und dieser Post dann wie eine Lüge im Raum steht. Diesem Blog - meinem Schätzchen - folgen nun bereits 100 Personen, ganze 130 Likes gibt es für Die Bücherdiebin auf Facebook. 

Ich möchte DANKE sagen. Denn damit habe ich ehrlich gesagt nie gerechnet.  Der Blog begann für mich als privates Lesetagebuch. Eine Möglichkeit, Bücher für mich fest zu halten und an Challenges, an denen ich große Freude habe, teilzunehmen. Dass sich Besucher auf die Seite verirren, gar regelmäßige, habe ich nicht geplant, nicht einkalkuliert, nicht erwartet. Ich hatte (und habe nach wie vor) nicht vor, groß ins Bloggergeschäft einzutauchen. Ich möchte ehrlich gesagt einfach und vor allem authentisch vor mich hinbloggen über eines meiner Lieblingsthemen: Bücher. Umso mehr überrascht und freut es mich. Denn jeder Leser, mit dem ich mein Hobby teilen kann, ist mir ein willkommener Gast und eine Ehre. 

Ich möchte mich auch bei den Autoren und den Verlagen bedanken. Für mich ist es immer wieder eine große Ehre, wenn ich an Verlagsaktionen teilnehmen oder ein Buch rezensieren darf. Die Vernetzung mit anderen Bloggern, Verlagen und Autoren erfüllt einen meiner Kindheitsträume: in die Welt der Bücher einzutauchen und sie gemeinsam mit denen unsicher zu machen, die meine Träume teilen. 

Liebe Leser, 
vielen Dank! 


Jo Nesbø: Schneemann

am Donnerstag, März 03, 2016 0 Kommentare
Schneemann von Jo Nesbø ist ein norwegischer Kriminalroman und gehört als siebter Teil zu einer Serie rund um Kommissar Harry Hole. Das 469 Seiten starke Buch erschien 2008 im Ullstein Verlag.

Harry Hole  wird aufmerksam, als das Verschwinden von Frauen in Norwegen mit dem Auffinden eines Schneemanns am Tatort einhergeht. Einem der Schneemänner wurde gar der abgetrennte Kopf des Opfers aufgesetzt. Hole glaubt sofort an das Werk eines Serienkillers, doch seine Kollegen sind vorerst skeptisch. Es gelingt ihm jedoch, die Polizisten des Dezernats von der Dringlichkeit der Sache zu überzeugen.  Doch der Schneemann ist der Polizei stets einen Schritt voraus. Doch wer ist der Schneemann?! Stets verlaufen Harrys Theorien im Sand, die Spuren führen in eine Sackgasse. Doch es wird brenzlig, denn Harry selbst gerät ins Visier des Killers.

Bedauerlicherweise habe ich hier aus Versehen zum siebten Teil der Reihe gegriffen, da mir nicht bewusst war, dass es sich um eine Reihe handelt. Dennoch ließ sich der Schneemann problemlos  auch ohne Vorkenntnisse der Geschichte lesen, auch wenn einige Andeutungen hier und da sicher mehr Sinn ergeben hätten. Nesbø beschwört einen wirklich grausigen Serienkiller, dem man wirklich bis zuletzt auf der Spur ist und ihn doch nicht zu fassen bekommt. Tatsächlich klärt sich das Bild erst sehr spät - nicht wie bei anderen Autoren, wo man schon nach ein paar Kapiteln eine handfeste Ahnung hat - und der Roman punktet mit durchgängiger Spannung. Zudem wird auch die Beziehung zwischen Rakel und Harry thematisiert, sowie zu Rakels Sohn Oleg. Leider traten hier natürlich einige Verständnisprobleme auf, da ich vorherige Teile der Serie nicht kenne. Allerdings konnte ich das Beziehungsgeflecht trotzdem recht gut nachvollziehen. 
Insgesamt fand ich die Personen sehr sympathisch und plastisch. Harry, Rakel und Oleg sind mir natürlich besonders ans Herz gewachsen. Der Sprachstil Nesbøs ist frisch, locker und lässt sich super lesen. Dieses Buch empfehle ich daher ohne Einschränkung allen, die gerne Krimis lesen :)  

2. März 2016

02. März 2016

am Mittwoch, März 02, 2016 0 Kommentare

Mit einem Tag Verspätung gibt es heute das Gemeinsame Lesen. Gestern war ich nämlich den ganzen Tag in Leipzig :) 


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese "Wie der Soldat das Grammofon repariert" von Saša Stanišic. Ich bin auf S. 42/442.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Ich kann jetzt nicht mehr, ich lasse mich jetzt fallen, ich liege jetzt da, inmitten der summenden Süße von zertretenem Fruchtfleisch. 


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Wirklich viel kann ich darüber noch nicht sagen, da ich erst gestern zu lesen begonnen habe. Bis jetzt liebe ich den Schreibstil des Autors, viele der Wendungen sind inspirierend und wirklich schön. Ich nenne solche Autoren gern "Wortjongleure", denn sie können mit Worten ganz spielerhaft Kunst erschaffen. Sätze, die allein ihres Klangs und der Worte wegen, schön sind. 


4. In welchem Buch würdest du den Rest deines Lebens verbringen wollen? (Frage von Hannah)
Die Frage finde ich wirklich ganz schwierig und einfach zugleich. Ich würde beim besten Willen in keinem Buch den Rest meines Lebens verbringen wollen, dazu liebe ich mein Leben und die hiesige Welt zu sehr. Müsste ich jedoch, würde ich mir eine Welt aussuchen, in der es Magie gibt, das Böse jedoch besiegt ist. Also vielleicht Harry Potter? Es darf nicht zu gefährlich sein, ich möchte ja ein ruhiges und besinnliches Leben mit meiner Familie führen. Aber ich würde mich wirklich freuen, wenn es Übernatürlichkeit und Magie gäbe. 
 

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