5. Mai 2013

Gedanken; Zeit.

Egal was wir tun, uns sitzt die Zeit im Nacken. Unaufhörlich hören wir die Uhr ticken, werden daran erinnert wie kurz unser Dasein auf Erden doch weilt. Was heute noch blüht, kann morgen schon verwelkt sein. Ein Autounfall, ein falschablaufender biochemischer Prozess in unserem Inneren, ein Wimpernzucken - vorbei.

Als ich sie damals verlor ging das schnell. Sie entglitt mir nicht, wie man es in Filmen so gern darstellt. Die Diagnose kam, ein paar Monate später war sie tot und ich blieb fassungslos zurück. Ein Mahnmal. Wer weiß schon, wie lang wir noch zu leben haben? Wer weiß, wie die Uhren wirklich ticken? Wenn man es genau nimmt sind wir wie ein Stück abgepacktes Fleisch aus dem Supermarkt; Verfallsdatum auf der Unterseite. Plus, minus ein paar Tage. Das kann es doch nicht sein? 

Aber warum mit dem hadern, was ohnehin unabwendbar ist? Warum die Zeit nicht besser nutzen? Warum nicht einfach genießen, was wir haben, so lang wir es haben? Jeder Moment kann einer der letzten sein. Einer der letzten, die wir genießen können. Statt daran zu denken, wie schnell all das vorbei sein kann, muss es genutzt werden. Doch wer tut das schon? Wir schinden für die Arbeit, die Schule, die Universität. Wir hetzen uns selbst für Dinge, die wichtig erscheinen, es aber nicht sind. 

Das ist kein Aufruf. Nichts, was in irgendeiner Weise Gehalt, Hand oder Fuß hat. Es sind bloß Gedanken an einem sonnige Maisonntagmorgen.

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