10. Juli 2013

Kino-Review: Taffe Mädels

Sandra Bullock kennt ja eigentlich jeder und auch Melissa McCarthy ist kein unbeschriebenes Blatt. Der Titel des Filmes begeisterte mich zu Beginn eher weniger und hielt mich beinahe davon ab, ins Kino zu gehen. Die Besetzung jedoch machte mich dann doch neugierig. Und ich wurde nicht enttäuscht :) 

Aber mal von Anfang an: Die penible FBI-Agentin Ashburn soll gemeinsam mit der etwa irre erscheinenden Mullins, einem gewöhnlichen Cop, ermitteln. Doch bereits das erste Aufeinandertreffen der Beiden endet im Chaos und unglaublich vielen Flüchen. (Irrwitzige Flüche im Übrigen!) Zusammen sollen und wollen sie den Kopf von Bostons Drogen-Unterwelt schnappen. Mullins aus ganz persönlichen Gründen, denn ihr eigener Bruder steckt tief mit drinnen und steht stets auch im Fadenkreuz der Gangster. Ashburn, weil sie sich eine Beförderung erhofft. Allmählich lernen die beiden einander besser kennen und lernen sogar, miteinander aus zukommen. Gemeinsam kommen sie dann dem meistgesuchten Gangster auf die Schliche.

Im ersten Moment besteht "Taffe Mädels" aus echt vielen, vielen Flüchen. Die taffe und etwas irre Mullins geizt nicht mit derben Worten. Bei allen anderen Filmen wäre das vielleicht plump oder niveaulos rüber gekommen. Melissa McCarthy spielt jedoch so gut, dass es einfach nur urkomisch ist und nichts anderes. Und Sandra Bullock mimt die verstockte FBI-Agentin bis aufs Haar genau richtig toll. Die Geschichte um den Drogenboss gerät dabei fast schon in den Hintergrund, denn die Entwicklung zwischen Mullins und Ashburn ist irgendwie schon mitreißend. Die sozial eher unfähige Ashburn lernt allmählich, mit ihren Mitmenschen umzugehen. Nach und nach erkennt sie, warum Mullins eigentlich so grob und derb ist. Sie erkennt die Problematik in der Familie. Und vor allem erkennt sie das gute Herz der irre erscheinenden Frau, die eigentlich eine ganz normale Person mit schlimmen Familienverhältnissen ist, tief in sich verletzt. 

Ich kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus, als ich den Film sah. Vielleicht ist das aber auch Geschmackssache, mein Freund fand den Film wiederum nicht so witzig. Eine ergreifend schöne und richtig witzige Sache. Ich kann den Film meinerseits nur empfehlen!


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